Die 5 besten Tricks gegen schlechte Gewohnheiten

14. Juni 2020
schlechte gewohnheiten ändern, innerer schweinehund

Das Blöde an schlechten Gewohnheiten ist, dass sie nun mal Gewohnheiten sind. Sonst wäre ja alles ganz einfach ; ). Prinzipiell sind Gewohnheiten nicht immer zu verteufeln – denn ohne Routinen wären wir komplett überfordert, unseren Alltag zu bewältigen. Wer ständig den Tagesablauf oder Aufgaben neu erfinden würde, der hätte gar keine Zeit um alles zu erledigen, was er erledigen will.
Gewohnheiten und Routinen erleichtern unser Leben ungemein, und da ist es ganz natürlich, dass sich auf die Dauer auch ein paar unerwünschte einschleichen. Nutzen wir die Gunst der Stunde, um endlich mal mit ein paar unserer unerwünschten Gewohnheiten zu brechen. Hier meine fünf besten Tricks!

Schlechte Gewohnheiten ablegen – Trick 1: Woran hapert’s?

Welche schlechte Gewohnheit willst Du ablegen? Und jetzt prüfe bitte mal liebevoll-selbstkritisch: wie wichtig ist es Dir überhaupt, dieses Verhalten tatsächlich zu ändern? Vielleicht handelt es sich um eine Gewohnheit, die Du lediglich in der Silvesternacht in den „Gute-Vorsätze-Topf“ geworfen hast – aber Hand aufs Herz – wirklich stören tut es Dich eigentlich nicht. Wunderbar! Dann ärgere Dich auch nicht weiter drüber, sonder nimm es kleine liebenswerte Macke an.
Doch, Dich ärgert dieses Verhalten und Du willst es ändern? In diesem Fall dürfen wir tiefer schürfen und nach dem Grundproblem suchen. Wofür steht das schlechte Verhalten? Schenkst Du Dir abends ein Gläschen Rotwein ein, um Dich zu entspannen? Greifst Du immer wieder in die Naschkiste, um Dir etwas Gutes zu gönnen? Gehst Du nicht zum Sport, weil Du auch mal faul sein dürfen willst? Hinterfrage Dein Verhalten und suche nach Mustern in Deinem Verhalten.

  • Wann tritt die schlechte Gewohnheit hervor?
  • Wie fühle ich mich davor? Vielleicht genervt, frustriert, traurig?
  • Wie fühle ich mich danach?

Schlechte Gewohnheiten ablegen – Trick 2: Ersetzen, nicht abgewöhnen!

Wenn wir uns etwas abgewöhnen wollen, hat das einen ärgerlichen Nebeneffekt: Wir denken viel zu viel daran. Und dann bekommen wir natürlich erst recht Lust drauf. Der Trick: Ersetze Deine schlechte Gewohnheit durch eine gute, suche Dir eine Ersatzbefriedigung. Überlege Dir, was Dich genauso zufrieden machen könnte, wie Deine schlechte Gewohnheit. Hier sind die Alternativen meist nicht offensichtlich. Spazieren gehen statt Fernsehen? Tee statt Kaffee oder Rotwein? Komischer Ersatz, denkst Du vielleicht. Probiere einfach viele Dinge aus und ärgere Dich nicht, wenn manche nicht funktionieren. Dann einfach auf zum nächsten!

Schlechte Gewohnheiten ablegen – Trick 3: Die Urlaubswandlung

Am leichtesten ändern wir unser Verhalten im Urlaub. Warum? Zum einen ist dort eh meist alles anders als zuhause und unsere alten Gewohnheiten greifen nicht mehr so leicht – egal ob nun gute oder schlechte. Außerdem sind wir weniger gestresst und Stress ist eine enorm starke Veränderungsblockade. Also raus aus dem Alltag! Du hast jetzt gerade keinen Urlaub parat? Dann betrachte die letzten Wochen der Krise als „Ausnahmezustand“ – und nutze diese als Sprungbrett für neue Gewohnheiten. Mache jeden Tag etwas Ungewohntes: ein anderer Arbeitsweg, 3 Minuten mit links schreiben, …

