So retten Sie Ihre Urlaubserholung in den Alltag – 10 ultimative Tipps!

27. August 2018

Erholung nach dem Urlaub? Fehlanzeige! Bei den meisten Berufstätigen ist eine Woche nach dem Urlaub der Stresspegel wieder genau so hoch wie vorher – und die Erholung der Auszeit beim Teufel. Verlängern Sie den Erhol-Effekt mit folgenden Tipps. Sie haben dieses Jahr schon mal wieder alles ausgereizt? Dann denken Sie einfach beim nächsten Urlaub daran 🙂

Tipp #1: Nicht auf den letzten Drücker!

Versuchen Sie, nicht auf den letzten Drücker aus dem Flieger oder dem Auto zu springen und ins Büro zu hetzen. Auch wenn wir gerne die „wertvollste Zeit des Jahres“ so lange wie möglich ausdehnen wollen, Reisen und Ortswechsel sind ein biologischer Stressfaktor für unseren Körper. Gesünder sind deshalb ein bis zwei Tage entspannt zu Hause zu verbringen, auch geistig wieder anzukommen und sich zu akklimatisieren. Reisen Sie lieber antizyklisch nach Hause und machen Sie noch Urlaub auf Balkonien.

Tipp #2:  Erst anfangen, wenn Sie anfangen!

Vermeiden Sie am letzten Urlaubstag bereits Ihre Mails zu checken oder erste Telefonate zu führen. Sie sind noch im Urlaub! „Sich nur schnell einen Überblick verschaffen“ wirft Sie schneller in den Alltag zurück als es Ihnen lieb ist. Checken wir bereits vor Arbeitsbeginn unsere E-Mails oder Mailboxen, baut sich unnötiger Druck auf und die Gedankenspirale setzt sich in Gang.

Sie glauben, berufliche Rückfragen in Ihrer Freizeit stressen Sie nicht? Forscher der Uni Freiburg haben festgestellt, dass selbst kurze Fragen an einem Sonntagnachmittag die Zufriedenheit mit dem Wochenende spürbar senken. Bei mir persönlich kommt noch erschwerend hinzu, dass ich nach negativen Mails oder Messages mit einem To-do für mich gedanklich nicht mehr abschalten kann. Die Erholung ist gelaufen! (Quelle: LMAA – 66 Mini-Plädoyers für mehr Mut, Leichtigkeit und Gelassenheit, S. 36. Ab 10. September im Handel, jetzt schon vorbestellbar).

Tipp #3: Verlängern Sie Ihre offizielle Abwesenheit

Stellen Sie Ihren Abwesenheits-Assistenten so ein, dass er erst für Ihren 2. Tag am Arbeitsplatz Ihre Rückkehr verspricht. „‚Ab dem 13. September können Sie gerne wieder meine persönliche Antwort erhalten……“ Somit schaffen Sie sich einen Puffer am ersten Arbeitstag, wo Sie In Ruhe alle Mails scannen können und Antworten vorbereiten können. Das nimmt Druck von Ihren Schultern subito antworten zu müssen. Profis verschicken ihre Antworten dann auch tatsächlich erst am Folgetag.

Tipp #4: Verlängern Sie Ihre offizielle Abwesenheit – Teil 2

Blocken Sie für den 1. Tag nach dem Urlaub eine komplette Zeitinsel für wichtige Aktivitäten – das verhindert, dass Kollegen während Ihrer Abwesenheit Ihnen hier ungefragt Termine eintragen – und Sie den ersten Tag nur von einem Meeting ins andere hetzen oder angesichts der Türme neuer Aufgaben verzweifeln. Ja – Sie haben Recht! Das funktioniert nur, wenn es gemeinsam im Team eingeführt ist, und von ALLEN mitgetragen wird. Stärken Sie sich den Rücken mit Beispielen von anderen Unternehmen, die das mittlerweile eingeführt haben. Weil allen klar war, dass alles andere unsinning und unproduktiv ist. Blocken Sie dazu den ganzen Tag im Kalender mit einer Zeitinsel und geben Sie ihr einen netten Namen. „WrapUp“, „Eingrooven“ oder ähnliches.

Tipp #5: Nehmen Sie sich für die ersten Abende in der Woche etwas Schönes vor

Verabreden Sie sich mit Freunden, gehen Sie raus in den Biergarten, genießen Sie so viel Sonne und frische Luft wie möglich. Tragen Sie sich diese Zeiten für Ihre Erholung  ebenfalls in den Kalender als „Termin mit mir selbst“ ein. Das hilft beim pünktlichen Nachhause-Gehen.

