Selten hatten wir so viele Möglichkeiten wie heute, eine Portion Glück in unseren Alltag zu holen. Aber wir übersehen häufig, dass wir damit eher dem schnellen Glücks-Kick nachjagen als einer ruhigen inneren Zufriedenheit. Im englischen Sprachraum unterscheiden wir „luck“ und „happiness“. Im Deutschen sprechen wir von „Glück“ und meinen mal den schnellen Kick im Sinne von hedonistischem Genuss und das andere Mal das tiefe innere Gefühl von „Zufriedenheit“ oder „Erfüllung“. Im Rahmen meines neuen Buches „Meine Glüxx-Factory: So mache ich mich einfach glücklich!“ dürfen wir über beide Arten von Glück nachdenken – und auch beide Formen bewusst nutzen, um glücklich zu sein.

Ab sofort sind das Buch und – seit wenigen Tagen auch das Hörbuch – erhältlich. Jetzt bestellen und das kleine Glück nach Hause holen.

Worum geht es in der GlüXX-Factory?

Warum heißt dieses Buch GlüXX-Factory? Können wir unser Glück einfach „fabrizieren“? Ist Glück nach einem bestimmten Verfahren herstellbar?

Ja, das ist es! Wir können unser Glück, unsere innere Zufriedenheit, jederzeit selbst gestalten. Führenden Glücksforschern zufolge haben wir es zu mindestens 40 Prozent in der Hand, unser Glück zu machen. Das ist keine schlechte Ausgangsbasis, oder? Nach dem heutigen Wissensstand aus Neurowissenschaft, Psychologie und Glücksforschung sowie dem Umstand, dass wir in unserem Kulturraum individuelle Freiheit haben und unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind, stehen uns die Türen der GlüXX-Factory weit offen.
Unser Glück selbst zu kreieren ist also einfach – auch wenn es nicht immer ganz leicht sein wird. Beständiges Glück in unser Leben zu holen, erfordert unseren Einsatz und auch einen langen Atem. Denn glücklich zu sein ist keine Eintagsaktion nach dem Motto »Buch lesen, anwenden, für immer happy sein!«, sondern ein Thema, das uns immer wieder beschäftigen darf.
Natürlich wird nicht jede Phase unseres Lebens happy sein. Wir werden Rückschläge, Tiefs, Trauerfälle und Schicksalsschläge erleiden. Wir werden uns über Menschen ärgern, wir werden verletzt werden, wir werden weinen. Es ist ein Leben und kein Märchenschloss! Und das ist gut so. Unser Lebenszweck sollte nicht darin bestehen, in einem rosaroten Wolken-Kuckucks-Heim leben zu wollen, aber es darf darin bestehen, die Zeit, die uns auf Erden vergönnt ist, glücklich zu gestalten.

Und dabei hilft „Meine GlüXX-Factory“ 🙂

Was bietet die GlüXX-Factory?

Mit meinem neuen Buch erhalten Sie keinen klassischen Ratgeber, sondern eine Glüxx-Manufaktur, in der insgesamt 30 „Zutaten“ aus sechs Kategorien auf Ihre persönliche Mischung warten

  • Dazu habe ich zum Einen tief in den Fundus meiner bislang veröffentlichten Impulse gegriffen – und auf die Glüxx-Faktoren hier im BLOG gebaut. 

  • Zum Anderen habe ich weiter geforscht, gefragt und gegraben und die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung, Ergebnisse aus Hunderten Klienten-Gesprächen und neuen praxiserprobte Übungen zusammen­getragen und kurz und knackig für Sie aufbereitet.

Basis des Buches sind sechs Glücks-Faktoren (Glüxx-Faktoren 🙂 ), die ich über die vergangenen Jahre identifiziert habe:

  • Handeln

  • Leidenschaft

  • Klarheit

  • Selbstwert

  • Beziehungen

  • Gesundheit

Glüxx-Prinzip Cordula Nussbaum

In jedem Kapitel erhalten Sie zu jeweils fünf „Zutaten“

  • pointierte Impulse
  • Selbstchecks wie z.B. den Check „Welcher Glücks-Typ bin ich?“ (den Sie auch gleich hier online machen können)
  • sowie „Glüxx-Sprints“. Das sind Übungen von unterschiedlicher Dauer und Intensität, mit denen die Impulse sofort vertieft und angewendet werden können.

