Kleine Verrücktheiten für mehr Lebensfreude

22. August 2019
lebensfreude, leichtigkeit

Unser Leben läuft meist in sehr geregelten Bahnen: Aufstehen, Frühstücken, ins Büro hetzen, das Büro verlassen, Hausarbeit erledigen, Fernsehen gucken. Und wann haben Sie das letzte Mal so etwas richtig Verrücktes unternommen, ein Kribbeln im Bauch gehabt, intensiv das Leben gespürt? Verlassen Sie mal Ihren gewohnten Alltagstrott und tun Sie etwas, dass Sie noch nie oder schon ganz lange nicht mehr getan haben. Und das muss jetzt nicht eine Kilimandscharo-Besteigung sein, ein Aufenthalt im Dschungel-Camp oder ein Bungee-Sprung. Nein, ich meine kleine Verrücktheiten, die man leicht und kostengünstig in den Alltag einbauen kann und die einen richtigen Energie-Kick auslösen können. Das weckt Ihre Kreativität und steigert Ihr Wohlbefinden.

Alltags-Verrücktheiten zur Inspiration

Hier meine Top-Liste der Alltagsverrücktheiten, die Sie leicht und kostengünstig in den Alltag einbauen können und die einen richtigen Energie-Kick auslösen! Denn: kleine Verrücktheiten machen den Alltag bunt und das Leben fröhlich. Warum also nicht öfter mal den Mut haben, der Macht der Vernunft die Stirn zu bieten?

#1 Ausstieg proben
Das Wetter ist herrlich? Die Bahn ist voll? Steigen Sie eine Station vor Ihrer Zielstation aus und genießen Sie einen Spaziergang durch die Straßen oder die Natur. Lassen Sie den Blick schweifen, schnupper Sie bewusst die Düfte ein und lauschen Sie den Geräuschen. Nehmen Sie mit allen Sinnen wahr, was der Ausstieg Ihnen beschert.

#2 Buh-Mann sein
Rufen Sie laut „Buh!“, wenn Ihnen jemand auf dem Gehweg entgegen kommt, der so in sein Handy vertieft ist, dass er Sie umrennen würde. Lachen Sie dem anderen dann fröhlich ins Gesicht – meist lachen die anderen mit.

#3 Sternenhimmel gucken
Schlafen Sie in einer warmen Sommernacht unter freiem Himmel. Erleben Sie spektakuläre Sternenbilder und mit ein bisschen Glück können Sie sogar Sternschnuppen sehen. Besonders schön ist es natürlich irgendwo in der Natur, wo nicht viel Kunstlicht die Dunkelheit beeinträchtigt, aber für die erste Nacht reicht auch mal ein Garten.

#4 Tourist spielen
Tun Sie doch mal in Ihrem Heimatort, Ihrer Stadt so, als ob Sie ein Tourist wären. Lassen Sie sich durch die Straßen treiben, verlassen Sie die üblichen Pfade: statt ins Lieblingscafé, in die übliche Boutique oder in den nächsten Supermarkt zu gehen suchen Sie sich neue Locations. Buchen Sie eine Stadtführung, oder schauen Sie sich Reisereportagen zur Inspiration an. Sie werden danach Ihre Heimat mit neuen Augen betrachten und das „Besucher-Feeling“ spüren.

#5 Gesprächs-Köder auslegen
Gehen Sie in ein Café oder eine Kneipe und machen Sie sich an einem Tisch breit. Legen Sie „unabsichtlich“ spannende Zeitschriften vor sich gut sichtbar hin, mit interessanten Titelgeschichten oder zu ausgefallenen Themen, die Sie interessieren.  Signalisieren Sie per Körpersprache Offenheit für Kontakt. Warten Sie, wer sich zu Ihnen setzt und Sie auf die Artikel anspricht. Genießen Sie die Gespräche mit wildfremden Menschen, die Sie sich an den Tisch „geangelt“ haben.

