Mehr Zeit dank weniger Zeug – Ausmisten auf die schnelle Art

21. August 2016

In der Regel haben wir alle viel zu viel Zeug. In unseren Wohnungen, in unseren Büros, in unseren Schreibtischen, in unseren Kellern. Schaffen Sie die Grundlage für mehr „Luft“ und mehr Zeit, indem Sie mal tüchtig ausmisten. Mit folgenden Tipps geht das ganz leicht und nebenbei!

Stau im Haus und an unserem Arbeitsplätzen entsteht häufig, weil Neues reinkommt, aber Altes nicht schnell genug abfließt. Entwickeln Sie ein Gefühl, wo in Ihrem Haushalt oder in Ihrem Büro solch neuralgische Punkte sind und schaffen Sie sofort Abhilfe. Und zwar nicht, in dem Sie neue Aufbewahrungsorte suchen, sondern indem Sie die vorhandenen frei machen für schöne, neue Dinge. Trennen Sie sich regelmäßig und in Baby-Schritten von Ihrem Zeug. Warten Sie nicht, bis wieder eine „Gewaltaktion“ nötig ist. Mit folgenden Methoden ist das kinderleicht und kostet keine zusätzliche Zeit.

  • Der Dreizack: Jedes Mal, wenn Sie in einem Schrank, einer Schublade, einer Tasche, einem Ordner etc. etwas suchen, lassen Sie den Dreizack zustechen. Nehmen Sie drei Gegenstände oder Papiere heraus, die Sie nicht mehr brauchen. Werfen Sie sie weg und freuen Sie sich, um wie viel leichter Ihr Haus und Ihre Seele werden.
  • Das Hotel: Lassen Sie jedes Mal, wenn ein neuer Gegenstand bei Ihnen einzieht, einen älteren ausziehen. Betrachten Sie Ihre Kleidung oder Wohnungsausstattung nicht als Ewigkeitswerk, sondern als nette Wegbegleiter, die wieder in die große weite Welt hinauswollen. Wenn Sie neue Kleidung kaufen, geben Sie die entsprechende Anzahl an älteren Stücken in die Altkleidersammlung.
  • Das Duett: Legen Sie am Abend, bevor Sie ins Bett gehen, ein oder zwei Einheiten heraus, oder notieren Sie sie in Ihrer To-do-Liste. Wenn Sie am kommenden Tag Routine-Dinge erledigen, bei denen Sie sich nicht besonders konzentrieren müssen und beide Hände freihaben, dann lassen Sie die ausgewählten Einheiten im Duett mit der Routine-Tätigkeit auftreten. Beispiel: Schuhputz-Zeug aussortieren und mit Freundin plauschen; Kühlschrankfach ausmisten während das Nudelwasser kocht; Ordner entschlacken während Sie in der Warteschleife am Telefon sind.
  • Der Abschieds-Gruß: Schreiben Sie auf Kisten oder Ordner ein Datum, ab dem der Inhalt keinen Nutzen mehr bringt. Als Privatperson müssen Sie beispielsweise Konto-Auszüge aufheben, bis der Steuerbescheid für das entsprechende Jahr erteilt ist. Schreiben Sie auf den Ordnerrücken, in dem die entsprechenden Papiere sind: „Weg am 31.12.2018“. Sortieren Sie auch Kassenzettel und Garantie-Urkunden nach „Wegwerf-Jahren“. Dann können Sie zum entsprechenden Datum einen lauten Abschieds-Gruss loslassen und mit einem Handgriff unnötigen Ballast wegwerfen.
  • Das Sack-Hüpfen: Machen Sie die folgende Sporteinlage so schnell wie möglich. Fünf Minuten je Einheit müssten reichen. Nehmen Sie einen Müllsack und gehen Sie durch Ihr Haus. Werfen Sie 29 Teile in den Müllsack, schließen Sie ihn und werfen ihn weg. Hören Sie nicht auf, bevor Sie 29 Gegenstände haben. Nehmen Sie dann einen neuen Sack (oder einen Karton) und sammeln Sie in Ihrem Haus 29 Gegenstände, die Sie weggeben können. Wenn Sie fertig sind, bringen Sie die Kiste ins Auto und geben Sie bei der nächsten Fahrt die Dinge dort ab, wo sie hin sollen (Altkleidersammlung, Wertstoffhof, Freunde). Immer wenn Sie das Sackhüpfen machen werden Sie sich erleichtert fühlen und nach und nach Ihr Haus auch leerer bekommen.

Und zum Schluss noch ein kleiner Turbo-Tipp: Machen Sie nur Tätigkeiten parallel, von denen eine ohne Nachdenken von der Hand geht. Sonst riskieren Sie, dass Sie unkonzentriert sind und sich zwischen zwei Aufgaben zerreiben. Das führt zu Stress und bewirkt keineswegs, dass die Sachen schneller erledigt sind.

Haben Sie selbst Turbo-Tipps fürs Aussortieren? Ich freue mich auf Ihre Ideen.

Quelle: „Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für Kreative Chaoten“, S. 169ff.

Frisch aufbereitet am 21.8.2016.

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Hallo!

Danke für die tollen Tipps, die ich recht hilfreich finde!

Was ich festgestellt habe: Wenn man es sich lange im Voraus vornimmt, auszumisten, dann wird`s nie was. Was super klappt: Wenn man nur sehr wenig Zeit hat – und obendrein vielleicht auch ein wenig genervt ist, dann flutscht`s super. Man sollte natürlich aufpassen, dass man nichts im Wahn wegschmeißt, was man doch besser behalten hätte.

Die Taktik, im Grunde permanent dran zu bleiben, ist auf jeden Fall sinnvoll. Ich liebe das Gefühl, wenn man sich von unnötigem Ballast befreit hat!

Viele Grüße,
Anette

Also ich sage immer, was man schon lange nicht mag oder nicht genutzt hat, sollte auf die Wegwerfliste! Man muss aber einen festen Entschluss fassen! Wer immer nur von rechts nach links verschiebt, ist sich meistens aber nicht sicher! Der Grund ist idR, dass Erinnerungen daran hängen und man nicht mehr neutral bewertet. Wenn das allerdings überhand nimmt, kanns zum problem werden. Man müllt das Zimmer / die Wohnung zu und fühlt sich selbst nicht mehr wohl in den eigenen vier Wänden. Hier wäre dann die Einschaltung einer Entrümpelungsfirma wohl zwingend geraten. Das kostet aber Geld! Deshalb immer wieder ein… mehr »

Petra

Ich nutze das Prinzip „Zwischenablage“ für Dinge bei denen ich unentschlossen bin. Ich habe ein Fach im Schrank, in das Dinge kommen, die ich eigentlich schon lange nicht mehr verwendet habe. Aber wenn ich mich noch nicht trennen kann, kommt es in die „Zwischenablage“. Diese wird dann bei der nächsten Ausmist-Aktion komplett geleert. Aber ich habe auch schon einmal eine alte Bluse wieder rausgeholt, weil mir einfiel „ach die habe ich doch noch“. Durch den Abschied auf Raten kann ich mich dann auch wirklich von den Vielleicht-Dingen gut trennen.

Sandra

Für mich ist es wichtig Nutzen zu stiften! Dinge einfach weg werfen geht nur sehr schwer für mich. Wenn ich allerdings Sachen zB für den „Tierheim-Flohmarkt“ zusammensuche kann ich mich deutlich leichter trennen.

Und alles kommt so noch einem guten Zweck zu Gute!!!