Es ist nicht alles Gold, was glänzt

19. Dezember 2019
schluss mit vergleichen

Aufgaben und Herausforderungen zu meistern, schüttet im Gehirn Glücks- und Zufriedenheitshormone aus. Je größer wir die Herausforderung empfunden haben, desto mehr Glücksgefühle durchströmen uns. Deshalb ist es wichtig die richtige Balance zu finden zwischen Über- und Unterforderung. Dazu gehört auch, aufzuhören, an Ihren vermeintlichen Schwächen herumzudoktern. Das kostet nur unnötig Kraft.

Mein Glüxx-Tipp dazu heute: Stärken Sie Ihre Stärken und akzeptieren und registrieren Sie Ihre Schwachpunkte, als nicht ausgebaute Potenziale und überlegen Sie sich, warum diese „Schwächen“ vielleicht sogar ein Vorteil sein können. Zum Beispiel als Ergänzung zu jemand anderem?

Wichtig dabei ist auch, dass Sie aufhören sich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, weil wir uns in der Regel unbewusst „nach oben“ vergleichen, mit Menschen, die tollere Erlebnisse haben, einen interessanteren Job, schönere Körper und Wohnungen, aufregendere Partner und heller glitzernde Weihnachtsbäume und das alles verpackt in einer Flut von photogeshopten Hochglanz-Postings, die wir uns täglich freiwillig vor die Nase setzen lassen.

Wie ist das bei Ihnen? Schreiben Sie uns gerne Ihre Erfahrungen mit dem Vergleichen. Wann konnten Sie „Schwäche“ in Stärke verwandeln?
Wir freuen uns auf viele Kommentare, um unseren Wald wachsen zu lassen 🙂

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24 Kommentare
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Amazone

Ich bin meinen Stärken langsam auf die Spur gekommen. Die Schwächen zeigen mit Grenzen, die ich akzeptieren kann. Für mich ist der Begriff Schwächen zu stark, unpassend, es sind Dinge, die ich nicht so gut kann. Ich muss nicht alles können. Das Vergleichen führt zu inneren Konflikten (warum kann ich das nicht? Ic will das auch können? Schlechte Laune kriegen…) Energieräubern. Ich beschäftige mich dann ständig damit ,warum Andere etwas besser können und fühle mich dann schlecht, minderwertiger. Warum andern nicht das gönnen, was sie besonders gut können. Man kann sicher Dinge ändern, verbessern, aber es ist auch ok zu… mehr »

Edelgard

wenn bei uns PraktikantInnen anfangen, frage ich sie, was sie gut können und was weniger gut. Die zweite Frage ist dann, ob sie in ihrem Praktikum gerne das machen möchten, was sie gut können oder an ihren Schwächen arbeiten wollen. Die meisten wählen die vertrauten Felder. Das halte ich genauso. Die Liste “ das eigne ich mir auch mal an…“ enthält Punkte wie „den Trecker auch fahren können“, “ mit dem großen Anhänger auch um die Ecken kommen“, “ Freischneider und Motorsäge bedienen können“, aber im Berufsalltag setzt sich dann doch immer die systematische Macherin und die Ideensprudlerin durch. na,… mehr »

Sonja
Reply to  Edelgard

Das finde ich wirklich interessant! Ich weiß nicht, ob ich mich trauen würde das so zu sagen, aber im privaten Umfeld wähle ich gerne immer wieder „das, was ich noch nicht kann“, weil mir alles andere schnell zu langweilig wird. Ob ich damit dann Potential verschwende? Vielleicht, aber die Sachen, die ich gut kann, kann ich ja jemandem beibringen. Und gut zwischen allen kommunizieren, denn ich habe ja „alles mal gesehen“.

Bojo
Reply to  Edelgard

Ich finde, gerade Praktikanten sollten in alle Aufgaben mal rein schauen, sodass jeder weiß wie alles geht. Und dann baut jeder seine Begabung aus, damit es Experten für jedes Gebiet gibt. Somit ergänzen sich alle, können aber im Notfall auch anderswo einspringen.

Phara

Schwächen zu akzeptieren ist eine grosse Kunst. Momentan ist die grösste Herausforderung allerdings, ein Mittelmass zwischen Über- und Unterforderung zu finden.

