Die Geschichte vom Holzfäller ist eine meiner Lieblingsgeschichten.

Ganz besonders dann, wenn meine leistungsorientierten Seminar-Teilnehmer oder Coaching-Klienten sich keine Pause gönnen wollen.

Und das passiert schnell, denn im Alltag sind wir häufig nur mehr darauf gepolt, die Masse an anstehenden Aufgaben so flott wie möglich abzuarbeiten.

Wir schuften und schuften und schuften – ohne Atempause.

Je mehr wir zu tun haben, je länger unsere To-Do-Listen sind, desto emsiger werkeln wir vor uns hin.

Abends sind wir dann völlig erschöpft, und wissen: am kommenden Tag haben wir wieder das gleiche Pensum zu stemmen. Frust pur!

Und vor lauter Arbeitseifer verlieren wir völlig aus dem Blick, dass dieses emsige Treiben womöglich völlig sinnlos ist.

Wir sehen nicht mehr, dass wir die anstehenden Aufgaben sehr viel schneller erledigen könnten, wenn wir mal von Grund auf an unserem Tun etwas verändern würden. Vor lauter „Schaffen-Müssen“ denken wir gar nicht mehr daran, dass es anders womöglich deutlich entspannter und vorallem einfacher gehen könnte.

Geht Dir das auch manchmal (oder öfter) so?

Dann könnte Dir die Geschichte vom Holzfäller gefallen – und ein Innehalten auslösen. Und im Anschluss erfährst Du meine 11 Lieblings-Impulse dazu.

Die Geschichte vom Holzfäller

Ein Spaziergänger geht durch einen Wald und kommt zu einem Waldarbeiter, der mühselig damit beschäftigt ist, einen Baum mit einer Axt zu fällen.

Der Spaziergänger tritt näher heran, um zu sehen, warum der Holzfäller sich so abmüht und sagt: “Entschuldigen Sie, aber mir ist da was aufgefallen: Ihre Axt ist ja total stumpf! Wollen Sie nicht mal kurz eine Pause machen und Ihre Axt schärfen? Dann wird das Fällen deutlich leichter gehen.“

Darauf stöhnt der Waldarbeiter: „Ich habe keine Zeit zum Pause machen – ich muss hacken!“

Die Axt schärfen?

Wie ist das bei Dir ? Wo bist Du permanent derzeit permanent am „fällen“? Und wo wäre es aber total sinnvoll, mal kurz innezuhalten, die Axt zu schärfen und danach viel produktiver und entspannter weiterzumachen?

11 Tipps wie du Deine „Axt schärfst“

  • Nimm Dir regelmäßig eine freie Zeit, in der Du nachdenken kannst, WIE Du WAS momentan machst. Trage Dir eine solche „Me-Time“ gerne als fixe Zeitinsel in Deinen Kalender ein.

  • Erhöhe die Verbindlichkeit Dir selbst gegenüber, diese Zeiten auch wirklich zu nutzen. Sei es, indem Du mit einem Coach regelmäßig reflektierst und verbesserst (so wie es viele Unternehmer:Innen monatlich mit mir machen). Oder indem Du Dich in einer Mastermind einbringst, und Ihr verbindliche und regelmässige (Online-)Treffen macht.

  • Überprüfe in dieser Nachdenkzeit Dein tägliches Tun: wo kannst Du Arbeitsabläufe vereinfachen?

  • Welche Deiner zahlreichen Aufgaben könntest Du abgeben?

  • Zu welchem Thema wäre es sinnvoll, eine Weiterbildung zu machen, um fachlich besser und damit schneller, bzw. sicherer zu werden?

  • Welche Deiner Aktivitäten sind wirklich zielführend? (z.B. welcher SocialMedia-Kanal bringt mir wirklich was?)

  • Wenn Du selbstständig bist: welche Kunden machen nur Arbeit und Ärger? Bringen zwar Umsatz aber unterm Strich bei diesem Aufwand zu wenig Marge?

  • Wenn Du angstellt bist: was würde einen echten Unterschied in Deiner Leistung machen, um eine Gehaltserhöhung oder Beförderung zu rechtfertigen?

  • Wenn sich nach dem Urlaub die Arbeit türmt: bei welchen Aufgaben war es gar nicht schlimm, dass Du nicht da warst? Könnten diese auch in Zukunft wegfallen?

  • Welcher Leitstern leuchtet bei Dir am Horizont? Weisst Du noch, was Dir wirklich wichtig ist im Leben (und was unter Umständen vom Klein-Klein des Alltags zugeschüttet war)?

  • Hast Du genügend Zeiten zum Regenerieren? Zum Schlafen und sich erholen, um frischer und konzentrierter zu sein? Und damit leistungsfähiger?

online kurs mehr Zeit für dich

Weitere Unterstützung beim „Axt-Schärfen“ gibt’s in meinen offen buchbaren Zeitmanagement-Seminaren oder  im persönlichen Coaching 🙂

Der Artikel wurde für Dich frisch aufbereitet 06/2021

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