#6 Urlaub- durch Zukunftsfotos ersetzen
Hängen Sie Ihre Erinnerungsfotos ab und ersetzen Sie diese durch Fotos von Städten oder Sehnsuchtsorte, die Sie gerne in der nächsten Zeit besuchen möchten. Dann rücken diese symbolisch näher und Sie werden immer wieder an Ihre Träume erinnert!

#7 Mut proben
Dinge, die uns unangenehm sind, versuchen wir zu vermeiden. Das ist menschlich. Aber suchen Sie sich mal eine „Herausforderung“, die Sie bereits gedanklich zum Schwitzen bringt. Vielleicht ist es der Gang in eine Kletterhalle oder der Besuch einer Bar – alleine, ein dunkler Moorsee… Begeben Sie sich bewusst in diese unangenehme Situation und spüren Sie schon im Vorfeld das mulmige Gefühl. Es bringt Aufregung in Ihren Alltag und danach fühlen Sie sich wie ein Held.

#8 Meeting schwänzen
In wie vielen Meetings sitzen Sie so in einer Woche? Und wie viele davon sind sinnvoll? Wenn Sie diese Frage mit „Nicht sehr viele“ beantworten, dann besuchen Sie das nächste nicht. Sagen Sie ab und/oder schicken Sie einen Vertreter. Diese freigewordene Kapazität ist dann Ihre „My-Time“ – Zeit für sich.

#9 Regentanz machen
Sie werden von einem Sommer-Regenguss überrascht? Ziehen Sie die Schuhe aus, krempeln Sie die Hosenbeine hoch und genießen Sie den Tanz durch den Regen.

#10 Espresso zahlen
Machen Sie es wie die Italiener und spendieren Sie einem unbekannten Gast einen Kaffee. Bereits vor 100 Jahren haben die Italiener in den armen Vierteln von Neapel den „caffè sospeso“, den aufgeschobenen Kaffee, begründet. Der Gast zahlte nicht nur seinen Espresso, sondern einen zweiten – sodass ein Arbeiter einen umsonst ordern konnte. Kaufen Sie alternativ ein Gruppenticket für Ihren Nahverkehr und „laden“ Sie fremde Menschen an Bahnsteig ein, auf Ihrem Ticket mitzufahren.

#11 Neue Menschen kontaktieren
Gehen Sie mal nicht mit den üblichen „Verdächtigen“ zum Mittagessen, sondern kontaktieren Sie bewusst andere Kollegen. Sie erweitern damit Ihre Gespräche und Ihr Netzwerk. Auch im Freundes- und Bekanntenkreis können sich dadurch neue Inspirationen ergeben.

#12 Sich was gönnen
Vergessen Sie Ihre Figurprobleme – und entdecken Sie den Genuss einer riiiiiiieeeeeeesengroßen Eiswaffel. Schlecken Sie mit Hingabe und spüren Sie, wie das Genießen Sie glücklich macht.

#13 Zeitreise unternehmen
Kramen Sie Ihre alte Fotokiste heraus und unternehmen Sie eine Zeitreise in Ihre Kindheit und Jugend. Lassen Sie sich auf den gedanklichen Rückblick ein und fühlen Sie sich in diesen Lebensabschnitt noch einmal hinein. Vielleicht kommen Gefühle auf, die etwas in Ihrer Gegenwart auslösen.

#14 Treiben lassen
Alltag, Wochenende und Urlaub sind in der Regel bis ins Detail ge- und verplant. Nehmen Sie sich mal einen Tag vor, an dem Sie sich einfach treiben lassen. Setzen Sie sich in ein öffentliches Verkehrsmittel und fahren bis zur Endstation und flanieren Sie los. Erst, wenn Sie nicht mehr zurückfinden, kommt das Mobilphone zum Einsatz.

