Fröhliche Weihnachten – mit einer fröhlichen Geschichte

24. Dezember 2018
lächeln, lachen

Heute ist Heilig Abend. Der Vorabend des offiziellen Weihnachtstages im christlichen Glauben*.

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag mit schönen Momenten der Liebe, der Besinnung und des Lachens. Zur Unterstützung habe ich dazu eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten mitgebracht. Eine Geschichte, bei der meine Familie jedes Jahr Tränen lacht. Sie ist vom oberpfälzer Kabarettisten Toni Lauerer, aus seinem Buch „I glaub i spinn“.

Viel Spaß damit 🙂 Und nicht vergessen – wir machen hier im Adventskalender auf der GlüXX-Factory noch bis zum 26. Dezember weiter“

„Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter.
Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber.
Wir haben auch eine. Aber die ist mit Beleuchtung. Und man schreibt sie mit K.

Drei Wochen bevor das Christkindl kommt, stellt der Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen.

Viele Krippen sind dodal langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords tolle Figuren drin. Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf unseren Ofen gestellt damit sie es schön warm haben. Aber es war ihnen zu heiß.

Das Christkindl ist ganz schwarz g’wordn und den Josef hat’s in lauter Trümmer zerrissn. Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzlteig geflogen und das war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, daß nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind in der Krippe herumsteht, schaut es nicht gut aus.

Aber ich habe gottseidank viele Figuren in meiner Spielkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Christkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Christkindl noch besser.

Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkindl. Hinter dem Christkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Brontosaurier hab ich hingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir allein zu langweilig.

Links neben dem Stall kommen gerade die Heiligen Drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen runtergefallen und war dodal hin. Jetzt haben wir nur noch Zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz.

Eigentlich wollte ich ja Vier Heilige Drei Könige, doch der Spiderman muss ja im Stall auf die depperten Schafe aufpassn. Normal haben die Heiligen Könige einen Haufen Zeug für das Christkindl dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Pürree. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

Hinter den Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt. Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Weizen für die Oma dabei und reißt gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir leider nicht. Dafür lurt hinter dem Baum ein Bummerl als Ersatz-Wolf hervor, mehr steht in unserer Krippe nicht.

Aber das reicht voll. Am Abend schalten wir die Lampe an und dann ist unsere Krippe erst richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent.
Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert. Mein Opa hat mit ein Gedicht vom Apfent gelernt und das geht so: „Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa – drei – vier, dann hauts’de mit deim Hirn an d’Tür“ Obwohl das Gedicht ganz schön ist, hat die Mama g’sagt, dass ich es mir nicht merken darf.

Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll mit Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie goldern sind und das Christkindl hängt sie später an den Christbaum. Man darf gar net fest schnaufen, weil der Goldstaub ist dodal leicht und er fliegt überall rum wenn man hineinschnauft.

Einmal hab ich vorher in den Goldstaub ein Niespulver hineingetan und wie der Papa die erste Nuss dann drin gewälzt hat, hat er einen Nieserer gmacht, dass es ihn grissn hat und sein Gsicht war goldern und die Nuss nicht. Die Mama hat ihn dann geschimpft weil er keine Beherrschung hat und sie hat gsagt, dass er sich dümmer anstellt als ein Kind. Dann war der Papa recht z’wieder und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat nur gsagt, dass bei dem Goldstaub irgendwas net stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamtein lustiger Apfentabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen oder sonst ein Glump. Ich schreibe vorsichtshalber gleich mehr Sachen drauf und zum Schluss schreibe ich dem Christkindl, es soll einfach soviel kaufen, bis das Geld ausgeht. Die Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit und irgendwann bringt mir das Christkindl gar nix mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer etwas gekriegt.
Und wenn ich groß bin und ein Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber etwas und bin auch überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkindl von mir aus ärgern, weil dann ist es mir wurscht.

Bis man schaut ist der Apfent vorbei und Weihnachten aus. Und mit dem restlichen Jahr geht es auch dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nix mehr, höchstens wenn man Geburtstag hat.

Aber eins ist Gewiss: Der Apfent kommt immer wieder…“

Teilen Sie heute Ihr Lachen und Ihre Fröhlichkeit mit anderen Menschen. Gerne auch mit uns hier in der Glüxx-Factory. Erzählen Sie uns, was Sie zum Lächeln oder Lachen bringt. Welche lustigen Geschichten kennen Sie?

 

* P.S. Warum wir heute und morgen Weihnachten feiern, hat sich eingebürgert. Aber warum? Dieser Frage ist dieser Artikel in der FAZ nachgegangen.

Advent – Tun Sie sich und anderen etwas Gutes

Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps als Kommentar unter diesem Beitrag. Nach Weihnachten verlosen wir unter allen Kommentatoren Buch-Überraschungs-Pakete von GABAL und Campus, sowie eine Übernachtung für 2 Personen im Schlosshotel Oberambach am Starnberger See.

