Von der Hetzkrankheit erwischt?

5. Dezember 2019
Off-Schalter finden

Wer behauptet eigentlich, dass wir unbedingt abschalten müssen? Dass wir Pausen brauchen? Dass wir nicht erreichbar sein sollten?
Warum drohen uns ständig alle mit dem Damoklesschwert „Burnout“, nur weil wir unseren Job und unsere Handys lieben? Ja, manche Menschen haben es quasi in ihrer DNA als Hochgeschwindigkeitszug ohne Zwischenhalt durchs Leben zu donnern und Tag und Nacht ansprechbar zu sein. Solange es wirklich unsere innere Taktung ist, die uns antreibt, solange wir auftanken können und uns erholen können, ist alles im Lot. Dumm ist nur, wenn wir gar nicht merken, warum wir so emsig sind, denn immer „on“ zu sein auf allen Bereichen, hat Suchtcharakter.

Wir fühlen uns toll und lebendig, mittendrin, mit jedem Herzschlag – ein Klick, wir fühlen uns unschlagbar. Also schnell noch kurz vor Mitternacht Mails checken, Konzertkarten online kaufen und zack ist bei Zalando das kleine Schwarze mit Gutschein-Code bestellt, der Lieblings-Song heruntergeladen, das neueste Video auf Youtube angeschaut und nebenbei die News gelesen, Likes auf FB gecheckt, Herzchen auf Instagram vergeben, Tweets retweeted und kommentiert, nach Links und Rechts gewischt, ja, das Leben ist zu kostbar und zu kurz um zu schlafen.

Tatsächlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Fußgänger für eine Strecke von rund 18 Metern im Schnitt 11 Sekunden brauchen, ganze vier Sekunden weniger als noch vor 13 Jahren und laut allen Statistiken nehmen innere Unruhe, Depression, seelische Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Allergien in großem Ausmaß zu*.

Nutzen Sie die Adventszeit, um Ihren „Ständig-on“-Level und Ihr emsiges Treiben zu überprüfen. Wieviel Action tut Ihnen wirklich gut? Machen Sie unseren Gratis-Check „Welcher Taktungstyp bist Du?“ und lassen Sie uns an Ihren Erkenntnissen teilhaben.

Wir freuen uns auf viele, viele Kommentare!

*Quelle: Lass Mal Alles Aus! S., 11.

Advent – Tun Sie sich und der Welt etwas Gutes

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Und noch mehr: mit unserem Online-Adventskalender möchten wir gemeinsam ein Zeichen FOR FUTURE setzen und lassen für jeden Ihrer Kommentare einen Baum pflanzen. Schaffen wir 5.000 Bäume? Bestimmt! Teilen Sie diesen Adventskalender mit anderen Menschen – gemeinsam haben wir die Power.

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28 Kommentare
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Phara

Es erstaunt mich nicht, dass ich eine Katze bin… Oft schwanke ich zwischen zu viel um die Ohren und nichts zu tun. Sobald ich mir etwas ruhigere Zeiten gönne, beginne ich meine Agenda für die nächsten Monate zu füllen. Deshalb einer meiner Vorsätze fürs 2020: Schlaf priorisieren und jeden Tag genügend davon kriegen. Der Rest kann warten.

Edelgard

Es ist wirklich schwer das richtige Maß zu finden. Dass ich mehr Ruhe brauche, bemerke ich daran, dass ich sogar in den Entspannungsphasen „herum-hibbel“ und ich schlecht konzentrieren kann. Dann wird es Zeit, richtig herunter zu fahren

Alexandra

Sehr treffend formuliert – vielen Dank!

Manches erleichtert das Leben, aber es kann auch erdrücken. Ich hoffe, dass sich noch mehr Menschen entscheiden, auf dies oder das mal zu verzichten und so in eine gute Balance kommen.

Ich habs noch nie ausprobiert, aber mir gefällt die buddhistische (so meine ich?) Weisheit „Wenn du es eilig hast, gehe langsam“.

In diesem Sinne – einen möglichst stressfreien Tag mit ein paar „analogen“ Abwechslungen … 😉

Bojo
Reply to  Alexandra

„Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Tatsächlich bin ich am Anfang unserer Beziehung automatisch langsamer geworden, sobald mich mein Mann gedrängelt hat, weil wir zu spät dran waren. Offensichtlich habe ich da eine sehr buddhistische Grundhaltung, ohne es zu wissen. Das war nichts, was ich bewusst gemacht habe.
Er hat daraus gelernt, etwas anderes zu tun, wenn ich mich bereit mache. Er sitzt dann irgendwo und liest, damit wir nicht noch später kommen. So ist uns beiden am besten geholfen.

Silvia W.

Ich habe in meinem Smartphone Ruhezeiten festgelegt. Dann wecken mich auch keine Nachteulen.

Ich schreibe niemanden zu der nachtschlafenden Zeit, wenn ich morgens aus den Federn springe.

