Lachen ist der beste Stresskiller!

5. Mai 2019

Der erste Sonntag im Mai ist der Weltlachtag. Die Idee kommt aus der Yoga-Lachbewegung. Wissen Sie, woher das „Lach-Yoga“ kommt? Hier die Erklärung vom Deutschen Lach-Yoga-Verband www.hoho-haha.de.

Die Kombination von Lachen und Yoga wurde 1995 von Dr. Madan Kataria aus Mumbai entwickelt. Er selbst hat Yoga studiert und in einer der „popular Yoga institutes“ in Mumbai unterrichtet. Als er einen Artikel mit dem Titel „Lachen ist die beste Medizin“ verfassen wollte, kam ihm die Idee einen Lach-Club in Mumbai zu gründen. Er ging in einen der öffentlichen Parks und fing an Witze zu erzählen. Die Leute lachten, kamen wieder, jedoch nach 2 Wochen war der Vorrat an guten Witzen erschöpft. Zweideutige, diskriminierende Witze sind in Indien verpönt, so dass Dr. Kataria sich etwas Neues einfallen lassen musste, um die Leute, die ferngeblieben sind, zurückzuholen und zum Lachen zu bringen. Nur wie? Wenn das Lachen über Witze nicht mehr funktioniert was dann? Warum nicht Lachen und Yoga miteinander verbinden? So entwickelte er verschiedene Lachübungen, die hauptsächlich auf der Tiefenatmung des Yoga basieren.

Diese Methode ist eine „laute“ Sofortmeditation, die, wie jede Form der Meditation, ein Ausschalten des Intellektes bewirken soll. Wer lacht denkt nicht, wer denkt lacht nicht. Beides zusammen lässt sich nicht vereinen. Damit die positiven Aspekte des Lachens auch anhalten, müssen die Übungen mehrmals wöchentlich wiederholt werden. Ob in Lach-Clubs oder Yoga-Studios, ob in Firmen oder Sportvereinen, das ist egal. So gesehen schafft man sich durchs Lachen Freunde, denn Lachen ist kommunikativ, Lachen verbindet, wer lacht streitet nicht, führt keine Kriege.

Jawohl, schulen Sie Ihren Humor und suchen Sie die witzigen Seiten an unangenehmen Vorkommnissen. Neuesten Studien zufolge genießen Vorgesetzte, die brenzlige Situationen humorvoll entschärfen und Humor im Arbeitsalltag als Kommunikationsmittel einsetzen, große Anerkennung.

Humor ist eine Erfolgsstrategie

Studien zeigen: Wo gelacht wird, fühlen sich die Mitarbeiter wohl und es wird in der Regel mehr und besser gearbeitet. Eine humorvolle Einstellung inspiriert Mitarbeiter und öffnet damit neue Kommunikationswege. Humor wird immer mehr als Führungskompetenz betrachtet, um in Unternehmen und Verwaltung eine neue Kultur der Menschlichkeit und Kreativität zu etablieren.

In den USA und Japan wird Humor längst als emotionale Intelligenzkomponente betrachtet und als eines der wichtigsten Soft Skills gewertet. Amerikanische Global Player testen in Rekrutierungsgesprächen ihre Top-Kräfte bewusst auf ihre Humorfähigkeit und das Wissen um ein humorvolles Miteinander erreicht nun auch Deutschland. Dabei wird in der amerikanischen Industrie nicht getestet, ob eine Führungskraft gut Witze erzählen kann oder als Entertainer clowneske Züge zeigt. Denn diese Fähigkeiten berühren nur die kognitive Seite des Humors. Es wird vielmehr überprüft, ob Führungskräfte die Freude aus dem inneren Seelenraum als positiven Weg betrachten können. Und noch viel wichtiger in diesen Gesprächen: Können die neuen Topkräfte den Fehlern mit einer gewissen humorvollen Leichtigkeit begegnen und wie Narren unkonventionelle Lösungen erarbeiten?

Es ist erwiesen, dass Kinder noch 400 Mal am Tag lachen, ein Erwachsener reduziert sein Lachen auf 15 bis 20 Mal am Tag. Am wenigsten lachen wir am Arbeitsplatz: Hier reduziert sich der Wert auf 5 Mal am Tag und in manchen Positionen und Abteilungen auf Werte, die weit darunter liegen. Diese werden von den Wissenschaftlern als gesundheitsgefährdend eingestuft.

Wie schade. Denn zehnminütiges herzhaftes Lachen hat die gleiche Wirkung wie ein einstündiger Jogginglauf. In vielen europäischen Ländern – wie England, Frankreich, Italien und den Niederlanden – werden Humortrainings und Lachübungen inzwischen auf Krankenschein verordnet, um bei Top-Managern und Politikern dem drohenden psychischen und physischen Kollaps vorzubeugen.

Wenn es Managern gelingt, sich selbst und ihren Mitarbeitern humorvoll zu begegnen, schaffen sie die Möglichkeit, Freude in die Arbeitswelt zurückzuholen und wieder mit Leidenschaft zu arbeiten. Humorvolle Einstellungen machen es möglich, die Spannungen abzubauen, nicht nur auf die Erfolgsbilanzen zu schielen und Raum für kreative und unkonventionelle Lösungen abseits der eingetretenen Pfade anzubieten. Missgeschicke werden toleriert, sogar als Chance begriffen, um zu neuen Ideen oder Ansätzen zu gelangen. Und neue Ansätze zu finden ist ja schon wieder eine wichtig Führungsaufgabe!

Also lachen wir los. Hahahahaha

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!
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[…] mehr als hundert Muskeln in Aktion. Wenn Ihr Gehirn einen anregenden Reiz empfängt, löst es das Lachen aus und der Körper verrichtet Schwerstarbeit. Sie atmen tiefer, die Körperzellen werden mit mehr […]