Entscheidungen treffen ist „eigentlich“ ein simple Sache. Über 20 000 Entscheidungen treffen wir täglich – da sollten wir es doch langsam können, oder?

Die meisten Entscheidungen treffen wir unbewusst, dennoch haben wir viele Situationen, in denen wir zwischen zwei oder mehr Optionen schwanken: als Führungskraft oder Unternehmer*in entscheidest Du für Dich, das Team, das Unternehmen. Als Berufstätige ebenso. Im privaten Alltag stellen wir die Weichen für uns und unsere Lieben – und manchmal sind dabei auch lebensprägende Entscheidungen nötig.

Entscheiden zu dürfen ist ein Privileg. Das vergessen wir häufig, wenn wir mal wieder am Grübeln, Hadern, Abwägen sind.

Die gute Botschaft: wir können uns das Entscheidungen treffen erleichtern, wenn wir auf unseren Bauch hören. Intuitiv zu entscheiden ist auch in der Wirtschaftswelt „salonfähig“ geworden. Und damit Du für Dich besser nach Bauchgefühl entscheiden kannst, habe ich meinen Klassiker zum Thema „Entscheiden“ komplett überarbeitet. Mehr dazu unten.

Ja, viele Menschen entscheiden nicht gerne.

Manchmal, weil es ihnen irgendwie egal ist.

Manchmal weil eine Entscheidung Stress auslöst.

Denn wenn wir uns entscheiden, müssen wir immer auf etwas Verzichten.

Doch wer sich nicht entscheidet, muss das nehmen im Leben, was er bekommt.

Und dabei schmerzlich lernen: „Egal ist PINK!“ – so wie der junge Mann in der folgenden Anekdote:

EGAL IST PINK!

„Die beste Freundin meiner Mutter arbeitete im Vertrieb eines Brillenherstellers. Immer wenn sie auf ih­ren Vertriebstouren in Bayern unterwegs war, hat sie für ein paar Tage bei ihnen gewohnt.

Eines Abends hat sie in unserem Wohnzimmer einen großen Koffer mit der neuen Sonnenbrillenkollektion aufgemacht. Das waren echt wilde Brillen, in knallbunten Farben, neonfarben, knallgrün, rot, gelb – ein richtiger Hingucker. Ich war damals 14, fand die echt cool und schaute wohl begehrlich. In Gedanken malte ich mir schon aus, wie ich mit so einem ultramodernen Teil auf der Nase den Schulhof betrete, alle schauen mich an.

Mutters Freundin konnte wohl Gedanken lesen, denn sie fragte mich, ob ich eine haben wolle. Ich nickte begeistert. „Welche Farbe willst du denn gerne haben?“, fragte sie mich. Ich zögerte. Ich haderte. Und schließlich sagte ich: „Egal“.

Zielstrebig griff die Freundin meiner Mutter in den Koffer.
„Egal ist pink“, sagte sie und gab mir eine pinkfarbene Brille.
Entsetzt schaute ich sie an.
Pink!
Ich konnte doch unmöglich mit einer rosa Brille bei meinen Freunden auftauchen. Da würde ich ja zum Gespött der ganzen Schule.

Ganz die Ruhe selbst, klappte sie den Koffer wieder zu. Dann schaute sie mich an und sagte: „Wenn du nicht weißt, was du willst, dann musst du das nehmen, was eben kommt. Egal ist pink!“

Entscheiden zu dürfen, ist ein Privileg! Nutze es 🙂

Täglich stehen wir vor einem Berg von Entscheidungen – mal scheinbar banale, alltägliche, mal schwerwiegende, lebensverändernde.

Auf welcher Körperhöhe entscheidest Du in der Regel – spontan in der Körpermitte sprich mit dem Bauch, intuitiv oder doch lieber mit dem Kopf? Einige Menschen zucken zusammen, sobald sie das Wort Intuition hören. Unzählige Studien und Beispiele aus der Arbeitswelt belegen aber, dass es eben nicht nur die Zahlen, Daten, Fakten sind, die unser Handeln lenken. Sondern auch Emotionen und Intuition.

