Warum „Folge Deiner inneren Stimme“ oft nicht stimmt

3. Dezember 2019
3-Erfolgssaboteuere überlisten

Ob wir mal alles auslassen, uns abschotten und uns Zeit für uns nehmen, hat viel mit unserem inneren Antrieb zu tun.  Egal ob Sie mögen oder nicht, bei allem, was Sie tun, folgen Sie einem „inneren Ruf“. Manchmal ist dieser Motor positiv, aber manchmal geht er auch in eine destruktive Richtung und sabotiert mit den erlernten Glaubenssätzen  unseren Erfolg. Zum Beispiel „ Wenn ich etwas mache, dann richtig!“ oder „Nur fehlerfrei ist akzeptabel“ oder „Ohne mich bricht hier doch alles zusammen“ oder „Für den Erfolg muss ich hart arbeiten“ oder „Ohne Fleiß kein Preis“ oder „Wer rastet, der rostet“ oder „Sei immer nett und gefällig“ oder „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“. Kommt Ihnen das bekannt vor, ja?  In meinem Buch „Lass Mal Alles Aus!“ nenne ich diese Spaß- und Erfolgssaboteure, unsere „inneren On-Treiber“.

Welche Sätze haben Sie immer wieder gehört und welche Beobachtungen haben Sie gemacht, die möglicherweise eine bremsende Wirkung auf Sie haben?
Schreiben Sie uns, wer Ihre On-Treiber sind, die Sie manchmal daran hindern, abzuschalten und abzutauchen.

Wie gelingt es Ihnen dennoch, hinderliche On-Treiber zu ignorieren und mal alles auszulassen?

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und wollen gerne viele Bäume pflanzen 🙂

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Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!

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Silvia W.

Wenn ich etwas mache, dann richtig.
Damit habe ich mir viele Enttäuschungen bereitet.
Mittlerweile gestehe ich mir zu, dass eine Sache nicht vollends verloren ist, nur weil es mal einen Tag nicht klappt. Ich habe meine Ernährung im Mai umgestellt. Die gelegentlichen „Rückfälle“ sind erlaubt.
Ich finde immer wieder zurück und das macht mich stark!

Alexandra

Guten Morgen, Sätze wie „man muss“, „das gehört sich so“ oder „das sagt man halt so“ kann ich überhaupt nicht (mehr) hören. Das waren lange Zeit wirklich Bremser, weil ich sie zu ernst nahm und oft gegen meinen Willen oder mein Bauchgefühl gehandelt habe, um dem Gegenüber zu entsprechen. Sehr lehrreich und spannend, wie sich manche Glaubenssätze manifestieren können. Ich merke, wie angenehm es ist, „müssen“ durch „dürfen“ zu ersetzen und was es bewirken kann. Ich muss bspw. niemanden treffen bzw. mich muss niemand treffen, aber es ist so schön, wenn es aus Freude geschieht. Ein fehlendes „müssen“ nimmt mir… mehr »

Katharina

Das kenne ich auch sehr gut! Ich achte mittlerweile jeden Tag darauf, ob ich gerade einer Aufgabe oder Verabredung zusage, weil meine innere Stimme sagt, das gehöre sich so, oder ob es mit echter Freude verbunden ist.

Muffin

Meine Mutter pflegte täglich Massen leistungsorientierter On-Treiber rauszuhauen, z.B.: „Was Du heute kannst besorgen, das Verschiebe nicht auf morgen!“
Es gibt aber auch positive Glaubenssätze. Schmunzeln musste ich einmal, als meine fünfjährige Tochter zu ihrem Bruder in Rage (irgendwas ging nicht schnell genug) sagte: „Nur ruhig Blut, dann wird alles gut!“ . Sie hatte das von den Kapitän Nemo Geschichten (autogenes Training für Kinder von U. Petermann) aufgeschnappt und offenbar verinnerlicht.