Der Anrufbeantworter garantiert uns auch unsere wohlverdiente Nachtruhe.

Technisch heute ALLES möglich.

Nina
Reply to  Silvia W.

Gute Idee mit den Ruhezeiten – schau ich mir mal an!

Dimitra

Jetzt, in meinem Prüfungsendspurt, bin ich ganz schön gebeutelt. Arbeit, Fahrten, Haushalt, Kochen, LERNEN und dann auch noch schlafen, erholen, mit den Kindern Teatime abhalten, den Freundinnen eine nette Nachricht schicken oder sich treffen, ins Yoga gehen, Podcasts hören, YouTube Video schauen – da fehlt mir nur noch mehr Gelegenheit, in der Natur zu sein, und zwar bei Tageslicht. Die Tage sind nun Mal extrem kurz – darauf möchte ich mein Augenmerk jetzt richten. Zugegeben, ich bin ein Katzenwiesel, und die große im Raum stehende Frage wird mich begleiten: wie viel von welchem Anteil zu haben, um weder unter- noch… mehr »

Beate

Ich bin Typ Katze, das wundert mich nicht 😉
Im Beruf habe ich die perfekte Balance bereits gefunden.
Im Privatleben bin ich noch dran: unter der WO habe ich so viel Stress dass ich mir inzwischen wenigstens am Nachmittag mit einer Tasse Tee eine kleine Verschnaufpause versuche zu gönnen, am WE hab ich aber durchaus noch Potential mehr tun zu können… aber manchmal, besonders in der dunkleren Jahreshälfte, genieße ich auch meinen inneren, faulen Schweinehund 😀

Mara

Wow, ich fühle mich genau getroffen als 50% „Teilzeit-Katze“ und vor allem stimmt es, dass es auch zuuu gemütlich und entspannt= langweilig werden kann.
Ich geb zwischendurch gern Gas , brauche aber auch meine Ruhephasen.

Ute Liebhard

nun – ich bin eine Schildkröte. Viele der Aspekte stimmen genau – ich lebe auf dem Land damit ich meine Stille habe, wenn ich viel zu tun habe löst das Stress aus und ich liebe es einfach den Tag mal Tag sein lassen – und das zu tun was gerade auftaucht.
Bei den Seminaren werde ich als der Ruhe- und Ausgleichspol wahrgenommen – da muss dann doch was dran sein 😉

Regina

Dem Test nach bin ich eine Katze. Ich merke auch sehr gut, wenn mir etwas zu viel wird – ebenso bin ich unzufrieden, wenn zu wenig los ist. Wenn die Ziele nicht von außen kommen, muss ich mir selber welche schaffen! Jedenfalls bin ich froh, dass mich der Smartphone-Virus noch nicht erfasst hat (ich lebe tatsächlich sehr gut mit einem alten „Nur“-Handy), einmal am Tag privat den Laptop anschalten genügt, manchmal verbringe ich auch da zu viel Zeit. Ich mache beruflich viel mit den Händen und gar nix mit dem PC, privat bin ich auch überwiegend schöpferisch und kreativ tätig… mehr »

Jörg Küppers

Der Typ Katze mit den Bechreibungen trifft es bei mir sehr gut, ich brauche wirklich ein gutes Maß zwischen Action und Ruhe um mich wohl zu fühlen und gute Leistung bringen zu können. Das mit dem Abschalten der vielen kleinen elekronischen Helfer gelingt mir noch nicht so gut, allerdings versuche ich jeden Tag 25-30 Minunten Meditation einzuschieben um mich zu erden und zur Ruhe zu kommen, das ist ein echtes Glücksgefühl und das kann man überall einschieben ohne Hilfsmittel, einfach nur Ruhe und seine Gedanken ausschalten….

Natalie

Ich bin eine Katze, aber gerade eher als Wiesel unterwegs. Vielleicht ja auch eine Mischung. Ich möchte es auf jeden Fall schaffen, meinen inneren Antreiber „Ich habe keine Zeit“ umzuwandeln in „Ich habe alle Zeit der Welt“.
Bezüglich Smartphone möchte ich mir angewöhnen, es, wenn ich daheim bin, im Gang liegen zu lassen auf lautlos und nur 5x am Tag nachzuschauen, ob Nachrichten oder Emails gekommen sind. Klappt noch nicht jeden Tag, aber immer öfter. 😉

Jan

Ich kann das Buch „Digital Minimalism“ wärmstens empfehlen. 30 Tage digitale Volldiät. Das hieße aber auch diesem Blog ade zu sagen, weil es besser wäre ein Coaching live mitzumachen, und es ist meiner Meinung nach nicht die beste mögliche Art sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Traveller

