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Das Vorsatz-Paradoxon: Warum wir dicker werden, wenn wir abnehmen wollen (Podcastfolge #064)

14. Januar 2018
podcast, zeitmanagement, selbstmanagement, motivation, schlafen,

Kennen Sie das Vorsatz-Paradoxon? Das Phänomen, dass Sie sich etwas ganz, ganz, ganz fest vornehmen und dann ………genau das Gegenteil tun?

In dieser Episode erfahren Sie, warum das so ist.
Warum wir dicker werden, wenn wir abnehmen wollen.
Warum wir Vidoespiele spielen, obwohl wir doch eigentlich netzwerken wollten.
Warum wir das Gegenteil von dem tun, was wir „eigentlich“ tun wollen.

Und Sie erhalten in der aktuellen Episode 3 Tipps, wie Sie dieser Falle entgehen können.

3 Wege zu Ihren Podcast-Episoden

  1. Sie können den Podcast direkt in itunes abonnieren und auf dem iPhone etc. anhören. Zum itunes-Kanal gehen.
  2. Für Android-Geräte laden Sie eine App auf Ihr Gerät und suchen dann nach “Cordula Nussbaum” (z.B. in “Podcast Republic”).
  3. Auf der Plattform „Das Abenteuer Leben“ können Sie die Podcasts von mir auch ohne zusätzliche Programme direkt am PC anhören. Dort können Sie sich auch für den RSS-Feed eintragen und erhalten eine Mail, wenn eine neue Folge online geht.

Sie lesen lieber, statt zu hören?

Hier ein Textfassung des Podcasts:

Sie haben sich zum Jahreswechsel vorgenommen, abends mal auf das Gläschen Rotwein zu verzichten. Weniger Alkohol, um gesünder zu leben! Und jetzt sitzen Sie jeden Abend da, trinken ein Glas, und noch eines, und gerne noch ein 3. ….weil das Leben ist ja schließlich zu kurz um sich zu knechten.

Oder Sie haben sich vorgenommen, mehr Sport zu machen, um Ihre überflüssigen 8 Kilo abzuspecken? Und tatsächlich: seit Neujahr gehen Sie mehr zu Fuß, nehmen die Treppe statt den Aufzug, walken oder joggen jeden Tag 60 Minuten. Gehen zweimal die Woche ins Fitness-Center. Und zur Belohnung holen Sie sich auf dem Rückweg bei Bäcker ein feines Stück Prinzregenten-Torte oder gönnen sich ein leckeres Weißbier an der Theke mit den anderen Sportlern im Center.

Paradox. Wir wollen etwas in unserem Leben verändern – doch der gegenteilige Effekt tritt ein. Wie kann das sein?

Zu Punkt 2 – die Belohnung nach dem Tun – habe ich vor einiger Zeit einen Beitrag im BLOG von Patrick Heizmann gelesen. Unter der Überschrift „Sport macht dick“ erklärt er, dass viele uns sich beim Sport auspowern, und die Unterzuckerung dann am Kühlschrank wieder ausgleichen müssen. Ich selbst bin genau in diese Falle getappt – sonntags nach dem Training ab zum Bäcker, Prinzregententorte rein… weil ich dachte, ich habe sooooo viel Kalorien verbrannt, da ist das locker drin. Mein Denkfehler war: Kalorienverbrauch beim Sport ÜBERschätzt, Kalorienzufuhr durch die Torte UNTERschätzt. Effekt: mehr und mehr Kilos auf der Waage.

Raus aus diesem Paradoxon kam ich alleine dadurch, dass mir der Unsinn meines Treibens ganz klar vor Augen geführt wurde. Und ich dann bewusst entscheiden konnte – will ich die Torte wirklich futtern, weil sie mich glücklich macht? Ode will ich den Effekt des Trainings verlängern durch Verzicht auf die Torte.

Zu Punkt 1 – ich will keinen Wein mehr trinken – und trinke sogar mehr.

Oder nehmen Sie als Beispiel – ich will eigentlich mehr netzwerken um mir neue Chancen zu eröffnen – aber tatsächlich: statt rauszugehen und mich mit Menschen auszutauschen, vergrabe ich mich in Videospielen.

