Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge

9. Dezember 2019
gutes tun

Ein schöner Gedanke, jemand einen Espresso auszugeben, der sich selbst keinen leisten kann, nicht wahr? Was als „Caffè sospeso“* nach dem zweiten Weltkrieg in Neapel begann, kennt man heute als „Suspended Coffee“, der aufgeschobene Kaffee und immer immer mehr Cafés und andere Gastronomien haben diese Idee bereits aufgenommen und umgesetzt. Der spendierte Espresso kommt in einen Sammeltopf  und kann dann von jemand Bedürftigen eingelöst werden. Inzwischen gibt es das Projekt auch in erweiterter Form für Bäckereien, Eisdielen und Friseur Salons. Diese Initiative nennt sich „Brot am Haken“ und ist in vielen Großstädten zu finden. Sie kaufen zum Beispiel zwei Brezen, nehmen aber nur eine mit. Der Bon für die Zweite wird dann als »Geschenk« an den Haken gehängt. Jeder kann sich dieses Geschenk vom Haken nehmen und gegen eine Breze einlösen.
Am Besten also gleich herausfinden, wo sich der nächste Laden im Viertel befindet. 🙂

Wir wünschen Ihnen einen besinnlichen Start in die 2. Advents-Woche mit Genuss!  Schreiben Sie uns bitte gerne Ihre persönlichen Erlebnisse dazu. Wir freuen uns auf viele Kommentare.

*Quelle: LMAA – 66 Miniplädoyers für mehr Mut, Leichtigkeit und Gelassenheit, S. 95.

Advent – Tun Sie sich und der Welt etwas Gutes

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps als Kommentar unter diesem Beitrag. Nach Weihnachten verlosen wir unter allen Kommentatoren Buch-Überraschungs-Pakete von GABAL und Campus, sowie eine Übernachtung für 2 Personen im Schlosshotel Oberambach. Die Spielregeln finden Sie hier.

 

Und noch mehr: mit unserem Online-Adventskalender möchten wir gemeinsam ein Zeichen FOR FUTURE setzen und lassen für jeden Ihrer Kommentare einen Baum pflanzen. Schaffen wir 5.000 Bäume? Bestimmt! Teilen Sie diesen Adventskalender mit anderen Menschen – gemeinsam haben wir die Power.

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Edelgard

Diese Aktion kenne ich leider nur aus deinem Buch, liebe Cordula. Finde sie sehr gut. An meiner Arbeitsstelle gibt es eine Ausstellung für die Öffentlichkeit, die kostenlos zugänglich ist. Bisher haben wir alle Aussagen, doch Eintritt zu nehmen, abgelehnt. Das soll auch so bleiben, denn ich finde es wichtiger, dass alle Menschen unsere Ausstellung besuchen können unabhängig vom Einkommen. Hin und wieder stellen wir auch Dinge hin, die wir nicht mehr brauchen, aber die noch in Ordnung sind und bieten sie für die kostenlose Mitnahme an. Ist zwar kein Espresso, wird aber auch gerne genommen. Auch ein kleiner Schritt zum… mehr »

Amazone

Ich habe zehn Jahre Telefonseelsorge gemacht. Jetzt bin ich ehrenamtlich tätig als Hospizbegleiterin (für Kinder und Erwachsene). Gerade hatte ich bis Mitte November eine ältere Frau, die ich begleitet habe. Sie ist in Frieden gestorben. Diese Tätigkeit erdet mich und zeigt mir, wie gut es mir geht, weil ich gesund bin, das machen kann, was ich möchte und meine Zeit sinnvoll nutze.

Alexandra

Guten Morgen Amazone,

ich habe sehr großen Respekt vor dieser / derartigen Tätigkeiten, ich bekomme bereits beim Schreiben dieser Zeilen Gänsehaut. Es ist eine großartige und auch sehr fordernde Tätigkeit, davor kann ich mich nur verneigen!

Derartige Einrichtungen dürfen gerne ein Stück mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ich hab vor einigen Jahren an ein bestimmtes Hospiz gespendet und war erstaunt, dass es (nicht wie bei vielen anderen Organisationen) keine „lauten Infos“ für Spenden gab, sondern ich hab einige Mails geschickt, bis ich eine Konto-Nr. erhalten habe.

Alles Gute und einen schönen Wochenstart!