Das Buch kann chronologisch oder nach Gusto gelesen werden, je nachdem, auf welche Glüxx-Zutat es Ihnen gerade ankommt. Und natürlich gibt es auch bei diesem Buch wieder weiterführende Tipps und Übungen in einem liebevoll gestalteten Workbook im Online-Bonusbereich :-). Zugang mit Passwort unten auf dieser Seite.

Glück – um mehr davon in ihr Leben zu holen, befolgen viele Menschen einschlägige Glückstipps. Doch manche von diesen Ratschlägen wirken völlig kontraproduktiv. Statt die Zufriedenheit der Glückssucher zu erhöhen, stürzen sie sie erst recht ins Unglück. Zeit für Aufklärung, fand die Fachzeitschrift „Managerseminare“ und bat mich um entsprechende Auszüge aus meinem neuen Buch „Meine Glüxx-Factory – so mache ich mich einfach glücklich!“. Passenderweise veröffentlichte die Redaktion die Tipps am 20. März, dem Weltglückstag, und ich möchte Euch meine sechs liebsten „Anti-Glücks-Tipps“ natürlich nicht vorenthalten.

Hier mein Manuskript zum Fach-Artikel für Euch, der hier komplett in redigierter Fassung nachzulesen oder als Podcast zu hören ist. Da das Buch in der „Sie-Form“ geschrieben ist, und auch der Fach-Artikel, habe ich ihn in dieser Form belassen. Also wundert Euch nicht über die „Sie-Ansprache“. Viel Spaß mit den Anti-Glückstipps 🙂

Anti-Glückstipp 1: Suche Dein Glück!

Die Suche nach dem Glück ist und bleibt in Mode. Bereits die alten Griechen sinnierten über das Glück, und wie es zu erreichen sei. Heute wollen wir lernen, „hygge“ zu leben wie die Dänen, suchen unser „ikigai“ wie die Japaner oder probieren uns an „Lagom“ wie die Schweden. Die Suche nach Erfüllung und Glück treibt uns an. Aber leider scheinen viele Menschen bei ihrer Suche nie wirklich im glücklichen Erleben anzukommen. Der Grund? Sie suchen nach dem „Perfekten“. Nach dem „Wahren“. Dem „Einzig Echten“. Sie suchen und suchen und suchen – und übersehen dabei, dass sie bereits sehr viel erleben oder haben, was sie happy macht. Sie blicken permanent auf das nächste große Ziel, und meinen, wenn sie das endlich dann mal erreicht haben, dann seien sie glücklich.
Das ist wie bei Menschen, die ihr Leben verändern wollen, und dabei immer auf den entscheidenden Tipp, den ultimativen Ratschlag warten, mit dem endlich, endlich alles in ihrem Leben gut wird. Solche „Tipp-Seeker“, wie ich sie nenne, ticken ähnlich wie sensation seeker, die ständig auf der Suche nach starken Gefühlen und Abenteuer sind. Letztere brauchen ein hohes Erregungsmuster, um sich wohl zu fühlen, und sind immer auf der Jagd nach dem nächsten Thrill. Das Bekannte und Erlebte erscheint ihnen wertlos.
„Tipp Seeker“ sind immer auf der Suche nach dem entscheidenden Tipp, der ihnen in puncto Glück, Erfolg, Zufriedenheit, Zeitmanagement, Ziele erreichen, Traumhaus finden, Koreanisch lernen … endlich den Durchbruch beschert. Aber leider wenden sie nie das an, was sie bereits wissen. Sie kommen nicht ins Tun, und geben womöglich noch anderen die Schuld dafür, weil niemand sie wirklich unterstützt. Sie streben nach der Erfüllung – aber kommen nie wirklich an. Ergo sind sie unglücklich!
Machen Sie sich klar, dass alleine Handeln bereits glücklich macht. Blicken Sie nicht immer auf die Ergebnisse, sondern blicken Sie auf Ihre Entwicklung! Fragen Sie sich in Bezug auf Ihr persönliches Glück: Wollen Sie das Glück suchen oder wollen Sie glücklich sein? „Ja natürlich will ich glücklich sein!“, sagen Sie jetzt vielleicht aufgebracht. „Was für eine Frage!“
Wirklich? Was aber ist, wenn es der Akt der Glückssuche ist, der Ihnen viel mehr Befriedigung schenkt als das Finden? Was ist, wenn Sie gerne „unterwegs“ sind, und das Ankommen eher Nebensache ist? Kennen Sie den Begriff „Fahrt ins Blaue“? Da brechen tausende Cabrio- und Motorradfahrer ohne konkretes Ziel am Wochenende auf – einfach um das Unterwegssein in der schönen Landschaft zu genießen. Eingekehrt wird irgendwo unterwegs und abends kommen wir erfüllt von den Eindrücken des Tages wieder heim. Der Weg war das Ziel.
Ähnlich erlebe ich das bei vielen meiner Klienten. Sie denken immer, sie müssten das ganz große Glück finden – dabei brauchen viele kein konkretes „Ziel“, um im tiefsten Inneren glücklich zu sein. Im Gegenteil. Je mehr sie sich darauf versteifen, ein konkretes „Glücksziel“ zu benennen, desto unglücklicher werden sie. Weil sie das „eine“, das „konkrete“ einfach nicht benennen können.
Geben Sie also Ihrer „Suche“ gedanklich ein neues Etikett, und machen Sie sich klar, dass glücklich sein bei Ihnen bereits im Tun geschieht. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Ein „Ankommen“ im eigentlichen Sinne ist bei Ihnen nicht nötig.