Entscheidungen treffen – Gefühl versus Verstand

Wer intuitiv handelt, denkt nicht nach. Die Entscheidung kommt aus dem Unterbewusstsein. Ein Beispiel ist die Erstversorgung bei Notfällen. In dieser Situation müssen Ärzte am Unfallort spontan entscheiden, da oft jede Minute zählt und zum Nachdenken keine Zeit ist.

Wir liegen auch bei schwierigen Entscheidungen meist richtig, wenn wir nach dem Gespür entscheiden. Der Bauch richtet sich nach verblüffend einfachen Regeln, bestätigt der Wissenschaftler Gerd Gigerenzer. Bei langem Nachdenken und Abwägen kommen wir immer wieder auf etwas, das noch besser wäre. Wir lassen unserem Bauch in unserem hochkomplexen Alltag oft zu wenig Raum. Das kannst Du ändern!

Entscheidungen treffen – Trainiere Deinen Gefühlsmuskel

Die intuitive Fähigkeit ist mit einem Muskel zu vergleichen. Und so wie Du Deinen Bizeps oder Dein Six-Pack trainierst, kannst Du auch Deine Intuition, Deine Fähigkeit zu „Bauchentscheidungen“ trainieren. Deshalb achte nicht nur auf Deine Gedanken, sondern sensibilisiere täglich Dein Gefühl mit folgenden Tipps:

  • Achte auf Deinen ersten Gefühlsimpuls

  • Suche nicht nach der perfekten Lösung, die gibt es nicht

  • Verwirre Dich nicht mit zu vielen Informationen und Meinungen

  • Stelle Dir vor, wie sich die Entscheidung anfühlen würde, wenn Du schon nach Bauch gehandelt hättest

„Die Intuition ist ein göttliches Geschenk. Der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist ein Paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.“ (Albert Einstein)

In meinem eBook „Ja? Nein? Vielleicht? 18 kreativ-chaotische Methoden für schnelle und bessere Entscheidungen“ erkläre ich ein paar coole und schnell anwendbare Entscheidungs-Methoden, die Deine Intuition nutzen. Unten in diesem Artikel findest Du zusätzlich die „Tetralemma-Methode“, die ich sehr liebe und gerne auch in meinen Coachings einsetze.

Es ist ein kleiner Methoden-Koffer, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, sondern knapp und bündig ein paar kreativere Wege zeigen will, schneller klar zu sehen. Lerne 18 Wege kennen, Deinen „Bauch“ mit Verstand zu befragen – und finde mit sogenannten „kreativ-chaotischen“ und intuitiven Methoden künftig einfacher die „richtige“ Entscheidung. Ihr Prinzip besteht darin, die Kraft und das Wissen Deines Unterbewusstseins zu nutzen und dabei aber auch Deinen Verstand nicht zu vergessen. Kurz. Prägnant. Auf den Punkt.

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> Hier findest Du es als Kindle auf Amazon.

Entscheidungen treffen – Was willst Du im tiefsten Inneren?

Bei manchen Entscheidungen, wie dem Kauf eines neuen Handys oder einer Urlaubsbuchung, helfen uns die klassischen Entscheidungs-Tools wie die Pro-Contra-Liste sehr gut weiter. Aber wie oft hast Du in Deinem Leben auch schon wichtige Entscheidungen getroffen, nur um danach unsicher zu sein, ob es auch wirklich das Richtige war? Der Bauch rumort?

Aktiv Entscheiden ist gesund und wichtig

Mache Dir bei allen Zweifeln immer klar, dass Du auch entscheidest, wenn Du nicht entscheidest.
Wer nicht entscheidet, macht sich allerdings dann häufig zum Spielball der anderen.

