Gemeinsam ist das beste Wort für Jetzt und die Zukunft

6. Dezember 2019
gemeinsamwas bewegen

Zum Nikolaus-Tag unsere traditionelle kleine Geschichte zum Selbstlesen, Vorlesen und Nachdenken.

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: „Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er sich, „und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich – und ich mich selbst am wenigsten.“

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. „Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein“ jammert es „und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?“

Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchten an die Türe.

Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: „Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab‘ da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab‘ dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!“

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: „Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.“

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

(Verfasser leider unbekannt)

Welche gemeinschaftlichen Momente oder Erlebnisse sind für Sie unvergesslich? Wir freuen uns auf viele Stories!

Advent – Tun Sie sich und der Welt etwas Gutes

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps als Kommentar unter diesem Beitrag. Nach Weihnachten verlosen wir unter allen Kommentatoren Buch-Überraschungs-Pakete von GABAL und Campus, sowie eine Übernachtung für 2 Personen im Schlosshotel Oberambach. Die Spielregeln finden Sie hier.

 

Und noch mehr: mit unserem Online-Adventskalender möchten wir gemeinsam ein Zeichen FOR FUTURE setzen und lassen für jeden Ihrer Kommentare einen Baum pflanzen. Schaffen wir 5.000 Bäume? Bestimmt! Teilen Sie diesen Adventskalender mit anderen Menschen – gemeinsam haben wir die Power.

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Edelgard Heim

Im Team arbeiten ist bei mir regelmäßiges Alltagsgeschäft. Häufig erledige ich den organisatorischen Hintergrund, besorge das Geld und dann treten unsere Macher auf den Plan, die das Expertenwissen mitbringen. Schön dass ich meist auch eigene Ideen einbringen kann

Alexandra

Wow – welch eine wunderschöne Geschichte! Ich hoffe, sie wird quer durch die Welt getragen, gelesen und verinnerlicht. Manchmal reicht ein Blick über den Tellerrand, ein wenig Empathie und eine Spur von „sich öffnen“. So könnte die Welt durch viele Teelichter oder auch Kerzen ein Stück heller werden …

In diesem Sinne – einen gemeinschaftlichen und besinnlichen Wochenausklang!

Dimitra

Liebe Cordula, liebe Mitschreiber, ja, es ist besonders, hier meine Gedanken mit Euch allen teilen zu können, Inspiration zu erhalten oder andere zu inspirieren!
Ich finde es schön, im Team zu arbeiten, mich einzubringen, anderen „ihren“ Raum zu lassen. Wenn wir uns zusammentun, und jeder SEINS einbringt, dann kann es nur großartig werden 🙂

Natalie

Mir fällt auch gleich dieser Blog ein und die wunderbaren Kommentatoren, also ihr, die mich bestärken und inspirieren!
Vielen Dank für eure Offenheit und die Zeit, die ihr euch nehmt hier etwas von Herzen zu teilen! Eine liebevolle Adventszeit wünsche ich Euch!

Dorothee

Es gibt dieses schöne Sprichwort: geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude. Ein großes Dankeschön an alle mein Freundinnen, die immer bereit sind mein Leid zu teilen und es mir damit halbieren.

Sonja

Diese Geschichte hatte ich schon einmal gehört und wieder vergessen – was für eine wundervolle Erinnerung zur Adventszeit! Als die, die wir sind, gemeinsam Licht schaffen, das wird mein Motto für die kommenden Wochen.

Dorothea

Ich muss jetzt ganz ehrlich sagen: mich hat diese Geschichte ein wenig bedrückt.
Ich konnte es mir erst nicht erklären.
Aber im Lauf des Tages kam mir die Erkenntnis, dass es möglicherweise die Grundhaltung ist, die in dieser Geschichte steckt.
Vielleicht müssen der Baumwollfaden und das Wachs doch nicht unbedingt etwas bewirken.
Man kann es doch auch so sehen, dass uns das Leben geschenkt ist, nur damit wir es erleben.
Und nicht unbedingt um etwas zu bewirken und für irgendwen bedeutsam zu sein.

Rosa-Maria

LiebeDorothea,
du schreibst mir aus dem Herzen.
So schön es ist, wenn sich Faden und Wachs ergänzen, so ist dochjede für sich ein ganzes und vollkommen. Wie wir.