Sonja

Welch wundervolle Idee! Hier leider 150km entfernt, aber ich werde davon erzählen; vielleicht entsteht ja noch etwas.

Silvia W.

Ich nutze gerne im Kindergarten den zu verschenken Tisch und bin immer wieder überrascht wie schnell die Dinge ein neues Zuhause finden.

„Caffè sospeso“ oder ähnliches ist leider nur in Großstädten zu finden.

Bei unserer TAFEL kann man im Dezember Pakete mit Weihnachtsessen spenden.
Das machen wir auch jedes Jahr mit großer Freude. So lernen meine Kinder, dass es nicht allen Menschen so gut geht wie uns!

Bettina

in Wien beteiligen sich viele Lokale an der Aktion Suppe mit Sinn
diese kaufst du, und eine bedürftige Person bekommt ebenfalls eine

Phara

Ja, das ist eine ganz grossartige Sache. In Zürich gibt es mehrere Cafés, die sich an einer solchen Aktion beteiligen. Odachlose können hier warme Getränke beziehen, die zuvor ein Kunde bezahlt hat.

STKreativa

Ich hab meiner Kollegin einen spendiert und Sie hat sich gefreut weil Sie es auch nötig hatte. Tolle Aktion und tolle Idee.

Dimitra

Ich habe alle gut erhaltenen Sportsachen meines Sohnes für einen jüngeren Iraker gespendet, der erst kurze Zeit in Deutschland ist und bei uns im Verein mit Fußballspielen angefangen hat. Seine Dankbarkeit zu sehen hat mich berührt und auch für meinen Sohn war dieses Geben eine wichtige Erfahrung.

Regina

Wir sind hier auch auf dem Land und direkt weiß ich von keiner Bäckerei/Cafe, bei denen es möglich/üblich ist, in die Kreisstadt komme ich höchst selten. Ich unterstütze gerne die „Kleiderstube“ am Ort, man kann dort gut erhaltene Kleidung/Spielzeug/Accessoires hinbringen als Spende. Jedermann/frau kann auch dort einkaufen, die Sachen werden zu kleinsten Preisen verkauft, der Erlös kommt wiederum Bedürftigen zugute (unbürokratisch und direkt im örtlichen Umfeld). Diese Einrichtung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem niederschwelligen Hilfsangebot entwickelt, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen kennen ihre Kunden und wissen inzwischen, wo es bei ihnen brennt. Es wird dadurch verschiedenste Hilfe vermittelt und… mehr »

Rosa-Maria

Diese Aktion gibt es immer mehr auch in Cafes – bezahle zwei Kaffee oder ähnlich – und trinke nur einen, der andere ist für jemanden, der sich keinen leisten kann…
So eine schöne liebevolle Idee.

lena

Bei mir im Viertel gibt es Geschenk- und Tauschtische; ansonsten ist es auch einfach eine schöne Gesten einem Mitmensch an der Supermarktkasse, in der U-Bahn, auf der Strasse einen Augenblick echte Aufmerksamkeit zu schenken. Ein offener Blick, ein echtes Anlächeln, ein kleines Kompliment!

Natalie

Bei uns in der Gegend bin ich noch nirgends einer derartigen Aktion (mit dem Kaffee) begegnet. Es gibt einen Rotes-Kreuz-Kleiderladen, an den man spenden kann. Die Idee der „Kleiderstube“ finde ich großartig.

Jörg Küppers

Eine wirklich tolle Idee die ich sofort unterstützen würde, leider habe ich davon gerade zum ersten Male gehört, ich werde mich kundig machen wie und wo ich das unterstützen kann.
Danke für den schönen Hinweis.

Alexandra

Ich kenne diese Aktion gar nicht, finde ich aber klasse und werde mich mal schlau machen, ob das auch bei uns in der Nähe so ist oder nur in Groß-Großstädten. Jedenfalls hoffe ich, dass dieses schöne Geben auch bei den Richtigen, also wirklich Bedürftigen, ankommt.

