Was ist Ihr „Rotes Boot“?

9. Dezember 2018
grosse ziele, kleine schritte

Kennen Sie die Story vom „Roten Boot“? Das „Rote Boot“, das die Künstler Thomas Huber und Wolfgang Aichner in einem dreiwöchigen Fußmarsch über die Alpen nach Venedig gezogen haben? Die beiden Männer hatten eine Vision – die Passage 2011: Zur Biennale in Venedig wollten sie damit durch den Canal Grande schippern. Das sollte den Sieg der Kunst über die Natur darstellen.

Was ist Ihre Vision? Und was bewirken großartige Visionen bei Ihnen? Fühlen Sie sich beflügelt, aber nicht unbedingt ins Tun gebracht? Dann hilft es, sich jetzt bequem hinzusetzen und sich zu überlegen, was genau es ist, was Sie davon abhält, das umzusetzen, wovon Sie träumen. Notieren Sie an diesem heutigen Advents-Sonntag alles, was Ihnen dazu einfällt.

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die sich von allzu großen Zielen und Visionen komplett blockiert fühlen, vor lauter Angst, es ohnehin nicht schaffen zu können? In diesem Fall rate ich, Ihre Ziele und Ideen, einfach ein bisschen kleiner zu machen, so groß, wie sie für Sie genau passend sind und dann geht’s los 🙂

Tappen Sie nicht in die Falle des alten Mannes am Bahnhof!

Ein Mann saß im Bahnhofswartesaal seines Dorfes. Tag für Tag kam er gegen 9 Uhr, blickte auf die Abfahrtstafel und setzte sich so hin, dass er die einfahrenden Züge im Blick hatte. Um 17.03, als der letzte Zug des Tages das kleine Dorf verlassen hatte, richtete er sich mühsam auf, blickte mit erloschenem Blick den Waggons hinterher und ging still und traurig nach Hause.

Eines Tages trat ein neuer Stationsvorsteher seinen Dienst an. Ein paar Tage lang beobachtete er den alten Mann und sprach ihn schließlich an. „Hey, guter Mann, Tag für Tag sehe ich Sie hier sitzen und unglücklich nach Hause gehen. Wollen Sie nicht mal in einen Zug steigen und mitfahren?“ „Ach,“ sagte der alte Mann. „Ich wollte schon mein ganzes Leben lang nach Paris. Aber keiner der Züge, die hier halten, fährt dorthin. Paris ist unerreichbar!“

Was ist Ihr„unerreichbares Paris“? Was schauen Sie immer wieder an – und laufen nicht los? Weil es zu groß ist? Zu weit weg? Zu unschaffbar? Stressen Sie sich nicht mit „großen Zielen“. Machen Sie Ihre Projekte so groß, wie es für Sie perfekt ist. Und dann laufen Sie los.

Von welchen Herausforderungen träumen Sie? Wir freuen uns auf viele Kommentare!

Quelle der Geschichte: Cordula Nussbaum, LMAA, S. 24.

Advent – Tun Sie sich und anderen etwas Gutes

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps als Kommentar unter diesem Beitrag. Nach Weihnachten verlosen wir unter allen Kommentatoren Buch-Überraschungs-Pakete von GABAL und Campus, sowie eine Übernachtung für 2 Personen im Schlosshotel Oberambach am Starnberger See.

Und noch mehr: für jeden Kommentar in unserem Online-Adventskalender spenden wir nach Weihnachten einen Euro für einen guten Zweck zugunsten der Charakterköpfe.org. Machen Sie also aktiv mit. Je engagierter Sie sind, desto mehr gewinnen auch andere Menschen mit Ihnen. Die Spielregeln finden Sie hier.

 

 

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Edelgard

Meine große Vision widerspricht genau dem, was die beiden Künstler mit dem Roten Boot bezweckten: jede Art Art “ Sieg über die Natur“ ist letztlich ein Sieg über uns selber. Wir sind dabei unsere einzigartige Erde, unseren einzigen Lebensraum kaputt zu machen. Was soll da ein „Sieg der Kunst über die Natur“ für einen Sinn haben? Meine Vision ist, dass dies endlich alle sehen und einsehen und aufhören, Plastik zu benutzen, Unmengen von Müll zu produzieren, so billig wie möglich um die Erde jetten, ihre Vorgärten zu pflastern, mit dem Laubsauger die Kleintiere zu töten usw. usw. Wie kann man… mehr »

Amazone

@Edelgard: Das ist auch einer meiner Wünsche mit dem Plastik, Müll… Warum wurde nicht von Anfang an das Recycling bedacht? Warum dürfen Unternehmen alles in Plastik verpacken (Auch Bio)? Warum muss kein Raucher eine Geldstrafe zahlen , wenn er seine Kippe auf die Straße wirft? …………..!!!!!!

Edelgard

Liebe Amazone, eigentlich kostet es schon was, eine Kippe auf die Straße zu werfen, aber wer kann sich darum noch kümmern? Wir selber können auch was tun, besser als gar nichts.

Biene

Ich beschäftig mich auch seit September etwas mehr mit dem Thema weniger Plastik, lebe in einer Kleinstadt in der es leider keinen Unverpackt-Laden gibt, jedoch ist der Ort wahrscheinlich auch zu klein um einen Laden dieser Art zu tragen. Wenn ich in eine Großstadt fahre, schau ich immer ob es dort einen Laden gibt und hole mir da Anregungen, wenn ich mein Shampoo aufgebraucht habe versuche ich es mit Haarseife. Wichtig ist, dass man nicht denkt „ich alleine kann nichts ändern“.

