Vom Adler im Hühnerhof – Türchen 25

25. Dezember 2017

Und noch was fürs Herz! Eine humorvolle Extra-Türchen-Geschichte, um uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind!“

Ein Mann fand ein Adler-Ei und legte es in das Nest einer gewöhnlichen Henne. Der kleine Adler schlüpfte mit den Küken aus und wuchs zusammen mit ihnen auf.

Sein ganzes Leben lang benahm sich der Adler wie die Küken, weil er dachte, er sei ein Küken aus dem Hinterhof. Er kratzte in der Erde nach Würmern und Insekten. Er gluckste und gackerte. Und ab und zu hob er seine Flügel und flog ein Stück genau wie die Küken.

Er lebte ein zufriedenes Leben.

Doch eines Tages sah er einen herrlichen Vogel hoch über sich im wolkenlosen Himmel. Anmutig und hoheitsvoll schwebte dieser durch die heftigen Windströmungen, fast ohne mit seinen kräftigen goldenen Flügeln zu schlagen.

Der junge Adler blickte ehrfürchtig empor. „Wer ist das?“ fragte er seinen Nachbarn. „Das ist der Adler, der König der Vögel“, sagte der Nachbar. „Aber rege dich nicht auf. Du und ich, wir sind von anderer Art.“

Der junge Adler aber wandte erneut den Blick nach oben. Eine seltsame Erregung befiel ihn. Zuerst ganz zaghaft, dann immer aufgeregter und stärker begann er mit seinen Flügeln zu schlagen – und dann passierte es: mit einem markerschütternden Schrei erhob er sich in die Luft und schwebte davon.

Er ward auf dem Hühnerhof nie mehr gesehen.“

Quelle: unbekannt

Die Advents-Botschaft unserer Adler-Hühnerhof-Geschichte:

Sich selbst zu finden, erfordert oft den Mut, sich aus gewohnten Denkmustern zu lösen und sich von Vorstellungen und Vorgaben, der anderen zu befreien.
Fliegen Sie schon oder scharren Sie noch?

Ihr Advents-To-Do:

Was bräuchten Sie für Tools um abzuheben, wo ist Ihr Bremsklotz? Wir freuen uns über viele Kommentare und Gedanken!

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Dimitra

Ich bin in der Phase der ersten erregten Flügelschläge – ich spüre dass ich ein Adler bin und traue mich immer mehr, es auch zu zeigen. Bald werde ich fliegen

Rosa-Maria

Vielen lieben Dank für die wunderbare Begleitung durch diese besondere Zeit- ich wünsche uns allen, dass wir erkennen aus welchem „Nest“ wir kommen und unsere Fähigkeiten entdecken, zu schätzen wissen udn sie nutzbar machen für uns – für alle.
Herzlichst – frohe Tage!

Alabaster

Adler sein ist etwas sehr Schönes, aber es gibt auch viele Neider, die einem das Leben versuchen schwer zu machen. Aber jeder sollte immer wieder an sich und seine Fähigkeiten glauben, sie herausfinden, erkennen, nutzen und sich nicht von Anderen beirren lassen.

Regina

Ich musste fliegen, mir blieb gar nix anders übrig! – Ich hab vor kurzem eine neue Arbeitsstelle angetreten, eher unfreiwillig, denn mein alter Job wurde gewissermaßen aufgelöst. Da war ich schon ziemlich nervös vor den ersten Arbeitstagen, denn es war schon was anderes als vorher! Aber siehe da: ich kann fliegen! Ich hab vorher nicht gewusst, dass ich 6 Stunden Vollgas arbeiten kann (Frühdienst Hotelküche), ich habs geschafft und alles weitere macht die Routine!

Anna

Danke, für diese Erinnerung. In mir schlüpft der Adler gerade aus dem Ei und wächst.

Frauke

Ich liebe diese Geschichte. Zeigt sie doch, dass man manchmal nur einen Flügelschlag riskieren muss.
Ich suche gerade den Schlüssel, um meinen Schweinehund freizulassen.
Der hält mich zu oft fest.
Vielleicht sollte ich mir ihn zum Verbündeten machen.
In diesem Sinne… Danke für die Inspiration.

Silke-Ulrike

Ich weiß um die kraftvollen Schwingen meines Adlers –
Meine momentanen Turbulenzen:
Vertrauen in mich und meine Gabe –
lassen mich auf meiner neuesten Flugroute
noch unsichtbar sein –
Möge ErMUTigung meine Schwingen erneut in den Aufwind heben

Marion Z.

Ich habe mit der Zeit erkennen müssen/dürfen, dass in mir zwar kein Adler, aber zumindest eine Schwalbe steckt. Diese Selbsterkenntnis war für mich sehr wertvoll, denn man ist nur dann zufrieden, wenn man seine Grenzen erkannt hat und die gesteckten Ziele die eigenen Möglichkeiten nicht übersteigen.