Ina

Manche Glaubenssätze sind fatal. Ein Beispiel: Sei immer lieb und nett, erhebe nicht die Stimme, immer lächeln… Vielleicht ist es ganz gut am Anfang, sich kontrollieren zu lernen. Aber dann das wieder los lassen, das vergisst man dann doch uns beizubringen 😉 Ein gesundes Mittelmaß ist besser als ein Extrem. Ich wäge ab, ob ich meine Emotion maskiere, oder ob sich Aufregung lohnt. Anderes Beispiel: Seinen Geburtstag gehört sich gefeiert…. wieso eigentlich? Ich möchte keine Geschenke und ich stehe nicht gern im Mittelpunkt 😉 daher feiere ich auch seit Jahren nicht mehr. Wer an mich denkt, da freu ich mich,… mehr »

Dorothea

Ich bin VOLL von „darf nicht“ und „muss“- Sätzen.
Und zwar völlig unbewusst. Automatisch.
Wenn es mich mal wieder so richtig beutelt vor lauter on-Treiber Sätzen -und ich spüre, dass dies nicht „meins“ ist- , dann setze ich mich hin, falte die Hände auf dem Bauch und warte.
Irgendwann meldet sich dann mein „Strudelwurm“ ( ein Bild, das Maja Storch entworfen hat) und ich spüre, was jetzt wirklich richtig für MICH ist.
Und das DARF ich dann auch.

Tina

Ich finde das Bild von “mich hinsetzen, die Hände auf dem Bauch falten und warten“ wunderbar (auch wenn ich den Strudelwurm nicht kenne). Das werde ich jedenfalls ausprobieren, wenn ich das nächste mal bemerke, dass ich denke etwas zu müssen oder eine negative verinnerlichte Stimme mich in irgendeiner Weise “runter macht“.

Dimitra

„Wer bist Du schon, was bildest Du Dir ein?“ ist mein Favorit – leider bis heute. Manchmal, wenn es nicht um mich sondern andere geht, da bin ich mutig und schreite ein, übernehme die Führung/Verantwortung, erhebe meine Stimme. Aber wenn es um mich geht, darum, mich zu zeigen, da verharre ich noch allzuoft im Zweifeln: wer bin ich schon, XY zu tun, mich hervorzutun usw. Das ist ein SEHR lästiger On-Treiber, immerhin habe ich ihn identifiziert. Aktuell versuche ich, ihm auf die Schliche zu kommen bevor er mich ausbremst… Fortsetzung folgt… 😉

Conny

„Der innere Ruf“ gemocht und geliebt zu werden ist ein starker On-Treiber, aber enttarnt, wird es ruhiger, vor allem, wenn ich lerne, mich selbst zu lieben, und für mich zu sorgen, weniger zu müssen, mehr zu wollen und zu dürfen. Das fühlt sich frei und gut an!
Die Beiträge hier sind sehr inspirierend.

Ulla

Früher habe ich immer alles persönlich genommen, was mir passiert ist. Wenn ein Autofahrer gehupt hat, dann dachte ich, wahrscheinlich war ich zu langsam oder wenn mich jemand angemacht hat, weil ich meine Meinung zu einem bestimmten Thema gesagt habe, dachte ich, dass ich vielleicht falsch liege. Ich könnte noch etliche Beispiele nennen… Heute weiß ich, dass die Menschen einfach reagieren, dass das aber nichts mit mir zu tun hat, sondern mit ihnen. Beim Autofahren, z.B., weil derjenige es eilig hat und zu spät losgefahren ist, kann er nicht länger warten. Bei Themen beispielsweise reagieren Menschen auf die Möglichkeiten, die… mehr »

Jörg Küppers

Sehr gute Einstellung und Erkenntnis, kann ich nur zustimmen 🙂

Katharina

Was bei mir ganz gut funktioniert, um die inneren „On-Treiber“ zu enttarnen, ist der Freude-Test. Also: Löst das, was ich mir gerade vornehme, tatsächlich ein Gefühl der Freude in mir aus? Wenn nein: Warum tue ich es? Manchmal gibt es natürlich gute Gründe, etwas zu tun, auch wenn es erst einmal keine Freude bereitet. Aber dieser Filter hilft schon mal, ganz vielen „Man müsste“- und „Ich sollte“-Entscheidungen auf die Schliche zu kommen.