Hingegen bewirken aktive Entscheidungen, dass sich der Dopaminhaushalt verändert, denn Entscheidungen zu treffen, heißt einen Weg zu gehen und sich damit Chancen zu schaffen und sich damit auch Ziele zu setzen, was neurobiologisch dazu führt, dass Angst und Sorge sich verringern, wenn wir eine Lösung finden.

Wie geht es Dir damit? Lebst Du Deine Entscheidungen?

Welche Entscheidungen stehen bei Dir an?
Von was willst Du Dich verabschieden, ohne traurig zu sein?
Welche Ideen machen Dich so glücklich, dass Du sie in jedem Fall machen willst?

Wem immer wieder hinderliche Erfolgssaboteure dazwischenfunken, bekommt hilfreiche Unterstützung im Online-Kurs „Blockiert im Tun? Enttarne Deine inneren Saboteure und lebe endlich so, wie Du leben willst“ mit Live-Begleitung im virtuellen Kaminzimmer und in unserer Offenen Online-Sprechstunde.

Entscheidungen treffen mit dem „Tetralemma“

Das Tetralemma ist eine meiner Lieblings-Entscheidungshilfen für schwierige Situationen. Die Technik stammt ursprünglich aus der indischen Logik und geht auf den Gelehrten Nagarjuna zurück. Es wurde dann von Richtern im Rechtswesen zur Festigung von Standpunkten eingesetzt.

Der Vorteil der Methode liegt darin, dass Du zu der Option JA oder NEIN noch zwei Optionen dazu bekommst: BEIDES oder BEIDES NICHT

 

Entscheidungen treffen

Hier stelle ich Dir das Tool und die praktische Umsetzung vor. Und dazu gibt es einen Joker: den Querdenker-Joker. 😊

Es gibt im Leben immer wieder Situationen, die bildlich gesprochen eine Weggabelung in der Biografie darstellen. Es geht dann in die eine oder in die andere Richtung. Diesen Richtungswechsel kannst Du zwar eigenverantwortlich entscheiden, er ist aber oft gar nicht so einfach. Nein, mehr noch – es kann sich wie ein Dilemma anfühlen. Jede Lösung scheint ein billiger Kompromiss zu sein.

Beispiel: „Ja, ich kündige den Job, mich nervt meine Arbeit!“ oder „Nein, ich bleibe dabei, da ich die Sicherheit des Angestelltendaseins brauche!“

Jetzt mache aus diesen beiden Möglichkeiten gedanklich mal vier:

  • Wenn Du in einem Dilemma bist, nehme Dir vier Blätter Papier und notiere auf jedem Blatt eine der vier Möglichkeiten mit Deinen jeweiligen Gedanken.
  • Spüre auf jeder Position, wie es sich anfühlt.
  • Bewege Dich dabei weg von der rein rationalen Ebene, und nimm Dein Bauchgefühl mit ins Boot.

1. Option
Kündigung (Veränderung)

2. Option
Bleiben (Bewahrendes)

3. Option
Beide Möglichkeiten – ein Kompromiss: Teilzeit (Kann ich beide Positionen vereinen?)

4. Option
Keine von beiden Möglichkeinen – Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt diese Entscheidung gar nicht treffen.
(Vielleicht würde ein Sabbatical einen klareren Blick verschaffen?)

Und jetzt gibt es noch den Querdenker-Joker!

Falls Du nach allen vier Optionen zu keiner Lösung gekommen bist, dann gibt es noch eine fünfte Option.

Daran hat Nagarjuna bereits gedacht und dieser Lösungsweg ist besonders spannend für uns kreative Chaoten.

Ich nenne diese fünfte Variante den „Querdenker-Joker“.

  • Ziehe erneut ein Blatt für den Joker heran.
    Jetzt ist gedanklich alles möglich.
    Querdenken beziehungsweise Visionen sind jetzt gefragt!

  • Was gibt es sonst, was würde ich wirklich gerne tun?

  • Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn es für mich gut ist?

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