Weihnachten und Stress sind enge Verwandte: viele Menschen sprechen mich bereits darauf an, dass ihnen vor Weihnachten und dem ganzen Stress damit graut. Und ob ich nicht ein paar Ideen für weniger Weihnachts-Stress für sie habe. Ja, habe ich :-). Denn obwohl die „staade“ Zeit bereits kommenden Sonntag beginnt, hast Du noch viele Möglichkeiten dem jährlichen Trouble zu entkommen.

Lass nicht (mehr) zu, dass bei Dir statt Freude und Besinnlichkeit die Herrschaft übernommen wird von Schnell-noch-Geschenke-Besorgen, nervigen Verwandtschaftstreffen, angespannten Stimmungen, Koch-Marathons und unerfüllten Erwartungen und Du bereits VOR den Festtagen erschöpft statt fröhlich auf der Couch liegst.

Nimm Weihnachs-Stress und Druck aus Deinen Vorbereitungen. Mit diesen – von mir selbstverständlich selbst-geprüften – Tipps wirst Du es in diesem Jahr schaffen, wirklich „Fröhliche Weihnachten“ zu erleben!

  • Falsche Vorstellungen ablegen
    Du gehörst zu den Menschen, die das ganze Jahr über bewusst konsumieren? Dann mache das auch ganz bewusst an Weihnachten! Wenn Du es schaffst, Dich von falschen Vorstellung des perfekten Weihnachtsfestes zu befreien, dann kannst Du den Advent tatsächlich genießen. Lass Dir von den Hochglanzwelten in den Sozialen Medien und TV-Spots kein schlechtes Gewissen machen – Weihnachten ist das Fest der Liebe und nicht das Fest des Wettbewerbs um den schönsten Baum, die tollste Deko, das aufwändigste Essen.

  • Schränke den Kreis der Beschenkten ein.
    Jetzt auf den letzten Drücker erst recht! Du hast tausend Namen im Kopf – doch willst Du wirklich alle beschenken? Fühle Dich nicht verpflichtet zu Schenken, nur weil Du im letzten Jahr beschenkt wurdest. Durchbrich die „Geschenke-Spirale“, ich bin sicher der Andere wird Dir vielleicht sogar dankbar dafür sein :-).

  • Schenke nur das, was wirklich Freude macht.
    Spitze die Ohren bei den Leuten, denen du etwas schenken willst, was sie wirklich brauchen oder sich wünschen. So vermeidest Du, dass Deine Geschenke gleich Staub ansetzen. Oder verschenke Dinge, die verbraucht werden (statt herumzustehen).

  • Keine Geschenke-Flut für Kinder.
    Wenn es um (fremde) Kinder geht, dann scheitern meist all die guten Vorsätze, keine unnötigen Geschenke zu machen. Und dann stürzt eine Flut an Verpacktem auf die Kleinen ein – in der nur genau EIN Geschenk interessant bleibt. Wie könntet Ihr es schaffen, dass von vornherein nur genau dieses eine Geschenk unter Baum liegt? Wie könntest Du auch Großeltern & Co. einbremsen, die Flut heuer mal zu stoppen? Das reduziert Euren Weihnachts-Stress nicht nur im Vorfeld, sondern auch am Heiligen Abend selbst.

  • Schenke gemeinsame Zeit.
    Zum Beispiel Konzertkarten, einen Tag in der Natur, ein Abendessen im Lieblingsrestaurant, ein Abenteuer im Escape-Room etc. Das hat zwei wesentliche Vorteile für Dich: Du ersparst Dir den Weg in die Innenstadt oder durch die Online-Shops und kommst ebenfalls in den Genuss Deiner Geschenkidee. Die Website Zeit statt Zeug hat dazu eine Menge richtig guter Ideen zusammengestellt. Meine Lieblingstipps: „Waldluft statt Parfüm“ und „Nackenmassage statt Schal“.

  • Teilen statt Schenken.
    Manche Menschen haben scheinbar schon alles. Wie wäre es in diesem Fall, wenn Du Spenden schenkst? Verzichte auf Verlegenheitsgeschenke, denn es ist schade ums Geld!

  • Wachsen lassen.
    Verschenke persönliches Wachstum – mit einem Coaching oder Onlinekurs – gerne auch bei mir :-). Schnell bestellt, sofort geliefert, lange Freude.

  • Unverpacktes ist der Trend.
    Wenn Du Geschenke-Einpacken eh noch nie leiden konntest, dann verzichte in diesem Jahr erst recht darauf. Setze auf den „Unverpackt“-Trend. Alternativ könnten ein kariertes Küchenhandtuch gute Dinge leisten oder die Zeitung von gestern.