Jörg Küppers

Ich habe oft den Anspruch es allen Recht zu machen, vielleicht weil ich oft den Spruch gehört habe das ich es ordentlich machen soll wenn ich schon was mache. Heute habe ich nach langen Jahren der Suche und der Entäuschungen endlich gelernt das ich alles was ich mache für mich mache. Das hört sich zwar egoistisch an, kann aber durchaus auch positiv gesehen werden: Wenn es mir gut geht kann ich auch für meine Familie und die Menschen die mir wichtig sind da sein und habe meine volle Kraft zur Verfügung um es mir und damit auch ihnen gut gehen… mehr »

Susanne Reinig

“ du strengst sich nicht genug an“ war meine Kindheit und Jugend“ einer der Leitsätze meiner Eltern. Am Ende konnte ich nicht mehr , weil alles, was ich tat, zu schlecht oder nicht gut genug oder falsch war. Ich musste die Klasse wiederholen, nahm in einem Jahr 20kg zu, kam in ein Internat, wo ich langsam herausfand, was in mir steckte und dass ich nicht wirklich blöd war. Dem Internat hatte ich deshalb auch zugestimmt. Dann habe ich Abitur gemacht,mein Leben in die Hand genommen und irgendwann auch in einer Therapie meinen Frieden mit meinem Leben und dem , was… mehr »

Sigrid

Kintsugi: die japanische Kunst, Unperfektes zu lieben. Das ist eins meiner Mantras.

Natalie

Mein On-Treiber ist immer noch „Ich muss so viel so schnell und gut wie möglich machen“. Ich denke, dass dieser Satz auch für meine gesundheitlichen Probleme verantwortlich ist. Ich bin gerade dabei ihn in „Ich habe alle Zeit der Welt und auf jeden Fall so viel wie ich brauche“ zu verwandeln, in dem ich mich jeden Tag immer wieder daran erinnere, wenn ich mich wieder gestresst fühle.
Vielen Dank an alle anderen,die Kommentare schreiben, da sind ganz viele hilfreiche Informationen drin! =)

Barbara Engel

Bei uns war früher immer die Devise „Erst die Arbeit dann das Vergnügen“. Heute erlaube ich mir bewusst Pausen zu machen und z. B. Mittags mit dem Hund spazieren zu gehen. Durch die Kraft die dabei tanken kann gelingt die Arbeit anschließend viel besser.

Edelgard Heim

Heute hat eine meiner Antreiberinnen stundenlang immer wieder gesagt: “ das schaffst du schon“ . Bis ich gerfaucht habe: “ das weiß ich!“ . Dann war Ruhe. 🙂

Bojo

Von meinem Papa habe ich früher immer einen Satz zu hören bekommen, wenn ich ihm meine Schulnoten zeigte: Wie kann denn das passieren? Selbst bei einer Eins und allen Punkten hatte ich so ein Gefühl von Ungenügsamkeit. In meiner Ausbildung habe ich dann aber endlich erkannt, dass meine Ansprüche viel zu hoch gesteckt sind. Als ich aus Zeitmangel eine in meinen Augen unfertige Arbeit abgab, bekam ich dennoch eine Eins. Das hat mir gezeigt, dass weniger oft mehr ist.

Foxi

Ach ja, die Unheilige Dreieinigkeit aus Pflicht, Schuld und (manchmal) Schamgefühl sind meine On-Treiber und auch wenn ich oft weiß, dass ich an etwas nicht schuld bin, erlaubt mir mein Pflichtgefühl nicht 5 gerade sein zu lassen.
Ich arbeite daran und im Moment sitze ich in meiner „Rumpelkammer“, meinem Arbeitszimmer, dass aufgeräumt werden müsste, schreibe euch und höre Weihnachtsradio. Es besteht also Hoffnung :-).
Liebe Grüße und danke Cordula für die Ideen und allen für die Kommentare.

Susanne

Mein schwierigster innerer Glaubenssatz ist: Du bist nur etwas wert, wenn alle anderen mit Dir zufrieden sind.
Und auch wenn ich inzwischen gelernt habe, dass es völlig okay ist, wenn ich nach meinen Werten lebe und es ohnehin nicht möglich ist, es allen recht zu machen, falle ich gerade in stressigen Zeiten immer wieder in dieses Muster zurück, arbeite mich daran ab, es anderen recht zu machen, vergesse mich selber dabei und habe das Gefühl nichts wert zu sein – weil – irgendwas ist ja immer …

Steffi

Das kenne ich sehr gut. Das Problem ist: Wenn endlich alle einigermaßen mit mir zufrieden sind, streikt mein Körper und flüchtete sich in Krankheit, weil ich ich mich natürlich permanent überfordere und keine Zeit und Kraft mehr für mich selbst übrig bleibt. Ein gefährlicher Kreislauf, aus dem ich gerade versuche, auszubrechen.