Sophia

Interessant, diese zwei Dinge in Verbindung zu bringen: Das Vergleichen und den Nutzen von Schwächen. Mir persönlich fällt dazu folgendes ein: In Sachen Kleidung/Aussehen bin ich sehr minimalistisch. Es muss praktisch sein und ich muss mich wohlfühlen. Im Vergleich zu Anderen, die Graue Maus, immer dasselbe. Daran ist mein Umfeld gewöhnt. Die Stärke sehe ich darin, dass ein minimaler kleiner farbiger Reiz, schone eine geringe Veränderung bei mir tausendmal mehr auffällt als bei anderen, die jeden Tag anders und immer chic aussehen. Und allein dieser Gedanke hat in meinem Selbstbewusstsein etwas gerade gerückt, irgendwie so, als ob es schon okay… mehr »

Alexandra
Reply to  Sophia

… und das finde ich super! Wenn du schlichte Farben magst und sie dir stehen, why not? Ist halt nicht jeder für rot/orange-Kombis oder so gemacht.

Auch ich mags schlicht – blau, weiß, nude, manchmal rose. Dann hab ich vor einigen Jahren meine Liebe zum Norden – Schweden, Norwegen – entdeckt und mich beim Blick in den Koffer köstlich amüsiert, denn mit diesen Vorlieben ist man dort ganz toll ‚in‘:-).

Regina

Kennt ihr das Bilderbuch „Das kleine Ich-bin-ich“ ? Ich habe es im Alter von 26 Jahren auf einem Persönlichkeitsbildungskurs kennengelernt. Dort habe ich auch (wieder) viele meiner Stärken und Talente entdeckt und zehre heute noch davon – bin inzwischen mehr als doppelt so alt! Erst in den letzten Jahren habe ich mich über Introvertiertheit informiert und diesen Wesenszug an mir jetzt auch akzeptiert, es ist eine Stärke von mir, zuhören zu können, zu beobachten, Schlüsse zu ziehen, meine Gefühle in kreativen Arbeiten umzusetzen. Ich werde nie extrovertiert werden und will es auch nicht. Ich bin ich. Das versuche ich auch… mehr »

Barbara

Ich muss nicht alles selber machen und können, ich muss nur delegieren können. Das ist für mich aber eine große Herausforderung.

Dorothea

Wenn in der Schule das Thema „Bewerbung“ auf dem Plan steht, werden die Schüler immer aufgefordert, ihre Stärken und Schwächen zu benennen.
Bei den Schwächen wurde mir immer unbehaglich und ich habe mich dann mit dem Spiel beschäftigt, alles, was man als Schwächen definiert -besonders in der Persönlichkeit, also Charakterschwächen- umzudeuten und als Stärken zu formulieren.
Das ergibt ungeheure Erkenntnisse. Ganz besonders für die, die ihre Stärken kaum empfinden.
Irgendwann kann man es dann sein lassen, sich ständig elbst als unzulänglich zu beschimpfen.

Britta Scholten
Reply to  Dorothea

Hallo Dorothea, Deinen Kommentar fand ich interessant. Ist es nicht häufig so, dass wir unsere Stärken nicht sehen? Stärken einzusetzen, bedeutet häufig, dass uns etwas leicht fällt – und schon ist man dabei zu sagen „Ist ja nichts besonderes“. Insofern würde ich mir wünschen, dass wir nicht nur die Stärken in den vermeintlichen Schwächen erkennen
(finde ich übrigens toll, was Du da machst), sondern auch schätzen, was uns leicht fällt und erkennen, dass das nicht für jeden so sein muss.

Dimitra

Dieses Thema hat große Tiefe! Mit meinen persönlichen Schwächen und Stärken habe ich nicht so ein großes Problem wie mit dem Vergleichen. Zum Beispiel gibt es im Bekanntenkreis „einfache Leute“, die extrem intelligente und angepasste Kinder haben. Die marschieren mit sonnigem Gemüt durchs Leben, „es läuft“. Als Akademikerin die ich bin sehe ich mit Erstaunen, dass meine eigenen Kinder ziemlich kratzbürstig sind/ anecken, und schulisch eher mit Schwierigkeiten kämpfen. Klar, ich nehme jeden so an wie er ist, und es wirken auch viele Faktoren außerhalb ihrer Persönlichkeit ein, die das beeinflussen. Doch gleichzeitig fragt sich ein Teil von mir, ob… mehr »

Angelika

Oh ja, wie richtig! Als die Kinder klein waren, musste ich sehr mit mir kämpfen. Seit es mir gelingt sie und auch mich als etwas Einzigartiges zu sehen, ist viel Druck von der Familie gefallen. So gelingt es tatsächlich, auch „Schwächen“ als großes Potential zu erkennen.