Edelgard

liebe Biene, in meiner Nähe gibt es einen unverpackt-Laden, aber dahin muss ich mit dem Zug fahren und kann dann natürlich auch nur begrenzte Mengen mitnehmen. Einiges lässt sich über das Internet bestellen, wie z.B. Haarseife, aber das ist natürlich auch verpackt ( wenn auch in Papier). So oder so fehlt noch eine richtig tolle Lösung. Und du hast Recht “ alleine kann man auch etwas ändern- besser als aufgeben!“

Svenja

Meine Vision ist eine entschleunigte Reise, ganz in Ruhe mit Zug oder zu Fuß. Und am liebsten einmal um die Welt. Da käme dann auch noch das Schiff ins Spiel 🙂 Da, wo es mir gefällt, bleibe ich ein bisschen, bevor es weiter geht. Dazu braucht es Zeit, die ich als Berufstätige im Moment nicht habe.
Aber ich mache viele meiner kleinen Reisen schon mit Bus und Bahn, quasi als Einstieg. Und irgendwann kommt eine andere Zeit und dann geht es los.

Amazone

Meine Vision: Eine Weltreise als Konzertreise mit meinem Mann, auch um Menschen anzustoßen, aktiv, kreativ zu werden, zum Musizieren (Unterstützung Akademie für Potentialentfaltung, Gerald Hüther) und dadurch Projekte auf die Beine stellen.
@Edelgard: Das ist auch einer meiner Wünsche mit dem Plastik, Müll… Warum wurde nicht von Anfang an das Recycling bedacht? Warum dürfen Unternehmen alles in Plastik verpacken (Auch Bio)? Warum muss kein Raucher eine Geldstrafe zahlen , wenn er seine Kippe auf die Straße wirft? …………..!!!!!!

Paulina

Und oft braucht es viele, die an einem Strang ziehen, um ein Boot – in diesem Fall eine Gondel – über die Alpen zu bekommen. Ich ahne schon, was mein rotes Boot sein wird, wenn ich heute meine Ideen aufschreibe…
Hier ein Filmchen, habe leider nur die Langversion gefunden, ich meine die erste Hälfte.
Allen einen schönen 2. Advent.

https://www.youtube.com/watch?v=zUsolE5gs8Y

Katharina

Ich habe zu viele Visionen… Oder eher Wünsche. Zu der aktuell beliebten und hier erwähnten Nachhaltigkeit: Für mich reicht schon meine eigene Müllfreiheit, da müssen nicht alle mitmachen – das ist aber auch schon schwer. Das könnte ich aber tatsächlich auch kleiner halten, als Ziel /Wunsch/Vision. Da habe ich aber, um auf den gestrigen Beitrag zu kommen, zu viele bunte Fäden. Ich will einfach alles auf einmal und die Vorstellung davon, was ich alles JETZT lernen und machen möchte, überfordert mich. Dann tue ich einfach… Nichts… Vielleicht kürze ich alle meine bunten Fäden einfach mal, bei Gelegenheit lassen sie sich… mehr »

Yves

Die Natur zu besiegen … das mag kurzfristig funktionieren. Aber die Natur wird die Kunst besiegen! Vielmehr produziert die Natur selbst Kunst!

Antje

Entschleunigte Begleitung meiner Kinder auf ihrem Weg. Ohne Zeitdruck gemeinsam viele gute Momente erleben. Heute habe ich mit einem kleinen Schritt angefangen und wir haben uns an diesem Adventssonntag einfach mal Zeit für‘s Museum genommen…

Dorothea

Ein Buch schreiben.
Meine ganzen vielen Erfahrungen
und Gedanken
und Erkenntnisse
in eine Geschichte packen.
Ich krieg keinen Anfang.

Dimitra

Meine Vision ist, möglichst viele Menschen dabei zu unterstützen, ihre Wahrheit zu erkennen und zu sprechen. Dafür mache eine Ausbildung, dafür möchte ich gehen.

Andreas

Ich denke oft, das bringt es doch nicht oder das ist viel zuviel Aufwand und lohnt sich nicht. Dann mache ich auch oft gar nichts, obwohl ein bisschen mir vielleicht zeigen würde, dass es doch zumindestens etwas sinnvoll ist. Gerade heute habe ich im Job mit meiner, zugegeben langweiligen Tätigkeit, einen Fehler gefunden, der ohne meine automatischen Tests nicht so schnell, wenn überhaupt, entdeckt worden wäre. Schade ist dann, dass mich das nicht richtig zufrieden macht.

Dimitra

Hallo Andreas, schau mal, vielleicht ist in einem anderen Lebensbereich das Anfangen einfacher? Mich inspiriert immer der Gedanke, dass man am Ende des Lebens nur das bereut, was mach sich nicht getraut hat zu machen. Mache doch etwas, ohne an eine externe Bewertung zu denken. Etwas, was Dir ein gutes Gefühl gibt. Ich habe z.B. letzte Woche eine wichtige Datei nochmal mit Argusaugen durchforstet, Formeln berichtigt, Zelleninhalte überprüft. Das war ein tolles Gefühl, und der Sache dient es auch -unabhängig davon, ob das jemand mitbekommt oder nicht…