Anti-Glückstipp 2: Erstelle ein Dankbarkeits-Tagebuch

Dankbarkeit hat viele positive Effekte auf uns: Berufstätige, die zwei Wochen lang ein Dankbarkeitstagebuch führten, erlebten eine Reduktion der Stressbelastung um 28 Prozent und der Niedergeschlagenheit um 16 Prozent. Dankbarkeit bewirkte bei Probanden eine 23-prozentige Senkung des Stresshormons Cortisol im Blut und erhöhte den Serotonin-Spiegel. Die Folge: eine erhöhte Ausschüttung des Botenstoffs führt zu Glücksgefühlen.
Allerdings möchte ich Sie davor warnen, jetzt jeden Tag übereifrig in ein Danke-Tagebuch zu schreiben. Das kann nämlich schnell zu einer weiteren Verpflichtung werden, und sobald es Pflicht wird, verliert es die positive Wirkung.
Es kann auch dazu führen, dass Sie glückliche Momente gar nicht mehr richtig genießen können, sondern nur denken: „Hoffentlich vergesse ich das bis heute Abend nicht, ich muss das ja noch aufschreiben!“ Hüten Sie sich davor, in eine Art „Dokumentier-Pflicht-Modus“ zu fallen, in dem Sie statt Gutes zu genießen immer nur auf der Suche nach dem nächsten Gig sind, der es wert ist, ins Tagebuch zu gelangen.
Das kennen Sie vielleicht von der Social-Media-Manie mancher Menschen: anstatt schöne Orte oder die Zeit mit Freuden zu genießen, sind sie nur damit beschäftigt, diese und sich dort in Szene zu setzen, um ein gutes Foto für Social Media zu haben.
Schreiben Sie ein Danke-Tagebuch lediglich sporadisch nach Lust und Laune. Oder lassen Sie einfach abends Ihren Tag vor dem inneren Auge Revue passieren lassen. Für welche Begegnungen, Erlebnisse oder Momente sind Sie dankbar? Fragen Sie sich dabei auch, was Ihr Anteil an diesen schönen Momenten war. Was haben Sie dazu beigetragen, dass dieser Moment entstehen konnte? Machen Sie sich immer wieder klar, dass Sie sehr viel Einfluss auf die kleine Glüxx-Fabrik in Ihnen selbst haben.

