Wann bekommt man ein Stipendium?

Wenn man hochbegabt ist, einen glatten Lebenslauf und herausragende Leistung vorweisen kann. So ist die Regel.

Die gute Nachricht. Es geht auch anders. Auch Sitzenbleiber haben eine Chance. Anderssein ist explizit erlaubt, willkommen und wird gefördert.

Die private Hochschule in Friedrichshafen geht einen neuen Weg: Sie schreibt explizit das „Anti-Streber-Stipendium“ aus.

Bravo! Da geht uns Kreativen Chaoten doch das Herz auf.

„Motivation für dieses Vorgehen sind zahlreiche Studien“, erklärt ZU-Vizepräsident Tim Göbel. Sie belegten, dass Teams mit strategischer Diversität selbstkritischer und selbstbewusster, wachsamer und achtsamer seien. „Diese Vielfalt, die viel zu oft an den Universitäten außen vor bleibt, wollen wir integrieren“, so Göbel.   

Und welche Kandidaten können sich auf einen der 12 Plätze nun bewerben? Angesprochen sind: Ausbildungs – und Studienabbrecher, Bachelor-Bewerber, die 30 Jahre oder älter sind, Nerds, Sitzenbleiber, Gründungspleitiers, Legastheniker, Dyskalkuliker, Bildungsaufsteiger im zweiten oder dritten Bildungsweg, Studierende mit Zuwanderungsgeschichte, Bachelor-Studierende mit Kind.

Aber Besonderheiten und krumme Lebensläufe alleine sind nicht das Tor für das Stipendium. Die Biografie mit Umwegen sei allein keine Garantie auf ein Stipendium, bestätigt Tim Göbel: „Wir erwarten Bewerber, die herausragend sind trotz und wegen ihres Hintergrunds. Wichtig ist, dass wir merken, dass der Bewerber die Lücken in seinem Lebenslauf reflektiert hat und Selbstbewusstsein mitbringt“

Und hier gibt es mehr dazu: Bewerberportal der ZU

 

 

 

 

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