Veränderung – das ist eines der häufigsten Themen in meinen Coachings. Oft arbeite ich dabei mit Menschen, die gerne in ihrem Leben etwas verändern möchten – aber einfach nicht wissen WAS sie tun könnten. Und ganz häufig stellen wir dann in Gesprächen oder im Austausch in der MasterMind (Kaminzimmer) des Online-Kurses „Geht ja doch!“ fest, dass viele Menschen einfach gar nicht wissen, welche Möglichkeiten da draußen im Meer der Möglichkeiten auf sie warten. Ihnen fehlt es schlichtweg an Input, an Beispielen, an konkreten, realen „Vorbildern“, um überhaupt zu erkennen, in welche Richtung eine Veränderung Sinn machen würde. Und was wir nicht kennen, das können wir uns natürlich auch nicht wünschen. Geschweige denn ins Paddeln kommen. Folgende Ideen aus unserer Denk-Bar bringen Ihnen Input.

Was will ich? Veränderung leicht gemacht

Wenn wir ideenlos in Bezug auf unsere persönlichen Wünsche sind, dann liegt es meist nicht am Willen, etwas zu verändern, was uns glücklich und zufrieden macht. Sondern daran, dass es unglaublich schwierig ist, aus dem Nichts etwas zu schaffen. Das Schöne ist: wir müssen uns gar nicht komplett etwas Neues ausdenken. Es reicht, wenn wir aus dem Vorhanden das herauskristallisieren, was uns gefällt. Und es dann nach unseren ganz eigenen Wünschen anpassen und verändern. Oder wie Thomas Mann in „Meerfahrt mit Don Quijote“ schreibt: „Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken, es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.“

Deshalb: machen Sie sich auf den Weg, zuerst einmal die Welt zu erkunden. Und dann ihre ganz persönlichen Geht-ja-doch-Ideen abzuleiten.

Hier drei Ideen dazu, wie Sie mögliche künftigen Veränderungen nähren können:

  1. Gehen Sie diese Woche in eine Buchhandlung oder einen gut sortieren Zeitschriften-Kiosk. Und besorgen Sie sich Zeitschriften zu allen Themen, die Sie interessieren. Und auch zu Themen, die Sie völlig abgefahren finden, völlig exotisch. Lesen Sie die Zeitschriften durch. Reißen Sie Beiträge aus, die etwas in Ihnen zum Klingen bringen. Positiv oder auch negativ. Sammeln Sie diese Beiträge in einer Sammelmappe oder kleben Sie sie in eine Kladde. Lassen Sie es reifen.
  2. Die Autorin Julia Cameron empfiehlt in ihrer Arbeit (u.a. im Buch „Der Weg des Künstlers“) jede Woche einen „Künstlertreff“ zu machen. Sie meint damit, dass wir jede Woche ALLEINE (!) etwas tun sollten, was uns geistige Nahrung bringt: in ein Museum gehen. In den Zirkus gehen. Sich in ein Strassecafé zu setzen und die Leute zu beobachten. Ich habe, als ich damals das Buch gelesen habe, die Idee aufgegriffen und für mich abgeändert. Mir ist es lieber, wenn ich manche Dinge mit meinem Mann, meinen Kindern oder Freunden erlebe – auch wenn das gegen ihre Kernidee geht. Und seither versuche ich jede Woche etwas zu tun, was mir frischen Input gibt. Meine grauen Zellen bunt färbt. Mir neue Dinge sichtbar werden lässt.
  3. Gehen Sie unter Menschen und hören Sie einfach nur zu. Hören Sie zu, was die Fahrgäste neben Ihnen in der S-Bahn reden. Nehmen Sie wahr, über was sich die Menschen in der Sauna Ihres Fitness-Centers unterhalten. Spitzen Sie die Ohren, was die Menschen neben Ihnen am Tisch im Restaurant bewegt. Natürlich wollen wir anderen nicht ausspionieren. Aber wenn Menschen in Ihrem Umfeld laut und deutlich sprechen, dann müssen sie damit rechnen, dass wir zuhören 🙂 Saugen Sie die Aussagen, Erlebnisse und Hinweise der anderen auf neue Hobbys, interessante Bücher oder sehenswerte Lokalitäten auf.

Probieren Sie es aus – wir wissen nicht, wo die zündende Idee auf uns wartet. Also erhöhen Sie die Chance, ihr zu begegnen.

Denk-Bar-Aufgabe dieser Woche: Input besorgen

Wie ist das bei Ihnen? Wo sind Ihnen bereits gute Ideen begegnet, die zu einer Veränderung geführt haben? Welche Situation hat Ihnen einen prima Input gegeben, der sich als Inspiration für eine neue Aktivität entpuppt hat? Wir freuen uns auf Ihre Ideen.

Und: probieren Sie in dieser Woche eine der obigen Ideen aus. Und schreiben Sie uns, wie es Ihnen dabei ging.

Willkommen in unserer “wunderbaren Denk-Bar”.

Hier erhalten Sie jeden Dienstag einen Impuls zum Nach-Denken, Vor-Denken, Mit-Denken. Denn alles was denk-bar ist, kann mach-bar werden. Ihnen gefällt dieser Beitrag? Dann gerne in Facebook, Twitter & Co. über die untenstehenden Buttons teilen. Damit Sie sich gut eindenken können poste ich manchmal auch bereits am Montag.

Teile gerne diesen Artikel in Deinen sozialen Medien