Regina

Ich habe in den vergangenen Wochen zusammen mit vielen Frauen einer kirchlichen Frauenorganisation einen Adventsmarkt vorbereitet und durchgeführt. Jede Frau hat nach ihren Talenten und ihrem persönlichen Zeitbudget mitgeholfen. Heraus kam am letzten Samstag eine erfolgreiche Veranstaltung mit einem guten Reinerlös, der an eine karititive Einrichtung gespendet wird. Gemeinsam können wir viel bewirken!

Amazone

Zusammen etwas bewirken, das ist etwas Schönes und Sinnvolles. Es ist wie beim Singen: alle Stimmen zusammen ergeben einen wunderbaren Klang oder beim Mannschaftssport. Genauso sollte es in der Arbeit sein. Aber oft klappt das nicht. Ich bin ein Teamplayer und freue mich, wenn alle zusammen ihre Begabungen und Stärken ganz individuell mit einbringen. Wichtig ist mir, dass jeder die gleiche Wertschätzung erhält, im Gegensatz zu vielen Unternehmen, die Leistungen unterschiedlich werten und bewerten und Hierarchien entstehen.

Phara

Eine unglaublich berührende Geschichte! Lasst uns alle füreinander da sein und erkennen, dass auch die Kleinen und Dunklen eine Daseinsberechtigung haben.

In meinem Beruf merke ich immer wieder, dass das grosse Ganze leidet, wenn wir uns nicht zusammentun und unsere Stärken gegenseitig beflügeln.

Foxi

Ich stecke gerade wieder in der Jahresendralley. Zum einen geht ein Projekt live, zum anderen stehen, wie jedes Jahr noch arbeiten an, die erst kurz vor dem Jahreswechsel gemacht werden können und aus gesetzlichen Gründen vor dem neuen Jahr erledigt sein müssen. Ohne meine Kollegen und die berühmte extra Meile aller Beteiligten wäre das weder zu schaffen noch zu ertragen, da trotz allem zwischen drin geblödelt und gelacht wird.
Danke an alle, bei denen TEAM nicht heißt : Toll ein anderer macht’s!

Ina

Zusammen macht alles viel mehr Spaß 🙂 selbst zusammen still sein 😉 was ich schön finde, ist diese Aktion hier, gemeinsam Bäume „erarbeiten“ 🙂

Traveller

So schön ich den Gedanken finde, gemeinsam Licht in die Welt zu bringen, denke ich – ähnlich wie Dorothea – dass die Geschichte auch noch einen anderen Aspekt hat, den ich eher traurig finde:
Sowohl der Baumwollfaden als auch das Wachs sehen sich selber als zu klein, zu unbedeutend, schämen sich regelrecht dafür. Da fehlt das Selbstbewusstsein aber sowas von!
Das spiegelt aber gut unsere Gesellschaft, in der Größe, Geld, Macht etc. bestimmend sind.

Britta Scholten

Gerade ein sehr schönes Erlebnis mit relativ Unbekannten: Vor drei Wochen haben wir zu viert einen Working-out-loud-Circle gegründet. Obwohl wir uns nicht kannten und auch aus ganz unterschiedlichen Ecken kommen, arbeiten wir sehr konstruktiv und haben schon die ersten gegenseitigen. Hilfestellungen geben können.

Dolcevita

Vielen Dank für diese wunderschöne Geschichte und insgesamt den ganzen Adventskalender.
Teamwork ist mein tägliches Geschäft, nur gemeinsam mit den Kollegen/innen und unseren Dienstleistern schaffe ich die großen und kleinen Herausforderungen.
Und weil mir die Geschichte so gut gefällt, werde ich sie in diesem Jahr mit meinen Weihnachtswünschen an mein Dreamteam teilen. Ich hoffe, das beschert auch dem Adventskalender hier noch schön viel Traffic.

Janine

Ich wünschte es würden mehr Leute auf dieser Welt erkennen, dass es nicht nur effizienter sondern auch schöner und heilsamer ist, wenn man gemeinsam anpackt. Stattdessen arbeiten so viele im stillen Kämmerlein, wollen alles allein machen und schaffen, verstecken ihre Arbeit, damit ihnen ja bloss niemand was abguckt oder eine Idee klauen könnte. Zusammen kann man viel mehr erreichen, verschiedene Ideen einbringen und verwirklichen. Wenn alle zusammenarbeiten würden, wäre diese Welt eine ganz andere.