Und noch mehr: für jeden Kommentar in unserem Online-Adventskalender spenden wir nach Weihnachten einen Euro für einen guten Zweck zugunsten der Charakterköpfe.org. Machen Sie also aktiv mit. Je engagierter Sie sind, desto mehr gewinnen auch andere Menschen mit Ihnen. Die Spielregeln finden Sie hier.

 

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Svenja

Ich wünsche allen frohe und gesegnete Weihnachten! Eine meiner Lieblingsgeschichten ist die folgende: Wie man zum Engel wird Wie jedes Jahr sollte auch in diesem die sechste Klasse das weihnachtliche Krippenspiel aufführen. Mitte November begann Lehrer Larssen mit den Vorbereitungen. Zunächst mussten die Rollen mit begabten Schauspielern besetzt werden. Thomas, der für sein Alter hoch aufgeschossen war und als Ältester von vier Geschwistern häufig ein ernstes Betragen an den Tag legte, sollte den Joseph spielen. Tinchen, die lange Zöpfe hatte und veilchenblaue Augen, wurde einstimmig zur Maria gewählt, und so ging es weiter, bis alle Rollen verteilt waren, bis auf… mehr »

Yves

Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Sonja L.

Moin aus Ostfriesland und allen ein wundervolles, gesegnetes Weihnachtsfest :-), ich selber bin zu Weihnachten ein Romantiker und voller Anmut. Ich liebe das Weihnachtsfest mit meiner großen Familie und es bewegt mich immer wieder selber Gedichte zu schreiben. Die Melodie meiner Weihnachtsgedanken werden hinfort getragen über das große Meer. Im Schaum der weichen Wellen sehe ich ein Spiegelbild von mir selber, als Weihnachtselfe. Ich fliege über die Wolkenwelt und verteile meine Fröhlichkeit als kleine Geschenke, über alle Kontinente. Der Augenblick der Weihnacht erwacht in unseren Herzen und wir sind voller Freude. Wir staunen über das große Sternenmeer am Weihnachtshimmel, über… mehr »

Biene

Ich wünsche Euch allen fröhliche Weihnachten.

Amazone

Gesegnete Weihnachten mit viel Muße wünschen ich allen!

Dorothea

Bei uns blieb die Krippe einmal ohne Jesuskind.
Da es erst in der Nacht zum 25. kommen sollte, haben wir es gut versteckt.
Und nicht rechtzeitig wieder gefunden.

Das Weihnachtsfest war trotzdem schön
und ein solches wünsche ich euch allen.
Vielen Dank, Cordula, dass wir wieder den schönen Kalender hatten – und noch haben

Dimitra

Vorgestern fuhren mein Mann und ich durch die Dunkelheit, wir wollten auf einen speziellen Weihnachtsmarkt. Bis ich, viele Kilometer später merkte, dass wir komplett falsch waren. Wir sind vor Lachen fast erstickt, haben dann doch noch den richtigen Weg eingeschlagen;-) Das Strahlen meiner Töchter dass ich dieses Jahr auch Vegane Plätzchen in petto habe, ließ mein Herz hüpfen. Die Geschenke habe ich heute kurz vor knapp verpackt, hatte dabei aber ein breites Grinsen im Gesicht! Meine Lieblings-Weihnachts-CD ist kaputt, doch meine mitfühlenden Kinder gaben mir das Lachen zurück! So gibt es heute Lachen und Lächeln, Freude und Kerzenschein. Euch allen… mehr »

Paulina

Die Geschichte hab ich mal auf vollboarisch gehört, das war zum niederknien 🙂 Euch allen ein schönes Fest!

Helena

Danke für die Geschichte und allen ein schönes Weihnachtsfest und vielen Dank für den Adventskalender.

Anna

Von <3 ein herzöffnendes Weihnachtsfest. Am meisten und intensivsten lache ich mit meinen Kindern. Sie bereichern mein Leben. Ich erkenne mich durch ihr SEIN mehr und mehr. DANKE.

Regina

Ich habe heute Nacht gelacht! Am Hl. Abend ging ich sehr früh (um 21 Uhr) vor meiner Familie ins Bett, ich muss beruflich immer um 5 Uhr aufstehen und war einfach todmüde. Mein Mann kam dann um 0.30 Uhr von der Christmette heim, da wurde ich munter. Wir unterhielten uns noch ein bisschen, da erzählte er mir den Witz, den ihm unser Herr Pfarrer auf dem Nachhauseweg erzählt hat: „Sagt eine Blondine zur anderen ‚Dieses Jahr fällt Weihnachten auf einen 13.!‘ – Erwidert die andere Blondine erschrocken ‚Aber hoffentlich nicht auf einen Freitag!‘ “ – Ich hoff, hier fühlt sich… mehr »

Andreas

Ich lache gerne, auch über mich selbst. Wir haben Heiligabend bei der Schwester (Mann u. Tochter) meiner Partnerin mit ihrem Sohn, der anderen Schwester mit Partner sehr viel gelacht und es war eine richtig gute Stimmung. Ich freue mich auf Silvester mit meiner Familie.