Anti-Glückstipp 3: Nutze positive Affirmationen

Um aus negativen Gedanken herauszukommen, um uns positiv, kraftvoll, motiviert  zu stimmen, greifen viele Menschen zu Affirmationen, die sie stärken sollen. Aber Vorsicht! Bitte vermeiden Sie bei Ihren Sätzen Formulierungen wie „Ich bin glücklich“. „Ich bin ein toller Hecht“. Oder „Das schaffe ich mit links!“
Denn solche Aussagen funktionieren bei den meisten Menschen nicht. Oft bewirken sie sogar das Gegenteil. Forscher der University of Waterloo  untersuchten positive Affirmationen und ließen dazu Probanden 16-mal den Satz wiederholen: „Ich bin eine liebenswürdige Person“. Anschließend wurden sie nach Ihrer Befindlichkeit befragt. Das Ergebnis: Die Teilnehmer, die schon vor dem Experiment angegeben hatten, über ein normales bis hohes Selbstwertgefühl zu verfügen, fühlten sich nach der Übung ein kleines bisschen besser. Die Probanden hingeben, die ein eher geringes Selbstwertgefühl mitgebracht hatten, fühlten sich nach der Affirmation sogar noch schlechter. Das Mantra hatte ihnen geschadet.
Den Grund dazu vermuteten die Forscher darin, dass die Formulierung „Ich bin eine liebenswürdige Person“ die nicht-selbstsicheren daran erinnert hat, dass sie das doch eigentlich gar nicht seien. Und so klaffte die Schere zwischen „So bin ich“ und „So würde ich gerne sein!“ weiter auf und das frustrierte sie.
Affirmationen helfen also, einen Samen wachsen zu lassen, der bereits da ist. Alles andere machen sie eher kaputt. Deshalb nutzt es auch nichts, uns mantra-artig vorzusagen „Ich bin glücklich!“, wenn wir uns gar nicht so fühlen. Viel sinnvoller ist es, Formulierungen zu finden, die die alte – hinderliche – Aussagen behutsam in eine positive Richtung bringen, wie beispielsweise: „Mir gelingen immer mehr Dinge gut.“ Oder „Ich schaffe diesen nächsten Schritt.“
Suchen Sie Ihre Formulierungen, die Sie sich selbst abnehmen, die Ihnen ein gutes, warmes, sicheres Gefühl geben. Nur dann werden Ihre neuen Überzeugungen Sie auch motivieren und stark machen.

Anti-Glückstipp 4: Glücksroutinen machen happy

Gewohnheiten können uns in unserem glücklichen Leben sehr gut unterstützen, und deshalb dürfen wir auch „glücksbringende“ Routinen gerne neu in unserem Alltag etablieren. Die Ratgeber-Literatur ist mittlerweile voll von Tipps für einschlägige (Morgen-)Routinen – wie den „Miracle Morning“ oder Listen, die vor dem Frühstück von erfolgreichen Menschen abgearbeitet werden. In meinem Buch LMAA – 66 Mini-Plädoyers für mehr Mut, Leichtigkeit und Gelassenheit[i] rufe ich provokativ dazu auf „Stress Dich nicht vor dem Frühstück“, denn manche Erfolgsroutinen bekannter Menschen erzeugen bei einem anderen lediglich Stress und Frust. Und dann mutiert die vermeintliche Glücks-Aktion schnell zum Gegenteil. Oder wie ist das bei Ihnen?

Hier die Top-10-Gewohnheiten erfolgreicher Menschen, was diese VOR dem Frühstück tun.

  1. Früh aufstehen: 90 Prozent der Erfolgreichen stehen an Wochentagen vor 6 Uhr auf. Manche bereits um 4 Uhr.
  2. Wasser trinken.
  3. Bett machen.
  4. Sport machen (Personal Training, Crosstrainer, Tennis).
  5. Meditieren
  6. Keine Mails oder Facebook-Postings. Sondern etwas, was das Gehirn mit guter Nahrung füttert.
  7. Aufschreiben, wofür wir dankbar sind.
  8. Den Tag planen.
  9. Sich dem eigenen Traum widmen und konkret etwas dafür tun.
  10. Quality-Time mit der Familie verbringen.

