Viele Menschen sprechen mich schon darauf an, dass ihnen vor Weihnachten graut. Und ob ich nicht ein paar Ideen für weniger Stress für Sie habe. Ja, in 25 Tagen ist es soweit, doch statt Freude und Besinnlichkeit sehen sich die meisten vor lauter Geschenke-Besorgen, Verwandtschaftstreffen, angespannten Stimmungen, Küchenmarathons und unerfüllten Erwartungen schon vor den Festtagen erschöpft statt fröhlich auf der Couch liegen.

Damit diese Situation bei Ihnen erst gar nicht aufkommt, nehmen Sie jetzt schon Druck aus den Weihnachtsvorbereitungen. Mit diesen – von mir selbstverständlich selbst-geprüften – Tipps werden Sie es schaffen:

  • Schränken Sie den Kreis der Beschenkten ein. Jetzt auf den letzten Drücker erst recht! Sie haben tausend Namen im Kopf – doch wollen Sie wirklich alle beschenken? Fühlen Sie sich nicht verpflichtet, zu schenken, nur weil Sie im letzten Jahr beschenkt wurden.

  • Schenken Sie gemeinsame Zeit. Zum Beispiel Konzertkarten, einen Tag in der Natur, ein Abendessen im Lieblingsrestaurant, ein Abenteuer im Escape-Room etc. Das hat zwei wesentliche Vorteile für Sie: Sie ersparen sich den Weg in die Innenstadt und Sie kommen ebenfalls in den Genuss Ihrer Geschenkidee. Die Website Zeit statt Zeug hat dazu eine Menge richtig guter Ideen zusammengestellt. Meine Lieblingstipps: „Waldluft statt Parfüm“ und „Nackenmassage statt Schal“.

  • Teilen statt Schenken. Manche Menschen haben scheinbar schon alles. Wie wäre es in diesem Fall, wenn Sie Spenden schenken? Verzichten Sie auf Verlegenheitsgeschenke, denn es ist schade ums Geld!

  • Wachsen lassen. Verschenken Sie persönliches Wachstum – mit einem Coaching oder Onlinekurs – gerne auch bei mir :-). Schnell bestellt, sofort geliefert, lange Freude.

  • Unverpacktes ist der Trend. Wenn Sie Geschenkeeinpacken eh noch nie leiden konnten, dann verzichten Sie in diesem Jahr darauf. Setzen Sie auf den „Unverpackt“-Trend. Alternativ könnten ein kariertes Küchenhandtuch nutzen oder die Zeitung von gestern.

  • Co-Cooking. Teilen Sie das geplante Fünf-Gänge-Menü auf den Besuch auf. Sie übernehmen die Vorspeise, Ihre Freundin backt den Schokokuchen, die Mutter ist für die Hauptspeise zuständig. Bieten Sie dafür Ihre Küche an – so wird aus dem mühseligen Weihnachtskochen ein unterhaltsames Beisammensein. Betrachten Sie das Kochen nicht als lästige Pflicht, sondern als Geschenk an die anderen.

  • Antizyklisch. Versuchen Sie in den kommenden Tagen so gut wie möglich zu den Zeiten unterwegs zu sein, wenn alle anderen noch schlafen, oder schon wieder daheim sind. Schwimmen Sie in den Geschäften gegen den Stosszeiten-Strom, das erspart eine Menge Zeit und Nerven.

  • Wohnung statt Ausstellung. Der Weihnachtsbesuch kommt zu Ihnen? Und Sie wollen die Wohnung dazu noch so richtig in ein X-Mas-Wonderland verwandeln? Verzichten Sie darauf! Ihre Wohnung ist kein Ausstellungsraum oder tritt zum Deko-Preis 2019 an! Ja, machen Sie es schön gemütlich, aber verzichten Sie auf die große Weihnachtsoffensive.

  • Stimmung statt Staubsauger. Klar wollen wir ein ordentliches Heim haben, wenn Gäste kommen. Bauen Sie aber darauf, dass es eh dunkel ist ab 17 Uhr und kein Mensch sehen wird, ob die Fenster geputzt oder die Bilderrahmen entstaubt sind. Schicken Sie „Perfectus“ schon in die Feiertage 🙂 Sie haben Angst vor dem tadelnden Blick der Schwiegermutter? Dann hängen Sie folgenden Spruch auf: „Dieses Haus ist sauber genug, um gesund zu bleiben, und schmutzig genug, um glücklich zu sein!“.

  • Schick oder lässig? Ist es in Ihrer Familie der Brauch, sich an Heilig Abend schick zu machen? Tja, dann bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig, als diese Zeit zu investieren in Bügeln, Haare machen (oder machen lassen) und unter Umständen noch schnell einen schicken Fummel zu besorgen. Machen Sie das – und geniiiiiiiieeeeßen Sie es. Machen Sie es nicht, weil Sie es tun müssen, sondern weil es einfach Spaß macht, sich auch mal zu einem festlichen Anlass in Schale zu werfen. Wir haben oft nicht mehr so viele Anlässe uns aufzubrezeln, und deshalb zelebrieren Sie es an Weihnachten :-).

  • Wer muss, will nicht. Nehmen Sie sich den Leitspruch „Ich muss gar nichts!“ zu Herzen. Wenn Sie auf Feiern, Essen, Gäste in diesem Jahr keine Lust haben, dann gehen Sie mit Ihrem oder Ihrer Liebsten auf einen Mondscheinspaziergang! Zu spät? Die Treffen sind schon geplant? Dann bauen Sie heuer vor, und sagen Sie gleich, dass Sie nächstes Jahr leider nicht da sein werden.

  • Termine absagen
    Im Dezember gibt es weihnachtliche Feiern vom Sportverein, vom Kindergarten, mit den Kollegen, der Kirche … Überlegen Sie, ob Sie wirklich an allen Veranstaltungen teilnehmen möchten. Kommunizieren Sie Abwesenheiten bereits im November, damit sich alle Beteiligte darauf einstellen können und es keinen Unmut oder Missverständnisse gibt.

  • Rituale aufbrechen
    Auch „hundertjährige“ Rituale in der Familie können aufgebrochen werden ; ). Überlegen Sie, wie Sie Ihre Weihnachtstage gerne gestalten möchten und besprechen Sie das gemeinsam mit den betroffenen Familienmitgliedern.

  • Termine verschieben
    Wenn Sie selber Weihnachtsfeiern ausrichten, z.B. mit Ihrer Firma, dann denken Sie in diesem Jahr mal darüber nach, ob Sie diesen Anlass nicht in das neue Jahr verschieben. Ein Jahres-Start-Fest motiviert die Mitarbeiter und setzt neue Akzente.

Weitere Tipps habe ich in meiner Checkliste zum kostenlosen Download: Weihnachts-Checkliste: „Stressfrei durch die (Vor-)Weihnachtszeit“.

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