Süddeutsche Zeitung-Magazin: „Multitasking bringt gar nichts“

13. April 2020
süddeutsche zeitung magazin homeoffice interview

Dieses Wochenende im Süddeutsche Zeitung-Magazin: ein Interview mit mir und vielen Tipps zur aktuellen Situation. Hier ein kleiner Auszug, das komplette Interview findet Ihr >> hier.

Mehr Tipps zum Thema „Homeoffice“ findet Ihr >> hier.

„Homeoffice, Haushalt und Heimschule: Cordula Nussbaum ist Coachin für Zeitmanagement. Im Gespräch erklärt sie, welche Fehler viele Menschen in dieser chaotischen Zeit machen, wie man Struktur schafft und warum man den eigenen Perfektionismus runterschrauben sollte.

SZ-Magazin*: Frau Nussbaum, die Ausgangsbeschränkungen zwingen die meisten Menschen, sehr viel zu Hause zu bleiben. Gerade Familien mit Kindern müssen nun Homeoffice, Haushalt, Heimschule und Kleinkindbetreuung zeitlich unter einen Hut bringen. Wie bringt man Effektivität in das zwangsläufige Chaos?
Cordula Nussbaum: Wir können Strategien aus dem Job gut auf den Familienalltag übertragen, müssen uns aber bewusst sein: Wir haben es mit Kindern zu tun, nicht mit einsichtigen Kollegen. Der private Alltag ist immer ein Stück weit Chaos, da darf man sich nichts vormachen. In so einem volatilen Gebilde kommen wir nur mit Flexibilität und Gelassenheit weiter.

Das sagt sich so leicht.
Stimmt. Gerade in der gegenwärtigen Corona-Situation fällt es einem schwer, gelassen zu sein. Auch wir Erwachsenen sind ja gerade sehr angefasst. Dazu der Druck, den wir uns selbst machen, vorbildliche Eltern sein und im Homeoffice performen zu wollen. Je gestresster allerdings die Eltern sind, desto gestresster sind die Kinder. Das schaukelt sich hoch. Bevor wir also über organisatorische Maßnahmen nachdenken, dürfen wir uns zunächst über die eigene Befindlichkeit klar werden. Wie geht es mir momentan? Was kann ich tun, um Luft rauszulassen aus meinem Stress? Wo kann ich meine Ansprüche reduzieren als Eltern? Wir befinden uns alle in einem emotionalen Ausnahmezustand, da muss man keinen Pädagogikpreis gewinnen.

Kinder vor der Glotze parken?
Auch wenn es dem Credo widerspricht: ja, lassen Sie Ihre Kinder auch mal Fernsehschauen. Es gibt tolle, wertvolle Sendungen und zwei Stunden Fernsehschauen ist kein Parken, wenn die Kinder dabei Spaß haben. Und entspannen Sie sich, wenn das Kind dann doch in die Telefonkonferenz platzt. Dann ist es eben so. Wir versuchen alle gerade unser System am Laufen zu halten. Auch Homeoffice ist irgendwo systemrelevant. Jeder tut, was geht. Schrauben Sie Ihren Perfektionismus an die eigenen Ansprüche herunter, erst dann können wir über organisatorische Dinge nachdenken.

(……..)

>> Hier geht das Interview weiter – zur Seite des SZ-Magazins <<

*Das Gespräch führte Thomas Bärnthaler, der selbst gerade im Homeoffice mit seinen Kindern arbeitete, als wir telefonierten 🙂

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