Murmeltiertag – heute ist es wieder soweit!

Kennst Du den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Ich liebe ihn, und heute abend werden wir unsere ur-alte DVD wieder in den guten alten DVD-Player schieben und als Family-Event anschauen 🙂  In diesem Film erlebt der Wetteransager Phil Connors (Bill Murray) einen Tag immer und immer wieder. Mit all seinen Höhen und Tiefen. Und das vermutlich über Jahre hinweg. Amüsant, aber auch mit mit Tiefgang entwickelt sich die Hauptperson von einem arroganten und zynischen Nachrichten-Wetter-Typen zu einem echt netten Menschen. Absolute Schau-Empfehlung!

Warum gerade am Murmeltiertag?

Warum erlebt Phil Connors genau den Murmeltiertag immer wieder? Ganz klar! Er hasst diesen Tag, an dem er immer und immer wieder in das kleine Städtchen Punxsutawney (sprich: Pansatoni) im US-Bundesstaat Pennsylvania fahren muss , um dort zu erleben, wie der Vorsitzende des Murmeltiervereins das Murmeltier Phil (!) aus seinem Winterschlaf in einem Baumstumpf weckt. Unter dem Johlen der feiernden Kleinstadtbewohner und tausender Gäste erfährt der Vorsitzende exklusiv von diesem kleinen Tierchen, ob es beim Erwachen seinen Schatten gesehen hat oder nicht. Hatte es seinen Schatten gesehen, dann stehen uns – so die Legende – weitere sechs Wochen Winter bevor. Wirft das Tier keinen Schatten, so dürfen wir uns auf einen baldigen Frühlingsbeginn freuen.

Gibt es den Murmeltiertag wirklich?

Ja, der Murmeltiertag wird seit vielen Jahren traditionell am 2. Februar gefeiert und dann sind alle Augen auf das Städtchen Punxsutawney gerichtet, wo der inzwischen weltbekannte Murmeltiertag zelebriert wird. Angeblich soll die 1887 am Gobbler’s Knob (einem Waldstück außerhalb von Punxsutawney) begründete Tradition auf deutsche und niederländische Einwanderer zurückgehen. Und obwohl inzwischen der Murmeltiertag („Groundhog Day“) auch an Dutzenden anderen Orten in den USA gefeiert wird, hat sich Punxsutawney – dank des erfolgreichen Hollywood-Films, der zwar im Bundesstaat Illinois gedreht wurde, aber dort spielt – als DAS Zentrum des Murmeltier-Spektakels etabliert. In der Regel sind die Prognosen des Erdhörnchens zwar falsch, aber Bewohner und Besucher lieben diesen Feiertag.

Murmeltiertag am 02. Februar 2021: Live dabei und mittendrin

Logisch, dass Corona in diesem Jahr auch Auswirkungen auf das Spektakel nahm. Aber gut für uns! Denn pünktlich um 6.30 Uhr Ortszeit – 12.30 Uhr deutscher Zeit – begann der Livestream aus Murmeltier Phils Heimat. >>Hier könnt Ihr den Livestream in Ruhe anschauen.

Aber zurück zu Film-Phil und seinem ganz persönlichen Murmeltiertag

Mal angenommen, wir könnten so eine Endlos-Schleife willentlich herbeiführen. Und dabei nicht einen Tag wieder und wieder erleben, den wir gar nicht mochten. Sondern im Gegenteil!

  • Welchen schönen MOMENT Deines Lebens würdest Du gerne wieder und wieder erleben?
  • Was war der GlüXX-Kern dieses Momentes?
  • Was hat Dich genau glücklich gemacht an diesem Tag, in dieser Situation?
  • Warum wäre es genau dieser Moment, den Du in Dauerschleife erleben willst?

Nachdem wir ja kreative Chaoten sind, darf dieser Moment auch kreativ abgewandelt werden:

  • Erinnere Dich zurück an einen ganz besonderen Moment: was genau war daran so schön?
  • Was genau hat Dich da glücklich gemacht?
  • Wie könnte sich dieser Moment (von seinen Gefühlen her) wiederholen?
  • Und was könntest Du entsprechend heute tun, damit dieser Glücks-Moment in einer Endlos-Schleife wiederkommt?
  • Was konkret kannst Du HEUTE tun, damit Du das Gefühl von damals wieder erleben kannst?

Ich freue mich auf Deine Ideen gerne unten als Kommentar!

Sehnsucht nach Einmurmeln?

Du willst diesen Murmeltiertag lieber in einer ganz anderen Interpretation nutzen?

Gerne! Nutze diesen Jahrestag, um Dir zu überlegen, wie, wo, wann und mit wem Du Dich heute oder am kommenden Wochenende „ein-murmeln“ magst. Lege in den kommenden Tagen bewusst eine kleine (oder auch größere) Pause ein. „Cocooning“ nennen unsere angelsächsischen Kollegen es, wenn wir es uns in den eigenen vier Wänden gemütlich machen. Cocooning (= verpuppen, sich in einen Kokon einspinnen)  setzte sich ursprünglich als Bezeichnung für einen bestimmten Lebens- und Wohnstil in den späten 1980er Jahren durch. Die US-amerikanische Trendforscherin Faith Popcorn prägte diesen Begriff, der soziologisch als Folge einer als immer bedrohlicher empfundenen Außenwelt erklärt wurde.

Mach Dir Deinen eigenen Murmeltiertag

Nun – unsere Umwelt muss für uns nicht bedrohlich wirken, nur um sich zuhause einzukuscheln! Nenne es – wenn Dir das lieber ist – „Homing“ oder einfach nur „Murmeltiertag“ 🙂 Es geht nicht darum, vor etwas wegzulaufen, sondern zur eigenen Stille und Gemütlichkeit hinzulaufen. Gerade wenn Du ein eher gemächlicher >>Taktungstyp bist, ist Einmurmeln eine echte Wohltat.

„Pah!“, rufst Du vielleicht gerade empört! „Die derzeitigen Pandemie-Restriktionen zwingen uns ja eh in eine „Zwangsmurmeltierhaltung“! Und ich will gerade alles andere, als mich einzuigeln! Ich will RAUS!“

Dann mache bitte das! Wo kannst Du Zeit für Dich haben, etwas tun, was Deinen Kokon gegen all den Stress stärkt und Dich gut durch die Krise bringt? „Einmurmeln“ können wir uns auch in der Natur. Dein Körper und Dein Geist werden begeistert sein, von diesem ganz besonderen Murmeltiertag!

Wie wirst Du den Murmeltiertag in Deinen Februar integrieren? Poste gerne Deine Ideen hier unten als Kommentar. Ich freue mich!

(Erstmals erschienen 2016, frisch für Euch aufbereitet 2021.)

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