Was Ihr Weihnachtsbaum über Sie verrät! :-)

14. Dezember 2017

Was hängen Sie heuer an Ihren Tannenbaum? Glänzende Kugeln, bunten Kitsch, raffinierte Technik? Achtung! Unser Schmückverhalten bietet (angeblich) Einblicke in unsere Persönlichkeit. Der BR hat eine kleine Typologie der Schmücker aufgestellt und erklärt neun Schmücktypen. Zu welchem zählen Sie?  

Typ 1: Klassisch – der Traditionalist

Echten Bienenwachskerzen, großen roten Kugeln, Strohsterne – so schmückt der echte Traditionalist und beweist Sinn für alte Werte: Er macht sein Kreuz bei der Partei, die schon sein Vater wählte – und schmückt auch den Baum so, wie es bereits seine Großmutter tat. Nur dann fühlt er sich geborgen. Sein Lieblingssatz beginnt mit „Meine Mama sagt …“.

Typ 2: Kitschig – der lebenslustige Individualist

Der Kitsch-Schmücker bringt mit seinem Baum Farbe ins Wohnzimmer: Er behängt ihn mit lauter Dingen, die er während der vergangenen Jahre angesammelt hat. Andere würden es „Krempel“ nennen, für ihn sind es kleine Schätze: Poppige Glaskugeln, ein singender Stieglitz mit Federn, eine kleine Geige und ein staubiger Kinderschuh. Was seine Anhänger gemeinsam haben: Sie sind bunt und keiner passt zum anderen. Der Kitsch-Schmücker ist ein lebenslustiger Individualist – und er scheut sich nicht, das auch zu zeigen. Oft zum Leidwesen seiner Umwelt.

Typ 3: Stilsicher – der Gesamtkunstwerk-Schaffer

Der stilsichere Schmücker ist das genaue Gegenteil des Kitsch-Schmückers, ein kunterbunter Baum käme ihm nicht ins Haus. Auch im Weihnachtsschmuck muss alles seine Ordnung haben und eine bestimmte Richtung erkennbar sein. Vielleicht bevorzugt er in diesem Jahr einen güldenen Baum – mit mundgeblasenen Glaskugeln von 1900 und von seiner Urgroßmutter gehäkelten Sternen. Der stilsichere Schmücker ist ein gepflegter und geschmacksbegabter Zeitgenosse, der morgens gerne länger im Bad braucht. Er ist eben nicht nur auf das Äußere seines Weihnachtsbaumes bedacht und scheut dabei weder Kosten noch Mühen.

Typ 4: Spontan – der Kreative Chaot

Der Spontan-Schmücker weiß vorher nie, was da bald in seiner Wohnung stehen wird. Am 24. Dezember fängt er einfach an zu schmücken, mal sehen, was er zuhause hat – mal sehen, was daraus wird. Der spontane Schmücker ist ein Kind unserer Zeit: Ein Mensch ohne Vorurteile, flexibel und offen für alles. Mal silbern, mal bunt – je nach Lust und Laune – Hauptsache jedes Jahr anders. Dieser Schmücker liebt die Abwechslung – und ist eher männlich als weiblich.

Typ 5: Pragmatisch – der kühle Kopf

Wenn es anderen warm ums Herz wird, behält der rationale Schmücker einen kühlen Kopf. Die Sinne kann der Weihrauch jemand anderem vernebeln, ihm nicht. Weihnachtsstimmung nur im Schein echter Bienenwachskerzen? „Vergiss es“, sagt er, „willst du deswegen die Versicherung erhöhen?“ Der pragmatische Schmücker lässt sich allein von rationalen Überlegungen leiten. Man muss eben auch am Fest der Freude an alle möglichen Unannehmlichkeiten denken. Sie könnten schließlich auftreten.

Typ 6: Hedonistisch –  die Naschkatze

Schokoladennikoläuse, -ringe, -sterne und -engel, Zuckerstangen und Bonbons – vom Baum des Süßkram-Schmückers bekommt man schon vom Anschauen Zahnschmerzen und Bauchgrimmen. Der Süßkram-Schmücker ist ein barocker Mensch, der dem Weihnachtsfest nicht nur inneren Frieden abgewinnen will – sondern auch körperlichen Genuss. Doch weil ihm sein offen zur Schau gestellter Hedonismus selbst ein wenig unangenehm ist, schiebt er die Schuld gern auf andere: „Für die Kinder“ oder „Für die Enkel“, sagt er dann und zwinkert. Bevor die kommen, hat er allerdings schon längst die ersten Teile vom Baum stibitzt.

Typ 7: Raffiniert – der kluge Kombinierer

Der raffinierte Schmücker ist sein ganzes Leben lang auf der Suche nach Perfektion. Jahrzehntelang hat er an seiner Schmück-Technik gefeilt. Die beste Erfahrung hat er mit einer Kombination aus elektrischen und echten Kerzen gemacht. Die schönen echten der Zierde wegen nach vorne, die unechten der Sicherheit halber nach hinten. Die elektrischen Glühbirnen können den Baum dann sogar nachts ins rechte Licht rücken – und die Nachbarn bleich werden lassen.