Oder ich will eigentlich mit einem neuen Online-Kurs endlich herausfinden, was ich wirklich will – aber dann treffe ich mich lieber mit Freuden – und zwar fast jede Minute meiner Freizeit, die ich doch eigentlich für den neuen Kurs investieren wollte.

Was geht da eigentlich ab? Wieso verhalten wir uns so paradox?

In meinem Buch und dem Online-Kurs „Geht ja doch“ empfehle ich, wann immer wir Dinge in unserem Leben verändern wollen, dass wir uns 2 Fragen stellen:

1. Frage nach dem WARUM? Fragen Sie sich bitte bei all den guten Ideen, die Sie in den kommenden Wochen und Monaten umsetzen wollen, WARUM Sie das tun wollen. Sie haben ein starkes WARUM? Eines, was wirklich was macht mit Ihnen? Ein Prickeln? Ein warmes Gefühl? Super – die Chancen stehen gut, dass Sie am Ball bleiben.

Als Antwort kommt: das macht man halt so! Das muss man doch machen. Man muss doch fit sein. Man muss doch  netzwerken. Man sollte doch seine Ziele kennen…. Vergessen Sie es! Das sind alles FREMDE Wünsche, ein Rennen der Masse hinterher…..und nur weil MAN etwas tun sollte…..ist es nicht unbedingt das Passende für Sie! Lösen Sie sich von allen „man sollte doch“.

2. Frage: Frage nach dem WARUM NICHT? Warum halten Sie sich nicht an die eigenen Vorgaben? Was bläst Sie weg von Ihrem Vorhaben? Schauen Sie da bitte mal genauer hin …..

Das Glas Wein am Abend? So schwer ist das doch wirklich nicht! Nun….außer Sie finden sich im Prinzip doch ganz gut, so wie Sie sind…und wollen sich nicht einschränken lassen. Von niemanden. Nicht mal von sich selbst! Jepp – wir erwachsenen Menschen wollen nicht müssen müssen. Wir sperren uns gegen rigide Vorgaben – besonders als Kreativer Chaot. Und das tun wir auch, selbst wenn die Vorgaben von uns selbst kommen.

Und dann werden wir trotzig – und tun das Ganze dann aus Fleiß. Ich lasse mir doch meinen Wein nicht verbieten! Pah! Prost.

Netzwerken? Ich hasse es im Kern, dieses belanglose Geplänkel mit den anderen Menschen…..ui, eine neues Videospiel.

Oder: Mensch, im Grund habe ich doch überhaupt nichts vorzuweisen, wenn ich mich mit anderen Menschen unterhalte….bin doch nur ein kleines Licht, das keinen interessiert…..ui, ein neues Level ist freigeschaltet

Den Online-Kurs machen, und endlich so leben, wie ich wirklich leben will? Irgendwie habe ich Angst, meine Freunde dann zu verlieren…weil die im alten Trott bleiben…und dann haben wir nichts mehr zu reden……meine Freunde sind mir wichtig……. Aj, da treffe ich mich doch mal heute mit Tom und Lisa…..

Merken Sie, was wir da tun?

Wir versuchen im 1. Schritt gegen unsere tiefsten inneren Wünsche und Bedürfnisse zu handeln – und das hat nur eine sehr begrenzte Haltebarkeit. Und führt dazu, dass wir das Gegenteil tun, von dem, was wir tun wollen.

In der Psychologie nennt man das auch Reaktanz  – eine komplexe Abwehrreaktion, die als Widerstand gegen äußere oder innere Einschränkungen aufgefasst werden kann. Reaktanz wird in der Regel durch psychischen Druck (wie beispielsweise Nötigung, Drohungen, emotionale Argumentführung) oder die Einschränkung von Freiheitsspielräumen (beispielsweise Verbote, Zensur) ausgelöst. Als Reaktanz im eigentlichen Sinne bezeichnen die Psychologen dabei nicht das ausgelöste Verhalten, sondern die zugrunde liegende Motivation oder Einstellung. Also unserem WARUM? und unserem WARUM NICHT?

Das Vorsatz-Paradoxon gibt es in ganz vielen Varianten.