Ich bin eine Katze (zu 88%), ja, das passt. Abgesehen, dass ich auch zwei Kater habe, deren Lebenseinstellung ich seeehr mag. Eine gute Mischung aus Tun und Lassen, aus Aktivität und Ruhe, das brauche ich genauso wie die beiden Mäusejäger. Ich spüre recht gut, wenn die Aufgaben sich häufen und zu viel werden. Vor allem, wenn es zu viel Verschiedenes ist, was mich beschäftigt, dann rotieren die Gedanken im Kopf. Und das tut nicht gut. Weiß ich, dass das nur eine (ganz) kurze Phase ist, kann ich damit leben. Merke ich, dass es eine Art Dauerzustand wird, ziehe ich die… mehr »

Dorothee

Hmm, ich bin eine Katze, zumindest zu 63% und zu 25% ein Wiesel Ja ich langweile mich schnell. Ich sage immer, etwas Stress ist wie das Salz in der Suppe. Da ich aber mein Bedürfnis nach Ruhe, einige Jahre ignoriert habe und wohl eher als 100%iges Wiesel unterwegs war, habe ich mir jetzt die Suppe gründlich versalzen. Nun muß ich lernen, wie ich von meinem hohen Stresslevel wieder runter komme. Leider nicht so einfach! Selbst für das Wiesel war es viel. Ich habe die ersten Anzeichen der Erschöpfung ignoriert und versucht durch noch mehr Aktivität alles zu schaffen. Jetzt ist… mehr »

Dorothea

Ich glaube, DAS ist so, wie mit dem Essen.
Und mit Medizin:
Die Dosis macht das Gift.
Ein lebendiger Wechsel zwischen dem aktiven Herumjumpen im Leben und der ruhigen Einkehr, das macht es gesund.
Zu viel Entspannung hat nämlich auch Depressionspotential.

Sigrid Peitz

Ich gehe bewusst langsam. Wenn ich kann, benutze ich die Treppe -das führt automatisch zum Entschleunigen!

Sigrid

3 langsame Atemzüge, mein Handy erinnert mich 5 mal am Tag dran

Yasmin

Einfach öfter Zeit für eine Tasse Tee nehmen

Amazone

Katze trifft es auch bei mir. Ich kriege es meistens hin, die Balance zwischen Spannung und Entspannung hinzubekommen. Ich merke ziemlich schnell, wenn es gerade brennt, zuviel ist, dann strukturiere ich neu und entscheide nach Prioritäten. Es klappt auch, wenn ich mir sage, mehr geht gerade nicht, dann findet sich die Lösung anders und das Wichtigste klappt dann doch nur stressfreier.

Biene

Ich habe heute früh kurz einmal den Text überflogen und heute Abend bin ich bewußt langsamen Fußgängern hinter her gegangen, weil ich mir gedacht habe, genau das brauch ich jetzt einfach einen Gang zurück schalten. Danke dafür.

Nina

Ich bin immer auf der Suche nach der richtigen Balance – wenn ich sie nicht finde, bin ich unruhig. Manchmal kann ich auch nicht gut abschalten. Gut zu wissen, welcher Typ ich bin, damit ich mich nicht zu sehr ausruhe als Katze. ; )

Conny

Die Balance ist es: Die Sport-Bequem-Balance, die Genuß-Gesund-Balance, die Action-Ruhe Balance, das Bild und die Charakterisierung der Katze trifft es sehr gut.

Ina

Mich hat der Test nicht überrascht. Ich bin ein Wiesel, ich komme auf wirklich auf Temperatur und fühl mich wohl, wenn es chaotisch zu geht. Es stresst mich mehr mit Plänen zu arbeiten, da mich ein Rahmen irgendwie immer einschränkt. Allerdings habe ich mich auch erstmal fragen müssen, was war zuerst da? Die chaotischen Bedingungen oder mein Wieselcharakter 😉 Ich überprüfe das immer wieder und bis jetzt sehe ich es so, dass der Charakter zuerst war und ich mir den Job dahingehend ausgesucht habe. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich sehr wohl Ruhephasen habe, die beschränken sich aber auf… mehr »

Bettina

ich habe den Test schon vor einiger Zeit gemacht und musste erst nachschauen, wie mein Ergebnis lautete …… 63% Wiesel

und ich denke, das passt größtenteils, wenn ich wenig zu tun habe, bekomme ich auch weniger hin

aber auch 25% Katze stecken in mir 😉

Sigrid

ich schließe mich all den Katzen hier an, ob das wohl Zufall ist, dass sich hier so viele Katzen treffen 😉

Janine

Ich verweigere mich bewusst manchmal der Schnelligkeit und bleibe an roten Ampeln stehen und amüsiere mich über die Hetzer, die überrennen. Soviel Zeit muss einfach sein. Wegen einer Minute an einer Ampel warten, kommt man nicht zu spät. Man kann die Zeit gut nutzen, sich umzuschauen, und sich zu fragen, ob man Teil dieser Schnelligkeit sein möchte oder eben doch lieber mal durchatmen möchte.