 Typ 8: Witzig – der liebenswürdige Witzbold

Der Banause unter den Schmückern stellt einfach irgendetwas auf – und auch nur, wenn er Besuch erwartet. Dann wird er plötzlich aktiv, fetzt in den Keller und kramt das Modell „Man-kann-ihn-auch-ausklappen-Plastikbaum-in-klein“ hervor. Mit Schnickschnack hat der Banause nicht viel am Hut. Dafür kann er improvisieren, ist praktisch veranlagt, witzig und meistens äußerst liebenswürdig. Er macht sich eben nur nichts aus echten Weihnachtsbäumen.

 Typ 9: Spartanisch – Der Muffel

Weihnachtsbäume sind teuer, sie nadeln, sind schwer zu transportieren und müssen erst aufwändig behängt und dann wieder abgehängt werden. Christbaummuffel können auf jegliche Strapazen gut verzichten – und lassen auch den Baum lieber bei anderen nadeln. „Die Schwiegereltern haben ja einen“, sagt er und zuckt gleichgültig die Schultern. Vorsicht: Der Christbaummuffel lässt sich nur schwer überzeugen. Was er dafür besonders gut kann: anderen die Stimmung verderben.

Und welcher Baum-Typ sind Sie??????

Quelle: BR Online

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(Beitrag frisch für Sie aufbereitet, erstmals erschienen 2015)

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17 Kommentare auf "Was Ihr Weihnachtsbaum über Sie verrät! :-)"

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eigentlich mag ich so ein Schubladen-Denken ja nicht
aber diese Schubladen sind witzig formuliert, so dass ich gerade breit grinsen musste

und ich? früher eher eine Mischung aus Traditionalistin und Pragmatikerin
inzwischen eher der Muffel ohne Baum, aber auch ohne Stimmung-verderben

frohe Weihnachten wünscht
Uta

ich bin eindeutig der Kreative Chaot, allerdings mit Tendenz zum Wert-Traditionellen: bei uns schaut der Baum jedes Jahr anders aus, und ich hänge immer ein paar Stücke dazu, die ich von meiner Oma geerbt habe oder von einer Reise mitgebracht habe. Oder bin ich dann der Kitschige?

Sehr witziger Beitrag – danke 🙂

Wohl am ehesten Typ 3, kombiniert mit 1. Unser Baum ist rot, aber ohne echte Kerzen. Meine Mutter hat vor Jahren einen Wohnungsbau verursacht, seitdem gibt es echte Kerzen nur noch in Kerzenständern auf dem Tisch, wo wir sie im Blick haben! Trotzdem kommt jedes Jahr eine Kleinigkeit hinzu und der Baum ist sehr üppig geschmückt. Früher wurde er auch erst am heiligen Abend geschmückt, seit die Kinder groß sind, mache ich dies am Vorabend. Die Beleuchtung wird aber, außer für den Testlauf, auf keinen Fall vor der Bescherung eingeschaltet!

Gut getroffen!
Ich habe im Laufe meines Lebens viele Phasen durchlaufen:
Von der Stilsicheren (ohne Kinder) über die Spontane-Nüchterne (Kinder klein, Kugeln hoch hängen), Kitschig-Witzige (Kinder wollten schmücken und haben aufgehängt was grade da war, kunterbunt) bis zur Klassischen (Kinder fast alle erwachsen).
Ich liebe echte Kerzen, die sind jedes Jahr mit drauf. Ich habe allerdings auch schon als „2nd chance“ elektrische Kerzen redundant gehabt, die sind halt schnell, praktisch, sicher.

Fröhliches Schmücken an alle!

… ich merke immer mehr, dass ich wohl doch der Kreative Chaot bin… zumindest habe ich die Tendenz, den Baum immer wieder etwas anders zu gestalten… – auch wenn es dann doch in einem gewissen Rahmen bleibt…

Wir haben zwei Systematiker und zwei kreative Chaoten in der Familie, einen unsymmetrischen Baum, mit penibel gerade ausgerichteten Kerzen, diversen Materialien als Schmuck (gesammelt, geschenkt, gekauft und selbst gebastelt). Jeder gestaltet mit, die Palme wird ebenfalls geschmückt und wir gehen so eine enge Bindung mit unserem kurzzeitigen Mitbewohner ein ;0) Zusammengenommen ist jeder Tannenbaum ein besonderes Einzelstück.

Äh – und was bin ich? – ich habe gar keinen Weihnachtsbaum!

ganz absichtlich – weil er mich noch nie begeistert hat seit ich erwachsen bin – als Kind war er toll, da lagen die Geschenke. und am tollsten war er, als ich groß genug war, dass wir wenigstens einmal echte Kerzen dran hatten. die Jahre danach dann auch wieder nicht – war wohl doch zu stressig.

heute gibt es einfach Kerzen auf Tisch, Regal und und und – dafür echte.

