Die Geschichte vom Holzfäller

18. Juni 2019
säge schärfen, geschichte holzfäller, effektiver werden, pause machen

Im Alltag sind wir häufig nur mehr darauf gepolt, die Masse an anstehenden Aufgaben so schnell wie möglich abzuarbeiten. Wir schuften und schuften und schuften – ohne Atempause. Je mehr wir zu tun haben, je länger unsere To-Do-Listen sind, desto emsiger werkeln wir vor uns hin. Abends sind wir dann völlig erschöpft, und wissen: am kommenden Tag haben wir wieder das gleiche Pensum zu stemmen. Frust pur!

Doch vor lauter Arbeitseifer verlieren wir völlig aus dem Blick, dass dieses emsige Treiben womöglich völlig sinnlos ist. Wir sehen nicht mehr, dass wir die anstehenden Aufgaben sehr viel schneller erledigen könnten, wenn wir mal von Grund auf an unserem Tun etwas verändern. Vor lauter „Schaffen-Müssen“ denken wir gar nicht mehr daran, dass es anders womöglich deutlich entspannter und vorallem einfacher gehen könnte.

Habe ich in meinen Zeit-Management-Seminaren so leistungs-orierentierte Teilnehmer, die sich keine Pause gönnen, dann erzähle ich gerne die folgende Geschichte:

Die Geschichte vom Holzfäller

Ein Spaziergänger geht durch einen Wald und kommt zu einem Waldarbeiter, der mühselig damit beschäftigt ist, einen Baum mit einer Säge zu fällen.

Der Spaziergänger tritt näher heran, um zu sehen, warum der Holzfäller sich so abmüht und sagt: “Entschuldigen Sie, aber mir ist da was aufgefallen: Ihre Säge ist ja total stumpf! Wollen Sie nicht mal kurz eine Pause machen und Ihre Säge schärfen? Dann wird das Fällen deutlich leichter gehen.“

Darauf stöhnt der Waldarbeiter: „Dafür habe ich keine Zeit – ich muss sägen!“

Säge schärfen?

Wie ist das bei Ihnen? Wo sind Sie derzeit permanent am „sägen“? Und wo wäre es aber total sinnvoll, mal kurz innezuhalten, die Säge zu schärfen und danach viel produktiver und entspannter weiterzumachen?

„Säge schärfen“ in Sinne von:

  • Arbeitsabläufe vereinfachen
  • eine Weiterbildung machen, um fachlich besser (und damit schneller, bzw. sicherer zu werden)
  • den richtigen Hebel zu finden in punkto Markting (z.B. welcher SocialMedia-Kanal bringt mir wirklich was?)
  • Als Selbständiger bestimmte Kunden „rauszuwerfen“, die nur Arbeit und Ärger machen?
  • Als Angstellter effektiv auf die nächste Gehaltserhöhung oder Beförderung zu zielen?
  • Nach dem Urlaub, wenn wir mal wieder so richtig mit Arbeit überhäuft werden, uns zu fragen: „Was mach ich hier eigentlich?“  – und: „Geht’s womöglich auch leichter?“
  • Aufräumen und Altlasten entsorgen, um Zeit mit Suchen einzusparen?
  • Schlafen und sich erholen, um frischer und konzentrierter zu sein?

Gönnen Sie sich diese Momente des Innehaltens – und schärfen Sie regelmäßig Ihre Säge 🙂

Was ist Ihre nächste „Schärf“-Aufgabe? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Tom

Ich liebe diese Geschichte – danke! Sie macht auf so simple Weise klar, wie sehr wir uns manchmal selbst im Wege stehen. Werde jetzt meine Säge schärfen und die Sommertage nutzen, um mich in eine neue Software einzuarbeiten, die ich im Job nutze – aber nicht wirklich gut „drauf“ habe.