Vielleicht haben Sie schon mal vom hedonistische Paradox gehört? Es bedeutet grob gesagt:Je mehr ich versuche mit einer Tätigkeit erfolgreich zu sein, je verbissener ich aus einer Tätigkeit ein Lustgefühl gewinnen will – desto unwahrscheinlicher wird es, dass ich tatsächlich dieses Lustgefühl erlange.

Wer laufen geht, mit der Absicht unbedingt wieder ein Runner’s High zu erleben – der kommt in der Regel enttäuscht zurück.

3 Ideen – wie schaffen Sie es, das zu tun, was Sie tun wollen?

1. Prüfen Sie Ihr WARUM? Es prickelt positiv? Prima – weiter so!

2. Prüfen Sie Ihr WARUM NICHT? Und setzen Sie sich damit auseinander. Unsere „Gegenwinde“, die uns immer wieder von dem wegblasen, was wir „eigentlich“ tun wollen, haben ihre Berichtigung und wollen gesehen und ernst genommen werden. Nehmen Sie Ihre Gegenwinde wahr – und stellen Sie sich passende Fragen dazu:

Ich habe Angst meine Freunde zu verlieren? Was kann ich tun, damit das nicht passieren wird? Wäre es so schlimm, den ein oder anderen Kontakt zu verlieren?

Ich habe doch nichts zu sagen beim Netzwerken! Oha – ich darf zunächst mal an meinem Selbstwert arbeiten….wo kann ich das tun?

Das Leben ist zu kurz um auf Genuss zu verzichten! Wie kann ich Genuss auch anders in mein Leben holen? Oder auch: stimmt! Mein eines Glas Wein am Abend ist völlig in Ordnung!

3. Tun Sie das, was Sie tun mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit. Seien Sie konzentriert und AUFGABEN-bezogen – nicht ERGEBNIS-bezogen. Je weniger wir nach etwas streben, desto eher kommen wir in den „Flow“. Wir kommen ins Tun, und erleben dabei sogar noch ein Glücksgefühl.

Machen Sie sich klar – Sie MÜSSEN überhaupt nichts!
Sie müssen 2018 keinen Marathon laufen.
Sie müssen keine Saftkur machen.
Sie müssen nicht auf Biegen und Brechen „Ihr Potential endlich entdecken und leben“.

Vielleicht sind Sie einfach genau richtig, so wie Sie sind?

In diesem Sinne – alles Liebe

Ihre Cordula Nussbaum

 

Über den Podcast “Kreatives Zeitmanagement”:

Wir machen Schluss mit 0815-Methoden, wie “man” sich zu organisieren habe und bringen neue Ideen für ein Zeitmanagement (und Selbstmanagement) das Ihnen wirklich hilft, eine Schneise in das tägliche Chaos zu schlagen und die Aufgaben-Flut besser zu bewältigen. Unter dem Kürzel AZM (Abenteuer Zeitmanagement) erwarten Sie regelmäßige Tipps und Methoden, wie Sie als Kreativer Chaot, als Querdenker, als Scanner, als Polypotential mehr Ruhe und Gelassenheit in Ihren Alltag bekommen und somit ein glückliches und erfülltes Leben leben (statt ein gefülltes :-) ).

Seit 2009 rangiert dieser Podcast unter den TOP-Podcasts und wird in über 130 Ländern gehört.

Wir haben im Mai 2017 die 1-Million-Download-Marke geknackt 🙂 So häufig haben Menschen rund um den Erdball den Podcast „Kreatives Zeitmanagement“ gehört und haben sich die Episoden heruntergeladen. Ich freue mich total!!!!!!! Danke für die Treue!!!! Sie kennen und mögen den Podcast? Dann freue ich mich seeeeeehr über eine Bewertung auf itunes 🙂 Gerne hier direkt bewerten – danke! 

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  1. Sie können den Podcast direkt in itunes abonnieren und auf dem iPhone etc. anhören. Zum itunes-Kanal gehen.
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  3. Auf der Plattform „Das Abenteuer Leben“ können Sie die Podcasts von mir auch ohne zusätzliche Programme direkt am PC anhören. Dort können Sie sich auch für den RSS-Feed eintragen und erhalten eine Mail, wenn eine neue Folge online geht.

 

Mehr Tipps für ein gelungenes Zeitmanagement:

Oder nutzen Sie unsere bewährten Online-Trainings, um Ihre persönlichen Ziele zu erreichen:

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