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In 49 Stunden von Berlin nach Frankfurt: Reisenotiz von 1843

21. Februar 2014

Ein Gedanke zum Wochenende: 

Am Wochenende sind viele Pendler auf Straßen, Flughäfen und Bahnschienen quer durch die Republik unterwegs – von Nord nach Süd, von Ost nach West und umgekehrt. Sie auch? Diese Fahrten sind richtige Zeitfresser. Kürzlich ist mir eine Reisenotiz von 1843 in die Hände gefallen, die mich Schmunzeln lies:

„Die Reise von Berlin hierher ist jetzt mit einer Schnelligkeit möglich, welche die Eindrücke derselben fast der unbestimmten Verworrenheit eines Traumes gleich macht. Am schnellsten legt man den Weg zurück, wenn man ihn Sonntags antritt; denn wer an diesem Tage Berlin mit dem ersten Zug der Anhalt-Bahn verlässt, kann schon um vier Uhr Nachmittags die Weiterfahrt mit der Schnellpost von Leipzig antreten, speist zu Nacht in Weißenfels, frühstückt vor Tagesanbruch in Weimar, hält am zweiten Tag seine Mahlzeiten in Eisenach und Buttlar und fährt um 8 Uhr am Dienstag Morgen also nach einer Reise von 49 Stunden in Frankfurt ein.“

Ludwig Rellstab (Dichter und Journalist), 1843

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Susanne

ja , kann ich gerade nachvollziehen. Wir waren jetzt eine Woche in England unterwegs mit der Taufe meiner kleinen Nichte als Anlass, wieder alte Freunde und Stätten zu besuchen und verließen die Familie in Norwich am Sonntag Morgen um 9.30 h , kamen auf die nächstbeste Fähre, hatten Glück mit der Überfahrt, Pech in Belgien ( Stau von der Grenze bis fast Brüssel) , haben unsere Älteste abends spät in Frankfurt abgesetzt und sind dann nach Hause in die Oststeiermark weiter, wo wir morgens um 6.10 h ankamen. Bei allem Stress, unbequemem , langen Sitzen und viel zu wenig schlechtem… mehr »