#15 Grimassen schneiden
Oh, wie war das als Kind doch schön – und dann hörten wir immer nur „Das macht man nicht!“ Grimassen schneiden! Pfui! Warum aber nicht? Stellen Sie sich vor den Spiegel, halten Sie die Hände hinter die Ohren und biegen Sie sie als „Segelohren“ raus, und dann noch Zunge rausstrecken. Klingt bekloppt? Yesss! Und es wirkt Wunder. Wir müssen kichern, das Herz wird leicht, das Kind in uns freut sich. Und probieren Sie das auch mal in „freier Wildbahn“ aus. Nervige Frau vor Ihnen an der Supermarktkasse? Jaaaaaaaaa……lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf!

#16 Ich bin dann mal weg!
Nehmen Sie einen Tag spontan Urlaub – und fahren Sie weg. Ohne Planung, einfach ins Blaue.

#17 Mach die Nacht zum Tag
Lesen Sie mal wieder eine komplette Nacht Ihr spannendes Buch zu Ende, oder tanzen Sie die Nacht durch. Auch wenn wir am nächsten Tag wie gerädert sind – die Endorphine tragen uns!

Welche Ideen haben Sie, um die Dinge mal andrs (sic!) zu machen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

(Frisch aufbereitet am 22. August 2019)

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

9
Hinterlasse einen Kommentar

5 Comment threads
4 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
6 Comment authors
  Antworten & Kommentare abonnieren?  
Benachrichtige mich (unter Beachtung der Datenschutzrichtlinien) zu:
Gabi

Deine schönen Ideen, liebe Cordula, möchte ich gerne noch um meinen ultimativen Feelgood-Moment ergänzen, bei dem mir als absolutes Early Bird immer wieder warm um’s Herz wird: Den SonnenAUFgang genießen – entweder mit einem lieben Mensch oder auch gerne ganz allein. Ein hübsches Plätzchen findet sicher jeder für sich – sei es nun am Wasser, auf dem Berg, auf freiem Feld, auf dem Golfplatz oder Balkon / Terrasse nach Osten…. Gerade ganz früh morgens, wenn alles noch so unberührt und frisch ist, ist das ein sensationelles Erlebnis, das es mit jedem noch so romantischen Sonnenuntergang locker aufnehmen kann und ganz… mehr »

Cordula

danke für diese wunderbare Inspiration, liebe Gabi!

Jens S.

Rueckwaerts laufen, spannend was man da z.B. in Laeden neues entdeckt.

Jens S.

Paar der Ideen kann ich ja mal ausprobieren. 🙂

Mehr von meinen Ideen:

E-Mails
wie ein
Gedicht
aufbauen.
Da sprudenln mir
viel mehr Ideen
fuer schoenere Formulierungen.
(Als wenn ich
im Blocktext
schreibe.)

Plaene
fuer versch. Anlaesse
in Form von Mindmaps
mit versch. Farben und Formen
erstellen.
Da macht das Planen Spass.

Zu versch. Anlaessen
z.B. Sylvester, Kinofilm, Konzert
Emojy-Bilder
erstellen
und mit Text versehen.

Auf einer Connichi
hab ich Cosplayer nach Fotos
gefragt.

In eine Schule
hab ich aus Versehen
meine Sonnenbrille statt meiner
normalen Brille
mitgenommen.

Rechnungsdaten
kreativ zusammentragen
oder mit Post-Its versehen.

Helga Ackermann

Herrliche Ideen, fange gleich heute damit AN!

Dimitra

Liebe Cordula, zunächst einmal: wie verrückt ist das denn, gleich zwei Bücher herauszubringen – Du bist ein Vorbild und eine Inspirationsquelle für mich, TOLL 🙂 Nun zu den kleinen Verrücktheiten: -Manchmal sage ich einfach aus einem Jux heraus „NEIN“, auch wenn gar keine Frage gestellt wurde oder ich eigentlich Ja sagen würde. Dann blicke ich in verdutzte Gesichter und kann das Lachen kaum unterdrücken! -Manchmal guckt ein Kollege irgendwie grimmig – dann spiegle ich sein Gesicht mit blitzenden Augen – schon wird wieder gelächelt… -Wenn ich mich all zu schwer fühle denke ich an die letzte persönliche „Katastrophe“, male sie… mehr »