Amazone

Ich denke an Muss-Sätze, die es für mich nicht gibt. Sich Pausen eingestehen und sie nutzen ist für mich etwas Besonderes. Ein Satz mit „Stress“ ist ein schlechter Satz. Stress machen wir uns selbst und wenn wir dieses Wort benutzen, sind wir schon wieder im Hamsterrad
Kontrolliert sein und so reden, was man alles schaffen muss ist das Gegenteil von dem, was ich tue. Ich möchte authentisch leben, mir keinen unnötigen Druck machen, frei sein innerlich und äußerlich, selbstbestimmt leben und handeln und auch mal Nein sagen. Dann kann man sich in den Spiegel schauen und. Ist Freude durchs Leben gehen.

Phara

Schlafengehen wenn nicht alle To-Dos gemacht und vor allem alles aufgeräumt an seinem Platz liegt gibt es nicht… Meine On-Triber gehen richtung „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Ich freue mich immer auf eine nacher kommende Freizeit, die ich mir dann doch nicht nehme/gönne.

Dorothee

Tja, vieles ist einem ja schon irgendwie klar und man weiß auch, das es so nicht gut ist. Aber wo ist der Weg aus dem Labyrinth und welcher ist der Richtige? man muß ja bekanntermaßen einen neuen Weg viele, viele Male gehen, bis er selbstverständlich ist. Da kann man schon mal ins zweifeln kommen, auch wenn es der richtige Weg ist.

Frauke

„Nimm dich nicht so wichtig“ führt dazu, dass ich gar nicht mehr so recht weiß, was für mich gut ist.
Ich kann gar nicht gut für mich einstehen.
Also ein weites Übungsfeld.
Für mich gerade der nächste Schritt: schauen, was für mich gut und wichtig ist.

Biene

Bei mir ist es „Sei nett und nur nicht auffallen“, es könnte ja jemand auf einen Aufmerksam werden bzw. gut finden was man tut. Das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellen, das muss ich noch lernen.

Felicitas

Ich arbeite jetzt gegen einen Glaubenssatz an der da heisst „Nimm Dich nicht so wichtig“- manchmak ist er hilfreich, manchmal bremst er mich aus.
Deshalb bin ich mal mutig und frage, wi denn bloss mein Kommentar von gestern geblieben ist??
Nicht dass er so unersetzlich wäre, aber dich schade zm due investierte Zeit und den Baum…
Grüße zum 4.12.! Felicitas

Anke

„Das wurde immer schon gemacht“ – wenn man versucht, neue Ideen zu entwickeln.
Aber auch ich selbst kann mich bremsen, weil ich mir selber im Weg stehe, mir nicht zutraue, was mir vorschwebt oder ich einfach nicht den Startpunkt finde. Aber wenn ich mich dann tue, was ich wollte, fühlt es sich hinterher immer richtig gut an.

lena

….ich sage gedanklich zum inneren Antreiber Satz: „Beweise mir – und zwar so, dass es vor einem dt. Gericht Stand halten könnte, dass das richtig ist“…;) Wird dann häufig – nicht immer 😉 – schnell ruhiger im Kopf!

Traveller

Einer meiner On-Treiber: Wenn ich eine Aufgabe übernommen habe, dann muss ich mich kümmern, und zwar pünktlich, ordentlich, dauerhaft (z.B. Aufgaben im Dorfverein). Der Knackpunkt ist – wie ich in letzter Zeit erkannt habe – das „dauerhaft“. Ich bin nicht verpflichtet, die Aufgaben bis an mein Lebensende zu übernehmen, es gibt auch andere Leute, die das machen können. Ich darf aussteigen. Ich versuche gerade auf mein Bauchgefühl zu hören, in mich hinein zu spüren, welche Aufgaben es sind, die mir am Herzen liegen und die ich weiterhin (neben der Arbeit) ausfüllen möchte, und welche ich abgeben möchte. Und das dann… mehr »

Jan

Ihr Lieben Mitstreiter,
Leider brauche ich gar keinen On-Treiber. Ich bin der On-Treiber!
Zum Glück gibt es auch andere Weisheiten, wie:
„In der Ruhe liegt die Kraft“. Diesen beherrschen selbst meine Kinder (5 und 7) schon im Traum, seit einem unvergesslichen Karneval, bei dem vier kleine Ninja von Meister Wu gelernt haben inne zu halten. 😉
Und in der Tat ist auch für mich 20 Minuten Mediation das was mich wieder ins Gleichgewicht bringt.
Gruß Jan