Ich weiß ja nicht, wie Ihre frühmorgendliche Verfassung ist. Meine ist desolat. Wenn um 6 Uhr der Wecker klingelt, ist mein Schlafpensum noch lange nicht erfüllt. Gähn. Die Vorstellung, um 4 Uhr morgens aufstehen zu müssen, um zumindest zwei Stunden für mich zu haben, ist ein Gräuel. Aber ich probiere alles aus – auch die Top-Ten-Morgentipps der Erfolgreichen.
Machen wir es kurz – nach vier Tagen war ich so unausgeschlafen, dass ich beim Meditieren auf dem harten Wohnzimmerboden eingeschlafen bin, nach dem Mittagessen im Büro selbst nach 5 Espressi keine Zeile schreiben konnte und abends zu Fuß heimging, obwohl ich eigentlich mit dem Fahrrad im Büro war. Am nächsten Tag habe ich den Wecker gar nicht mehr gehört.
Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie solche Listen lesen? Feuert es Sie an, Ihr Verhalten zu verändern und es sich gut gehen zu lassen? Oder macht es Ihnen ein schlechtes Gewissen, weil Sie so faul, so undiszipliniert sind?
Sagen Sie gelassen „LMAA!“ zu Listen und „bewährten“ Erfolgs-Routinen – und picken Sie sich lediglich die Anregungen heraus, die Ihnen wirklich gefallen, die zu Ihnen und Ihrem Alltag passen. Lassen Sie sich von solchen Vorschlägen inspirieren, aber tun Sie dann nur das, was Ihnen wirklich zusagt.

Anti-Glückstipp 5: Befrei Dich von Überflüssigem

Eine gewisse Grundordnung am Arbeitsplatz und in den eigenen vier Wänden kann unsere Produktivität, Kreativität und Zufriedenheit erhöhen, während zu viel Gerümpel, zu viele Deko-Gegenstände, überbordende Regale, vollgestopfte Schränke oder herumliegende Sachen uns offenbar unglücklich machen. Das stellten zumindest Forscher der University of California fest: Bewohner von zu chaotischen Wohnungen erlebten sich als „gestresster und unglücklicher“ als Menschen, die eher nach dem Motto „Weniger ist mehr“ eingerichtet waren. Den Grund dafür sehen die Forscher darin, dass Unordnung häufig mit Scheitern assoziiert wird. Und da die meisten Menschen nicht gerne scheitern, verhindert das schöne Glücksgefühle.
Mit zwiegespaltenen Gefühlen nehme ich allerdings momentan den neuen Trend zum Minimalismus wahr. Egal welchen Fernsehsender Sie gerade einschalten, egal welche Zeitschrift Sie aufschlagen – überall schallt uns seit einigen Monaten der Ruf nach „Weniger ist mehr!“ entgegen. Die Medien stürzen sich auf Rentner, die mit 50 Dingen leben, auf Digitale Nomaden, die als Singles mit lediglich einer Reisetasche auf Achse sind, oder auf Pärchen, die in Tiny-Houses umziehen. Auf YouTube zeigen uns selbsternannte Minimalismus-Coaches, wie wir radikal ausmisten und mit fast nichts leben können, und Ausmist-Bücher landen sogar auf der Spiegel-Bestseller-Liste.
Der Effekt: Immer mehr Menschen sprechen mich an, wie unglücklich sie seien, wie furchtbar es sei, dass sie so viel Zeug haben, wie verzweifelt sie seien, weil sie einfach nicht loslassen und ausmisten können. Das allgegenwärtige „Weniger ist mehr!“ hat sich als Schlechtes-Gewissen-Booster herausgestellt. Anstatt unser Leben zu vereinfachen und uns glücklicher zu machen, stürzt uns der neue Minimalismus-Trend in ein kollektives Unglück. Den meisten Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht es materiell so gut wie nie zuvor. Und jetzt stehen wir vor unseren Bergen des dinglichen Wohlstandes – und fühlen uns unglücklich?
Befreien Sie sich vom Diktat des Minimalismus. Es geht in Ihrem Leben nicht darum, ob Sie viele Dinge haben oder wenige. Es geht darum, dass Sie die für Sie richtigen Dinge haben. Jeder von uns hat ein Wohlfühl-Level wie leer oder gefüllt unsere Regale und Zimmer sind. Und natürlich hat es auch seine Vorteile, wenn uns Dinge umgeben und uns sogar gehören. Besitz schafft ein Gefühl von Sicherheit, wertet vielleicht unser Selbstwertgefühl auf, Statussymbole oder Sammlerstücke können uns allein beim Anschauen schon glücklich machen und viele unserer Gegenstände bergen ja auch emotionale Erinnerungen.
Lösen Sie sich also von den extremen Beispielen aus den Medien .Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen machen, wenn Sie ein paar Dinge mehr besitzen, als lebensnotwenig sind, sondern seien Sie dankbar dafür. Freuen Sie sich, dass Sie sich Dinge leisten können, freuen Sie sich über die Gegenstände, die Ihnen das Leben leichter machen und die Ihnen glückliche Momente verschaffen können – auch wenn Sie den Fondue-Topf nur einmal im Jahr nutzen.

