DENK-Bar: Den eigenen Bedürfnissen auf der Spur

11. April 2017

Kennen Sie Ihre Bedürfnisse? Kreative Chaoten, und hier ganz besonders die „Hanny Herzlichs“ unter uns (siehe Gratis-Schnell-Check „Chaot oder Systematiker“) kümmern sich gerne um die Belange anderer Menschen – und stellen die eigenen Bedürfnisse hinten an. Oftmals führt das dazu, dass wir die eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr so genau kennen. In der heutigen DENK-Bar schauen wir uns das mal an.

Ein der zentralen Fragen, mit der wir zu mehr seelischer und körperlicher Stärke finden können, ist die Frage: „Was braucht mein Ich?“ Fünf Grundbedürfnisse hat der Mensch:

  • Ruhe
  • Essen
  • Menschliche Nähe
  • Bewegung
  • Geistige Anregung

Doch jeder von uns braucht hier ganz anderen Input: der eine mehr, der andere weniger. Der eine von dem einen ganz viel, von dem anderen ganz wenig. So holt sich der eine häufig geistige Anregung durch Lesen, ins Theater gehen, einen Künstlertreff mit sich selbst machen, während der andere Kraft tankt beim Spaziergang durch den Wald.

Wie ist das bei Ihnen? Welche Bedürfnisse haben Sie derzeit?

  • Nehmen Sie sich ein Blatt Papier.
  • Zeichen Sie unseren untenstehenden Bedürfnis-Stern auf.
  • Sammeln Sie jetzt Ideen zu den einzelnen Zacken, was konkret hier Ihr Bedürfnis befriedigen würde.
  • Markieren Sie die Zacke, die Sie momentan verstärkt ausleben wollen.
  • Und achten Sie dann in Ihrem Alltag immer wieder darauf, was momentan Ihr Bedürfnis ist. Für den einen wird es mehr Ruhe sein,  für den anderen mehr geistige Anregung – was ist es bei Ihnen?

Stellen Sie sich Ihre Grundbedürfnisse auch als Leitstern vor und geben Sie immer mal wieder im Laufe des Tages, besonders wenn Sie sich gestresst oder müde fühlen diese Bedürfnisse durch. Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich den Leitstern der Bedürfnisse vor. Wovon brauchen Sie gerade jetzt mehr? Wovon weniger? Handeln Sie entsprechend.

Quelle: Zeitmanagement – Mein Übungsbuch, Cordula Nussbaum, S. 33.

Willkommen in unserer “wunderbaren Denk-Bar”.

Hier erhalten Sie alle zwei Wochen dienstags einen Impuls zum Nach-Denken, Vor-Denken, Mit-Denken. Denn alles was denk-bar ist, kann mach-bar werden. Posten Sie Ihre Ideen & Erfahrungen hier als Kommentar – zur Inspiration für alle anderen Leserinnen und Leser.
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7 Kommentare
Dorothea

Das ist ein sehr schöner Überblick. Er passt sehr gut zu mir, denn alle diese Bedürfnisse empfinde ich deutlich. Und auch, wenn eines davon zu kurz kommt.
Eines fehlt mir da aber noch:
das Bedürfnis nach angenehmer Temperatur.
Was finde ich es schrecklich, wenn ich friere. Oder wenn es zu heiß ist. Dann ist das genze Trachten auf nichts anderes gerichtet, als dies auszugleichen:

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    Dimitra

    Super! Der Stern ziert nun meinen Schreibtisch -damit ich mich daran erinnere – und hat auch ein kleines Plätzchen im Kalender. So bleibe ich mit meinem Fokus trotzdem in der Achtsamkeit, und das wiederum ist doch eine Voraussetzung für Glück und Zufriedenheit!

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    Admin

    Das kenne ich auch 🙂

    Antworten
Yves

Oh ja, Ruhe ist bei mir wohl das wichtigste Bedürfnis, zumindest im Sinn von selbstbestimmt entscheiden, wann ich etwas tue und wann ich mich zurückziehe. Geistige Nahrung, Essen und Bewegung können dann je nach Bedarf integriert werden.

Mit der menschlichen Nähe ist das so eine Sache. Natürlich kann man die physische Nähe zu anderen Menschen suchen. Aber ich verstehe menschliche Nähe eher im Sinne von „Verbundenheit“ oder „wertschätzendem Verhalten“. Und so kann zwar die physische Nähe eines Freundes oder eines Partners theoretisch menschliche Nähe ermöglichen, der Wunsch danach muss jedoch von beiden Seiten ausgehen.

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    Dimitra

    Hallo Yves,
    genau so sehe ich es auch mit der menschlichen Nähe… Menschen sind permanent um mich herum, doch wirkliche Nähe speist sich aus Verbundenheit und „Zugewandtheit“ im Sinne von gegenseitigem Interesse, diese Nähe auch zuzulassen. Und wenn man das so betrachtet, dann wird das eine ungeheuer wichtige Dimension…

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      Yves

      Hallo Dimitra,
      ja, denn man ist auf andere angewiesen. Wenn nun aber z. B. der Partner aufgrund seiner Arbeit selten zur gleichen Zeit in der Nähe ist und diese Zeit dann logischerweise auch benötigt, um z. B. sein Ruhe-Bedürfnis zu befriedigen, wird es schwierig … Und das Bedürfnis anderweitig auszugleichen ist nur sehr begrenzt möglich.

      Antworten
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