  • Co-Cooking.
    Teilt das geplante Fünf-Gänge-Menü für den Weihnachts-Abend auf den Besuch auf. Du übernimmst die Vorspeise, Deine Freundin backt den Schokokuchen, die Mutter ist für die Hauptspeise zuständig. Biete dafür Deine Küche an – so wird aus einem einsamen und mühseligen Weihnachtskochen ein unterhaltsames Beisammensein. Betrachtet das Kochen nicht als lästige Pflicht, sondern als Zeit-Geschenk an die anderen. Das reduziert nicht nur den Weihnachts-Stress, sondern schafft zusätzliche schöne gemeinsame Zeit.

  • Antizyklisch.
    Versuche in den kommenden Tagen so gut wie möglich zu den Zeiten unterwegs zu sein, wenn alle anderen noch schlafen oder schon wieder daheim sind. Schwimme in den Geschäften gegen den Stosszeiten-Strom, das erspart eine Menge Zeit und Nerven.

  • Wohnung statt Ausstellung.
    Der Weihnachtsbesuch kommt zu Dir? Und Du willst die Wohnung dazu noch so richtig in ein X-Mas-Wonderland verwandeln? Verzichte darauf, wenn der damit verbundene Weihnachts-Stress-Faktor die Deko-Freude übertrifft! Deine Wohnung ist kein Ausstellungsraum oder tritt zum Deko-Preis 2022 an! Ja, mache es Dir schön gemütlich, aber verzichte auf die große Weihnachtsoffensive.

  • Stimmung statt Staubsauger.
    Klar wollen wir ein ordentliches Heim haben, wenn Gäste kommen. Baue aber darauf, dass es eh dunkel ist ab 17 Uhr und kein Mensch sehen wird, ob die Fenster geputzt oder die Bilderrahmen entstaubt sind. Schicke „Perfectus“ schon in die Feiertage 🙂 Du hast Muffe vor dem tadelnden Blick der Schwiegermutter? Dann hänge folgenden Spruch auf: „Dieses Haus ist sauber genug, um gesund zu bleiben, und schmutzig genug, um glücklich zu sein!“.

  • Schick oder lässig?
    Ist es in Deiner Familie der Brauch, sich an Heilig Abend schick zu machen? Und Du willst das in diesem Jahr auch weiterhin so machen? Tja, dann bleibt Dir nichts anderes übrig, als diese Zeit zu investieren in Bügeln, Haare machen (oder machen lassen) und unter Umständen noch schnell einen schicken Fummel zu besorgen. Mache das – und geniiiiiiiieeeeßen es. Mache es nicht, weil du es tun musst, sondern weil es einfach Spaß macht, sich auch mal zu einem festlichen Anlass in Schale zu werfen. Wir haben oft nicht mehr so viele Anlässe uns aufzubrezeln, und deshalb zelebriere es an Weihnachten :-).

  • Wer muss, will nicht.
    Nimm Dir den Leitspruch „Ich muss gar nichts!“ zu Herzen. Wenn Du auf bestimmte Feiern, bestimmte Essens-Einladungen oder bestimmte Gäste in diesem Jahr keine Lust hast, dann gehen mit Deinem Schatz auf einen Mondscheinspaziergang! Zu spät? Die Treffen sind schon geplant? Dann baue heuer vor, und sage gleich, dass Du im nächsten Jahr leider nicht da sein wirst.

  • Termine absagen.
    Im Dezember reihen sich bei vielen Menshen weihnachtliche Feiern vom Sportverein, vom Kindergarten, mit den Kollegen, der Kirche aneinander. Überlege Dir, ob Du wirklich an allen Veranstaltungen teilnehmen möchtest. Kommuniziere Abwesenheiten bereits jetzt noch im November, damit sich alle Beteiligte darauf einstellen können und es keinen Unmut oder Missverständnisse gibt. Welche Termine konnten in den vergangenen Pandemie-Jahren nicht stattfinden – und welche davon hast Du wirklich nicht vermisst? Versuche, diese als erstes zu streichen!

  • Rituale aufbrechen.
    Auch „hundertjährige“ Rituale in der Familie können aufgebrochen werden ; ). Überlege Dir,  wie Du Deine Weihnachtstage gerne gestalten möchtest und besprich das gemeinsam mit den betroffenen Familienmitgliedern. Denke auch an Traditionen wie das alljährliche Plätzchen-Backen, die in der Regel Deinen Weihnachts-Stress erhöhen. Du magst eh keinen Süss-Kram? Dann verabschiede Dich davon.

  • Termine verschieben.
    Wenn Du selbst Weihnachtsfeiern ausrichtest, z.B. mit Deiner Firma, dann denke in diesem Jahr mal darüber nach, ob Ihr diesen Anlass nicht in das neue Jahr verschieben könnt. Ein „Jahres-Start-Fest“ motiviert die Mitarbeiter*innen vielleicht sehr viel mehr, als die 5. Weihnachtsfeier im Dezember?

Weitere Tipps findest Du in meiner Checkliste zum kostenlosen Download: Weihnachts-Checkliste: „Stressfrei durch die (Vor-)Weihnachtszeit“. Welche Tipps hast Du noch, die Du hier mit uns teilen willst? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

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