Anti-Glückstipp 6: Hilf anderen

In den vergangenen Jahren hat sich die Glücksforschung intensiv damit beschäftigt, was zu unserem Glück und Wohlbefinden beiträgt. Helfen und für andere Menschen da sein steht dabei ganz oben auf der Liste der glücksbringenden Aktivitäten.
Vielleicht kennen Sie es aus eigener Erfahrung: Helfen macht nicht nur den glücklich, der die Hilfe bekommt, sondern auch den Hilfe-Geber. Wir fühlen uns gut, wenn der andere sich freut oder sogar bedankt. Wir fühlen uns gut, weil wir stolz sein können auf unsere selbstlosen Taten. Wir empfinden innere Wärme, wenn wir etwas geteilt haben.
Doch das klappt nicht automatisch! Wer nämlich nur hilft, um „gutes Karma“ zu sammeln und Helfen als Pflichtübung betrachtet, der verfehlt dieses Ziel. Wer hilft, weil er sonst ein schlechtes Gewissen hat („Du musst dich schon um deine kranke Mutter kümmern, du bist schließlich ihre Tochter!“), der verbraucht beim Helfen Kraft und Energie. Auch wer unerwünscht anderen Menschen seine Unterstützung aufdrückt, kehrt den positiven Effekt schnell um. Denn er entmündigt den anderen, und das sorgt nicht für Wohlbefinden.
Jüngst habe ich einen kritischen Bericht über ehrenamtliche Sanitäter und Feuerwehrleute gelesen, und der Autor ging hart ins Gericht mit den Helfern, die sich aufgrund ihres Einsatzes der Gesellschaft moralisch überlegen fühlten. Er kritisierte die Haltung derjenigen, die ihre Hilfsaktionen wie einen Schild vor sich hertrugen und sich als die „besseren Menschen“ fühlten.
Ich kann seinen Ansatz nachvollziehen, denn sobald Helfen zum Selbstzweck verkommt oder gar ins Helfersyndrom kippt, fühlen wir uns auch als Annehmender nicht mehr gut. Wer gibt und Dankbarkeit fordert, der hat das Kernprinzip nicht verstanden. Klar freuen wir uns über ein „Dankeschön“, aber wenn Dankbarkeit der Preis ist, mit dem eine gute Tat bezahlt werden muss, dann verliert sie als gute Tat ihre Sinnhaftigkeit.
Ich glaube, das ist das Geheimnis: Wer hilft und sich dabei selbst verliert, der wird nicht glücklich. Wer allerdings auf die eigenen Bedürfnisse achtet, wer gut für sich selbst und die eigenen Wünsche sorgt und dann für andere Menschen da ist, der hat eine echte Quelle des Glücks aufgetan.
Lassen Sie Ihre Hilfsbereitschaft Ihnen in Fleisch und Blut übergehen, und sei Sie absichtslos für die anderen da. Seien Sie gut zu sich selbst – und lassen Sie andere teilhaben.

[i] Vgl. Cordula Nussbaum, LMAA – 66 Mini-Plädoyers für mehr Mut, Leichtigkeit und Gelassenheit, Gabal 2018, S. 96f.

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„Glücks-Trainerin Cordula Nussbaum verrät, wie wir es schaffen, zu viel Stress und Druck abperlen zu lassen,
um entspannter durchs Leben zu gehen.“

Bild der Frau

Für wen ist „Meine GlüXX-Factory“ geeignet?