Suchen Sie sich gute Bücher, einen schönen Roman oder einen inspirierenden Ratgeber und ziehen Sie sich an einen ungestörten Ort zurück. Entdecken Sie die Parkbänke oder Waldränder als neues „Urlaubs-Fleckchen“ für den Kurzurlaub nach Feierabend.

Erstellen Sie sich eine Playlist mit Ihren persönlichen Sommersongs und hören Sie sie so oft wie möglich.

Tipp #6: Essen Sie weiter „urlaubisch“

Kochen und Essen Sie in den ersten Tagen die gleichen Gerichte wie im Urlaub und retten Sie so das Urlaubsfeeling über die Geschmacksknospen. Gehen Sie gezielt in internationale Restaurants und Cafés und bestellen Sie in der jeweiligen Landessprache.

Tipp #7: Weniger ist mehr!

Die Vorstellung, dass wir nach dem Urlaub top-erholt ein höheres Tempo an den Tag legen ist falsch. Arbeitsmediziner haben festgestellt, dass wir uns langsam wieder eingrooven müssen – je länger unsere Abwesenheit war, desto länger brauchen wir, bis wir wieder unser Tempo haben. Nehmen Sie sich deshalb in den ersten Tagen weniger vor, als Sie gewöhnlich an einem Tag schaffen würden. Schrauben Sie die Ansprüche an sich selbst runter! Ja, diese Woche dauert alles ein bißchen länger – aber dafür werden Sie danach um ein Vielfaches länger erholt und motiviert arbeiten, als wenn Sie sich gleich wieder in der ersten Woche verschleißen.

Je länger unsere Abwesenheit war und je mehr wir erlebt haben im Urlaub, desto länger brauchen wir, bis wir wieder unser Tempo und unsere gewohnte Leistungsfähigkeit haben. Zwei Drittel der Berufstätigen haben Studien zufolge Anlaufschwierigkeiten. Willkommen im Club! Aber nur halb so schlimm, denn dieser Zustand – auch Post-Holiday-Syndrom genannt – dauert in der Regel nur bis zu drei Tagen.

Tipp #8: Kurswechsel auf der Erhol-Welle

Ist Ihre Auszeit vielleicht ein guter Auslöser, um in Ihrem Leben einen neuen Kurs einzuschlagen? Wollen Sie jetzt – gut erholt – lange überfällige Veränderungen anstoßen? Einen neuen Job suchen? Umziehen? Was Neues nebenher machen? Suchen Sie mit Ihrer neuen Kraft Ihr persönliches „Geht-ja-doch“-Projekt und starten Sie durch. Holen Sie sich Inspirationen und Unterstützung, beispielsweise im Buch „Geht ja doch!“ oder im gleichnamigen 12-Wochen-Online-Kurs Geht ja doch!.

Tipp # 9: Urlaubs-Rituale beibehalten

Was hat Ihnen im Urlaub gut getan? Was hat Ihnen echte Erholung geschenkt? Joggen? Schwimmen? Lesen? Versuchen Sie solche Rituale in den Alltag zu retten. Prima klappt das, wenn Sie das mit der ganzen Familie machen – da motivieren Sie sich gegenseitig.

Tipp #10: Zeitlos bleiben

Das Schönste im Urlaub finden die meisten, ist, dass wir keinen engen Zeitplan einhalten müssen. Versuchen Sie das ab sofort auch zuhause: wo können Sie mit einer entspannten mediteranen Haltung durch die Tage gehen? Müssen Sie wirklich diese U-Bahn erwischen und rennen? Oder tut es die nächste auch?
Probieren Sie es aus – und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns.

Und jetzt Sie:

Wie retten Sie Ihre Erholung in den Alltag hinein? Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Frisch aufbereitet für Sie am 27. August 2018.

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Hallo,

zunächst vielen Dank für den spannenden Artikel. Besonders gut gefallen hat mir die Idee in Restaurants in Sprachen „der Küche“ zu bestellen und auch zu Hause weiter Gerichte wie im Urlaub zu essen. Manchmal bin ich jedoch dann von dem Käse, der in den Alpen der beste der Welt zu sein schien, enttäuscht. Und er ist zu Hause nicht mehr ganz so toll. Wahrscheinlich macht eben doch manchmal das Urlaubsfeeling den Geschmack und nicht umgekehrt.

Auch der Tipp Tipp #10: Zeitlos bleiben gefiel mir gut. Ich werde in den nächsten Tagen versuchen mich weniger abhängig zu machen von der Uhr.