Und im Januar keine Nadeln auf dem Boden und kein Lamette wo auch immer.

Fröhliche Weihnachten und stressfreies Vorbereiten

Typ 9, oder? 😉

eindeutig Nr.3 – Stilsicher:
einmal gab es einen Weihnachtsbaum in natur-gelb: mit Bienenwachskerzen und Strohsternen; ein anderes Weihnachten die weiße Pracht: weiße Kerzen + zarte Sterne aus weißem Transparentpapier: So gab es schon die verschiedensten Farbtemen, die aber niemals ins Moderne abdriften.
Seit unsere Kinder größer sind ist das Schmücken allerdings eine Familienentscheidung (und da kommt so allerlei Buntes daher ..)

seit die Kinder grösser sind ist Baumaufstellen (und schmückem) eine Familienaktion ( und die Belohnung fürs Wohnzimmer aufräumen). Wir haben da schon einige nette Geschichten zusammen erlebt, die wir uns gerne erzählen… Der Stil tritt dahinter eher zurück, wir freuen uns über unsere Schätze, die wir gar nicht alle unterbringen können! Wir hatten auch schon Zusätze wie verzierte Plätzchen zum Anhängen usw. Mein Mann plädiert fast jedes Jahr dafür, das mit dem Baum doch zu lassen wg. Der vielen Arbeit, der Rest setzt ihn dann doch durch, auch so eine Tradition! Meist haben wir unseren Baum dann so lieb, dass… mehr »

Wir haben den Tannenbaum, diesmal eine Kieferntanne, sehr dicht gewachsen, richtig edel aussehend mit mundgeblasenen Weihnachtskugeln und bunten Lichtern kombiniert mit etwas Glasschmuck. Wir lassen ihn lange stehen, denn nach dem kirchlichen Kalender endet die Weihnachtszeit erst im Februar.

Wie soll ich bitte am 15. Dezember wissen, wie mein Christbaum dieses Jahr aussehen wird? Morgen ist erst der dritte Advent also noch ewig Zeit, einenBaum zu kaufen – oft wird er erst am Vormittag vom 24. Dezember gekauft. Elektrische Kerzen hatte ich letztes Jahr zum ersten Mal – zu meinem großen Leidwesen hab ihc die Ständer für die Wachskerzen nicht gefunden und wurde somit von der Familie zu elektrischen Kerzen gedrängt. Also trotz anfänglichem Sträuben war das letztlich sehr schön, weil mich so immer ein mittels Zeitschaltuhr hell erleuchteter Baum empfangen hat, wenn ich heim kam oder morgens as… mehr »

Der Baum wird oft erst Heilig abend am Vormittag aufgestellt und geschmückt und dann klassisch mit den roten und goldenen Kugeln, Lametta und elektrischen Kerzen. Dazu kommen Strohsterne und bestimmte Holzanhänger.
Er bleibt dann auch bis Mitte Januar stehen, solange er nicht zu stark nadelt.
Eigentlich würde ich auch gerne mal andere Farben ausprobieren, aber alles neu zu kaufen und dann übers Jahr zu verstauen, ist mir doch zu teuer und aufwendig.

Eindeutig Typ 2 🙂 Gern gesehen: die von den Kindern im Kindergarten gebastelten Männchen und Engelchen. OK, ist schon ein paar Jahre her, aber ich hänge eben dran 😉

Ganz klar: Typ 9.
Ich bin eh‘ kaum zu Hause und an Weihnachten schon gar nicht. Als ich noch mit meiner Ex-Frau und unserem Sohn zusammen wohnte war das natürlich anders, aber das lag sicher nicht an mir. Ich brauche keinen Weihnachtsschmuck, zünde aber ganz gerne mal Kerzen an und das das ganze Jahr über.

Wir haben keinen Christbaum.

Ich umwickle lediglich ein großes Bündel Weide, welches bei uns das ganze Jahr zur Dekoration in einer Ecke des Wohnzimmers steht, mit einer Lichterkette. Wenn ich es „besonders weihnachtlich“ möchte, hänge ich noch ein paar Sterne daran.

Tannenbaum muss sein – wie mmer – sagen die 4 Kinder (mittlerweile alle erwachsen). Na gut, ich gebs zu – ich liebe ihn auch… Vor einigen Jahren habe ich über Weihnachten mit dem Ältesten den Jüngsten in Malawi besucht, der dort sein freiwilliges soziales Jahr verbrachte. Natürlich musst Du einen Baum mitbringen scherzte er… und ich – na, ich suchte wochenlang nach etwas das ich mitnehmen konnte, ohne dass ich „Müll“ nach Afrika schleppte… IKEA sei Dank gab es in dem Jahr das erste Mal einen auf Stoff gedruckten Baum, der aus derFerne täuschend echt aussieht… Also noch Lichterkette, kleine… mehr »