An diesem Buch werden alle Freude haben, die

  • eine Extra-Portion Lebensfreude in ihr Leben holen wollen

  • bewusst ihren Alltag so gestalten wollen, dass er viele glückliche Momente bringt

  • von Grund auf ihr Leben verändern wollen, damit sie ein erfülltes Leben leben können

  • Spaß an neuen Impulsen für mehr Zufriedenheit haben

  • es verschenken wollen, damit andere Menschen mehr Happiness erleben

  • gerade einen Durchhänger haben, und raus wollen aus dem Tal

  • keinesfalls das echte, wahre Glück im Leben verpassen wollen.

Cordula Nussbaum, Coach & Autorin

Wer ist die Autorin?

Das sagt der Verlag über mich: „Cordula Nussbaum ist die etwas andere Expertin für persönlichen Erfolg. Millionen Menschen lieben die unkonventionellen Impulse der 19-fachen Buchautorin, Rednerin, Trainerin und Coach. Ihr Blog GlüXXFactory.de und ihr Podcast erreichen Glückssucher und Erfolgsmacher weltweit. 2019 wurde die Psychologin unter die „TOP 10 Trainer & Influencer Management“ gewählt. Sie wurde bekannt durch ihren Bestseller „Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?“.“

Das kann ich ergänzen: Seit vielen Jahren treibt mich die Frage um, wann die Menschen glücklich sind. Was macht Männer, Frauen und Kinder happy? Wann verspüren wir eine tiefe innere Zufriedenheit? Wann erleben wir uns als erfolgreich? Wann sprechen wir von einem erfüllten Leben? Welche Spuren hinterlassen glückliche Menschen – und welche die unglücklichen? Wie erkennen wir, dass wir glücklich sind? Und dürfen wir uns überhaupt den Luxus gönnen, über solche Fragen nachzudenken? Macht das Nachdenken über Glück glücklich – oder doch viel eher unglücklich? Das Ergebnis meiner langjährigen Arbeit zu den Themen Glück, Erfolg, Motivation und Selbstmanagement halten Sie mit der Glüxx-Factory in Händen.

Vielleicht fragen Sie sich an dieser Stelle: Was bringt „Deutschlands bekannteste Organisationsexpertin“ (WDR) und „führende Zeitmanagementexpertin“ (RTL) dazu, jetzt ein Buch über Glück zu schreiben? Die Suche nach den Quellen von Glück und Erfolg war offenbar schon immer meine Passion. Sei es als 15-Jährige, als ich jüngeren Schülern Nachhilfe gab, als Tutorin oder als Mentorin für sie da war – andere Menschen zu befähigen, ihre Glücksquellen freizulegen und zu nutzen, erfüllt mich. Auch als ich im Jahr 2002 parallel zu meiner Arbeit als freie Wirtschaftsjournalistin anfing, Kollegen zum Thema »Marketing für Freiberufler« zu schulen, war der Tenor meiner Seminare immer: Wie könnt ihr euch so aufstellen, dass ihr glücklich und erfolgreich leben könnt?

Und so sehe ich es als meine Mission an, in allen meinen Tätigkeiten die Welt ein bisschen glücklicher zu machen, und die Menge an „GlüXX-Botschaftern“ stetig wachsen zu lassen. Machen Sie mit? Ich freue mich auf Sie! Beispielsweise dann im „Kaminzimmer“ der GlüXX-Botschafter, dessen Zugang Sie mit dem Workbook zum Buch erhalten.

Ich habe das Buch bereits, und will zum Bonusmaterial mit dem wertvollen Workbook, vertiefenden Links und den Überraschungen.

Jetzt Buch bestellen und wertvolles Workbook sichern.

Eine positive Grundhaltung bedeutet für mich nicht, den Blick zu verschließen vor den Widrigkeiten des Lebens, vor Hunger, Katastrophen oder Schwierigkeiten. Nein, es bedeutet wahrzunehmen, dass das Leben nicht immer ein Honigschlecken ist, dass wir auch mal traurig sind und liebe Menschen verlieren. Es bedeutet, dass wir immer wieder darüber nachdenken, wie wir dazu beitragen können, die Dinge besser zu machen, die Welt zu verändern, uns und andere Menschen glücklich(er) zu machen. Und positive Grundeinstellung heißt auch, den Blick schneller wieder auf das zu lenken, was schön und lebenswert ist.