Schlechte Gewohnheiten ablegen – Trick 4: Das 30 Sekunden Wunder

Gehörst Du zu den „Wenn, dann richtig“-Menschen? Dann könnte Dir dieser Trick zwar etwas schwer fallen, aber wahre Wunder bewirken. Denn häufig sitzen wir in der Zwickmühle. 10 Minuten Sport lohnt sich nicht und für eine Stunde haben wir keine Zeit. So wird nur leider nie was draus. Bevor Du noch lange hin- und herüberlegst, wann denn der beste Zeitpunkt ist, mache einfach 10 Sit-ups. Spiele ein Musikstück. Schreibe eine ganz kurze Mail an einen Freund. Und das alles dauert kaum länger als 30 Sekunden. Mache das jeden Tag, und Du wirst am Ball bleiben.

Schlechte Gewohnheiten ablegen – Trick 5: Der Einfluss des Umfelds

Der Wille ist da, doch wenn da nur nicht der Süßigkeiten-Vorratsschrank wäre! Weg mit den Dingen, die Dich in Versuchung führen. Lege Dir lieber die Dinge in Dein Blickfeld, mit denen Du die schlechte Gewohnheit ersetzen möchtest. Also Sportschuhe vor die Eingangstür und Obst statt Schokolade. Betrachte auch die Menschen in Deinem Umfeld unter diesem Aspekt und triff Dich in den kommenden Tagen und Wochen verstärkt mit Menschen, die Deine positiven Gewohnheiten (unwissentlich) fördern. So ist es beispielsweise erwiesen, dass wir uns leichter gesund ernähren, wenn wir mit Menschen essen, die sich selbst völlig selbstverständlich Gesundes auf den Teller packen. Oder dass wir leichter bei Weiterbildungen am Ball bleiben, wenn die Menschen in unserer Nähe selbst viel in Weiterbildung investieren und offen für Lernen sind.

Du hast auch Tricks, wie Du Deinen inneren Schweinehund zum Freund machst und schlechte Gewohnheiten ablegst? Schreibe uns einen Kommentar! Wir sind gespannt.

(Frisch aufbereiteter Beitrag.)

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!
Antworten & Kommentare abonnieren?
Benachrichtige mich (unter Beachtung der Datenschutzrichtlinien) zu:
3 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Karin Taman

Hallo liebes Kreativ-Chaoten-Team,

ich schlage seit 2013 zwei Fliegen mit einer Klappe.
Ich wollte/sollte mich mehr bewegen und mußte dringend täglich ein Fahrtenbuch führen (wegen der Steuer).

Nun nehme ich ins Büro die Treppe in den 3. Stock an Stelle des Fahrstuhls und trage am Abend dafür ein Smilie mit in das Fahrtenbuch ein. Oder auch gegebenenfalls ein weniger freundliches für´s nicht Treppensteigen. Aber es funktioniert somit auch die Erinnerung an das Fahrtenbuch.

Eine weiterhin allzeit kreative Zeit wünscht Euch

Karin Taman

Für viele hilfreich, wenn auch nicht ganz sinnvoll ist die Bindung an ein Datum oder ein Ereignis, daher gibt’s ja auch die Vorsätze zu Neujahr. Und vielleicht hilft es ja dem einen die Mundpflege nicht mehr zu vernachlässigen, wenn man beim Zahnarzt in Ungarn mal alles richten lassen hat.

Kay

Hallo!
Danke für die guten Tipps. Mir hat letztens mein Mann mit einem Perspektivwechsel geholfen: Ich stand etwas unsicher in der Küche und meinte: ich müsste heute noch Laufen gehen… Er antwortete: Du möchtest heute noch Laufen gehen? Kein Problem, kriegen wir hin. Ich nehme die Kinder, und Du läufst!
Ja, ich möchte derzeit gerne Laufen. Das hatte ich nicht so klar. Aber seitdem funktioniert es viel besser. Viele Grüße!