Skobakemann / photocase.com

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Ob Sie sich gestresst fühlen oder eher gelassen sind, hängt nicht nur von Ihrem persönlichen Stresspegel ab. Der Stress Ihres Partners oder Ihres Umfelds überträgt sich direkt auf Sie, denn Stress ist ansteckend. Schon allein das Beobachten angespannter Situationen kann körperliche Reaktionen hervorrufen.  Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher eines Kooperationsprojekts des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Technischen Universität Dresden.

Empathischer Stress

Die Wissenschaftler nennen dieses Phänomen empathischen Stress und dieser tritt besonders in Paarbeziehungen auf. „Dass wir diesen empathischen Stress in Form einer bedeutsamen Hormonausschüttung wirklich messen konnten, war schon erstaunlich“, berichtet die Wissenschaftlerin Veronika Engert. Allein beim Beobachten stressiger Situationen schütteten die Studienteilnehmer das Hormon Kortisol aus. In unserer permanent stressgeplagten Gesellschaft wirkt sich damit der emphatisch vermittelte Stress direkt auf die Gesundheit aus.

Und wie können Sie sich davor schützen?

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Wenn Sie sich dieser Zusammenhänge bewusst sind, können Sie sich wappnen. Distanzieren Sie sich von Menschen, die gerade diese negative Energien aussenden, die nichts mit Ihnen zu tun haben. Verlassen Sie den Raum, setzen Sie Kopfhörer auf, lächeln Sie und/oder machen Sie sich bewusst: „Das hat nichts mir mir zu tun“.

2. Auflage, Oktober 2015
Foto: @Skobakemann/photocase.com

 

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