Glücksforschern zu folge hängt unser Glücksempfinden zu 50 Prozent von unseren Genen ab und zu 10 % Prozent wird es von unseren Lebensumständen bestimmt. Das bedeutet, zu 40 Prozent können wir selbst und aktiv Einfluss auf unser Glück nehmen!

Und so geht es*:

  • 1. Hören Sie auf, dem Ziel „ich muss glücklich sein“ nachzujagen. Wer das tut, richtet in der Regel den Focus permanent darauf, was er (noch) nicht hat, was fehlt oder nervt.

  • 2. Seien Sie überzeugt davon, dass Sie mehr glückliche Momente in Ihr Leben bringen können, als Sie denken.

  • 3. Fangen Sie in kleinen Schritten an, glückliche Situationen zu schaffen und unglücklich machende zu reduzieren. Das verändert zum einen den Grad an Glücksmomenten per se und stärkt zum anderen Ihre Selbstwirksamtkeit, was wiederum automatisch zu einer Dopamin-Ausschüttung führt. Denn alles was wir selbst schaffen, macht glücklich!

Denken Sie jetzt an Ihren heutigen oder gestrigen Tagesablauf zurück. Und schreiben Sie uns, was war Ihr Anteil, Ihr Beitrag damit Sie schöne Momente erleben konnten?

Wir freuen uns auf viele Kommentare!

*Quelle: Meine Glüxxfactory_Seite 156

Advent – Tun Sie sich und der Welt etwas Gutes

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps als Kommentar unter diesem Beitrag. Nach Weihnachten verlosen wir unter allen Kommentatoren Buch-Überraschungs-Pakete von GABAL und Campus, sowie eine Übernachtung für 2 Personen im Schlosshotel Oberambach. Die Spielregeln finden Sie hier.

 

Und noch mehr: mit unserem Online-Adventskalender möchten wir gemeinsam ein Zeichen FOR FUTURE setzen und lassen für jeden Ihrer Kommentare einen Baum pflanzen. Schaffen wir 5.000 Bäume? Bestimmt! Teilen Sie diesen Adventskalender mit anderen Menschen – gemeinsam haben wir die Power.

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Eine positive Grundhaltung bedeutet für mich nicht, den Blick zu verschließen vor den Widrigkeiten des Lebens, vor Hunger, Katastrophen oder Schwierigkeiten. Nein, es bedeutet wahrzunehmen, dass das Leben nicht immer ein Honigschlecken ist, dass wir auch mal traurig sind und liebe Menschen verlieren. Es bedeutet, dass wir immer wieder darüber nachdenken, wie wir dazu beitragen können, die Dinge besser zu machen, die Welt zu verändern, uns und andere Menschen glücklich(er) zu machen. Und positive Grundeinstellung heißt auch, den Blick schneller wieder auf das zu lenken, was schön und lebenswert ist.

Glücksforschern zu folge hängt unser Glücksempfinden zu 50 Prozent von unseren Genen ab und zu 10 % Prozent wird es von unseren Lebensumständen bestimmt. Das bedeutet, zu 40 Prozent können wir selbst und aktiv Einfluss auf unser Glück nehmen!

Und so geht es*:

  • 1. Hören Sie auf, dem Ziel „ich muss glücklich sein“ nachzujagen. Wer das tut, richtet in der Regel den Focus permanent darauf, was er (noch) nicht hat, was fehlt oder nervt.

  • 2. Seien Sie überzeugt davon, dass Sie mehr glückliche Momente in Ihr Leben bringen können, als Sie denken.

  • 3. Fangen Sie in kleinen Schritten an, glückliche Situationen zu schaffen und unglücklich machende zu reduzieren. Das verändert zum einen den Grad an Glücksmomenten per se und stärkt zum anderen Ihre Selbstwirksamtkeit, was wiederum automatisch zu einer Dopamin-Ausschüttung führt. Denn alles was wir selbst schaffen, macht glücklich!

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