Ulla

Am letzten November-Wochenende findet seit einigen Jahren an meinem Wohnort eine grosse Spendenaktion von Lebensmitteln statt. Freiwillige Helfer stehen 1 Tag lang in Supermärkten und motivieren eintretende Kunden, Grundnahrungsmittel zu kaufen, die sie dann für diese Aktion spenden können. Das ist eine grossartige Aktion für Hilfsbedürftige, die vor Weihnachten mit diesen Spenden versorgt werden. Ich spende ausser Grundnahrungsmitteln gerne auch etwas Süsses – ich denke, dass sich manche an Weihnachten auch darüber freuen, nicht nur mit dem lebensnotwendigen versorgt zu werden. In regelmässigen Abständen durchforste ich meinen überquellenden Kleiderschrank nach Kleidung, die ich nicht brauche. I.d.R. sind die Sachen in… mehr »

Bojo

Eine wunderbare Idee, von der ich schon gelesen hatte. Leider wohnen wir in einer recht kleinen Stadt, die mir auch nicht allzu offen für Neues scheint. Aber vielleicht lässt sich die Aktion ja initiieren…
Hat damit jemand Erfahrung?

Felicitas

Habe neulich erst davon im Radio gehört- toll finde ich, dass es solch ein Cafe in einem unserer „Szenebezirke“ gibt (leider weit weg von mir, sodass ich es nicht selbst testen konnte). Mir gefällt vor allem, dass dem nicht dieser „Hilfe für die Bedürftigen“-Gedanke innewohnt, der für mich oft so etwas Herablassendes hat, sondern dass es so anonym bleibt, wer davon der/die NutzerIn ist, eben wie ein ganz normaler Cafebesuch! Inzwischen gibt es da ja einige gute Ideen, z.B. auch die Telefonzellen mit Regalen für Bücherspenden, wir legen in unserem Wartezimmer auch öfters Bücher und gute Zeitschriften zum Mitnehmen aus,… mehr »

Ina

Was für eine zauberhafte Idee 🙂 Das finde ich wunderbar, eine tolle Art der Sachspende und die, die sich es nicht leisten können, können teilhaben. Das ist ein Aspekt, der mich immer traurig stimmt, wenn ich z.B. an Café-Besuche denke. Wer jeden cent umdrehen muss, der kann nicht teilhaben und wird indirekt ausgegrenzt. Finde es eine schöne Vorstellung, das etwas lindern zu können. Eine Gesellschaft des Miteinanders 🙂 Muss gleich mal sehen, ob es das bei uns in der Nähe auch gibt!

Anke

Ich versuche, meine Familie zu motivieren, einen ausländischen Studierenden über Weihnachten zu uns einzuladen. Auch als Danke Schön, dass wir, vor allem auch unsere Tochter, immer wieder die Gastfreundlichkeit in anderen Ländern erleben. Und ich stelle mir vor, dass das auch eine große Bereicherung für uns alle ist.

Traveller

Gehört habe ich vom „Suspended coffee“ schon in einem Fernsehbericht, bei uns in der nahe gelegenen Kleinstadt ist mir diese schöne Aktion noch nicht untergekommen. Ich werde mal drauf achten bzw. beim nächsten (seltenen) Café-Besuch diese Aktion anregen. Bin gespannt auf die Reaktion. Eine Kleiderkammer gibt es im Nachbarort, dort haben wir nach dem Tod meiner Mutter viele fast neuwertige Kleidungsstücke und auch gutes Geschirr hingebracht. Und seit mehreren Jahren stricke ich zu jeder Wintersaison Mützen aus übrig gebliebener Wolle (ich stricke viel und habe schon von anderen Wolle dafür bekommen). Hat angefangen, als in 2015 Winterkleidung und eben auch… mehr »

Sigrid

Eine liebe Kollegin, die als Gleichstellungsrätin arbeitet, hat neulich von einer für sie wichtigen Erfahrung des gemeinsamen Kaffeetrinkens erzählt: vor langer Zeit, also sie noch Praktikantin war, ging sie regelmäßig während der Pause mit einer Kollegin zum Kaffee, die im Team sehr gemobbt wurde. Jahre später traf sie sie wieder und hat sich bei ihr entschuldigt, dass sie damals nicht für sie eingestanden ist (was als Praktikantin sicher nicht leicht gewesen wäre, der gemeinsame Kaffee war gar nicht mehr in ihrer Erinnerung). Da hat die erfahrenere Kollegin zu ihr gesagt: du weißt gar nicht, wie sehr es mir damals geholfen… mehr »

Janine

Schade, gibt es bei mir zu Hause leider nicht. Und ich geh mir auch eher selten einen Kaffee holen, aber auf Arbeit haben wir eine Cafeteria, da werd ich demnächst mal jemandem was spendieren 🙂