Wozu noch gute Vorsätze?

29. Dezember 2014

Ein „guter“ Vorsatz für das neue Jahr, was ist das überhaupt? Welche Ziele im Leben wirklich weiterführen und wie die guten Vorsätze dabei helfen können, erklärt Coach und Autorin Cordula Nussbaum. Lesen Sie das aktuelle Interview mit der „Deutschen Welle“.

 

Cordula Nussbaum ist Coach in München und Expertin für ein kreativ chaotisches Zeit- und Selbstmanagement. Sie stellt die Talente der Menschen in den Mittelpunkt und inspiriert in Seminaren und Büchern zu eigenen Wegen. Dafür prüfte und lobte Stiftung Warentest das Buch »Organisieren Sie noch oder leben Sie schon?« mit seiner „unkonventionellen Herangehensweise“ unter den aktuellen Zeitmanagement-Ratgebern (Sonderheft Karriere 11/2009).

Immer zum Jahresende ruft Cordula Nussbaum ihre Klienten und Seminarteilnehmer in einer Onlineaktion dazu auf, ihre guten Vorsätze preiszugeben. In ihrem neuen Buch „Geht ja doch!“, das im März 2015 erscheint, verrät sie einige Tipps und Strategien, wie sich Träume, Ziele und verrückte Ideen verwirklichen lassen.

DW: Frau Nussbaum, Sie machen diese Befragung zu den guten Vorsätzen schon seit einigen Jahren. Hat sich da etwas verändert in dem, was die Leute sich vornehmen?

Cordula Nussbaum: Es war lange Jahre so, dass die Leute eher gesagt haben: schneller, höher, weiter, mehr erreichen, Karriere machen. Und da merke ich jetzt wirklich ein deutliches Umdenken. Andere Werte stehen im Fokus. Dazu gehören Beziehungen zu anderen Menschen oder die Suche nach einer Arbeit, die auch Spaß macht. Ich merke in meinen Seminaren, dass immer mehr Menschen sagen: Lieber weniger verdienen, dafür Zeit für mich haben, für Freunde und für sinnvolle Tätigkeiten.

Macht es einen Unterschied, ob ich einen guten Vorsatz mit „ich muss unbedingt“ oder „ich möchte“ einleite?

Das macht absolut etwas aus. Für mich ist die beste Frage: „Warum?“ Wenn ich den Klassiker nehme, ich will mit dem Rauchen aufhören, und ich frage mich warum, dann sagen viele „weil es schon lange nervt, und weil man’s halt will“. Aber das ist kein kraftvolles „Warum“. Ein kraftvolles „Warum“ wäre zum Beispiel, wenn ich Kinder habe und mein Sohn zu mir gesagt hat: „Papi du stinkst nach Rauch, mit dir schmuse ich nicht mehr.“ Bei den klassischen Neujahrsvorsätzen hat man diese ausschlaggebenden Gründe meistens nicht. Wenn einem etwa für sportliche Vorhaben keine gute Antwort einfällt, dann ist es ein – wie ich sage – „Alibiziel“ und wird nicht tatsächlich zu einer Veränderung führen.

Das komplette Interview online bei dw lesen….

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