Alexandra

Als ich erkannt habe, dass mich Vergleiche nach oben nicht wirklich weiterbringen bzw. ich mich dadurch nur schwäche, hab ich sie mir gut abgewöhnen können, va auch im Hinblick darauf, dass ich entweder andere Umstände vofinde oder sie gar nicht kenne. Was mich aber gelegentlich noch nervt, ist das Vergleichen durch andere, da ich hier gar nicht Teil davon sein mag, dies oft auch was mit Neid und Missgunst zu tun hat (1 Schwäche mit der ich noch nicht immer gut umgehen kann;-)) und eben andere oftmals gar nicht wissen was dahinter steckt. Egal, ob es 1 großer Aufwand war,… mehr »

Natalie

Dieter Lange sagt es auch so schön (er hat es aber auch woanders her): „Des Glückes Tod ist der Vergleich.“ Seit ich diesen Spruch gehört habe, nehme ich mir zu Herzen, mich weniger zu vergleichen. Aber da das anscheinend meine Hauptschwäche ist, fällt es mir oft schwer. Egal, ob es Äußerlichkeiten oder das Können betrifft. Andere Schwächen sehe ich durchaus positiv, z. B. meine Sensibilität ermöglicht mir, mich gut in andere einzufühlen. Meine Ungeduld setzt manchmal starke Umsetzungskräfte frei und meine Introvertiertheit lässt mir den Raum, mich persönlich weiterzuentwickeln. =)

Ina

Vergleichen bringt Unmut… Ich vergleiche mich sehr selten noch mit anderen. Ich freue mich, wenn jemand etwas gut kann oder Erfolg hat. Ich war aber auch noch nie jemand, der den Wettkampf gesucht hat (Stichwort bei Siedler: Räuber-in-die-Wüste setzer ;)) Ein Wettkampf mit jemand anderem spornt mich einfach nicht an. Schwächen habe ich (Ordnung z.B…) da habe ich aber zu Hause zum Glück einen Mann, der Ordnung sehr gut kann 🙂 Früher habe ich mein „Chaos“ als Schwäche angesehen. Ich wollte immer systematisch Arbeiten wie meine Kollegin… und habe mich ewig gequält. Aber dank Cordula nehme ich meinen inneren Chaoten… mehr »

Rosa-Maria

Tja, das ist wie mit dem halb leeren Glas und dem halb vollen.
Kommt auf den Fokus an…
Momentan lebe ich nach dem Motto von Mutter Goethe:
Es ist ein Glück wenn man sich ein Bein bricht, es könnte auch der Hals gewesen sein!

Felicitas
Reply to  Rosa-Maria

den kannte ich noch nicht! Ganz schön makaber, aber für schwierige Zeiten bestimmt hilfreich… ohne gleich daraus gleich eine weitere Ideologie zu machen- ich habe noch nie verstanden, warum die Vergleiche meistens nur in eine Richtung gehen, sodass man sich schlecht fühlt- Dankbarkeit und etwas Demut tun so viel wohler! Und wie weiss sogar der Volksmund: Vergleiche hinken… sich wirklich dafür interessieren, wie andere so ganz anders denken und fühlen und Dinge angehen ohne es zu bewerten funde ich oft sehr interessant und anregend – inzwischen bleibt ohnehin nur das bei mir, was anschlussfähig ist. Im Um-die-Wette-Rennen war ich noch… mehr »

Dorothee

Gerade an Weihnachten kann man sehen, dass schon kleine Kinder sehr groß im vergleichen sind. Da werden die Geschenke gezählt, später die Werte verglichen. Warum ist das schon bei kleinen Kindern so ausgeprägt? ich weiß es nicht

Janine

Meine Stärken kenne ich mittlerweile ganz gut, mit meinen Schwächen tue ich mich sehr schwer… Vielleicht ist es einfach der Begriff. Ich möchte nicht schwach sein. Schwach sein ist wie untergehen. Und ich kann es mir nicht leisten unterzugehen. Ich denke, ich muss einfach einen positiveren Begriff für das Wort Schwäche finden. Einige Dinge ärgern mich wirklich sehr, z.B. das ich meine Angst nicht überwinden und einfach nicht Eislaufen lernen kann und es dadurch nicht mit meinem Freund oder meinen Freunden machen kann. Momentan hält mich da nur aufrecht, dass ich mir sage, dass das jetzt nichts Existenzielles fürs Leben… mehr »

Bettina

ich kann das doch auch so praktizieren, dass ich die Schwächen, die ich ausbessern will, ausbessere, und die Schwächen, die mich weniger interessieren, einfach akzeptiere?

Beispiel Singen: wenn jemand besser ist als ich, kann ich dorthin kommen, wenn ich mehr übe; und wenn ich üben will, mache ich das, wenn nicht, akzeptiere ich, dass andere besser sind (und die wird es auch immer geben)

gut finde ich auch den Tipp von Sonja: das, was ich gut kann, kann ich anderen beibringen 😉
passt völlig zu mir, ich lerne auch gerne Neues

Bojo

Ich sehe im Vergleich eine große Chance: Was gibt es da draußen noch? Wie machen es die anderen? Oft bin ich auch angespornt – das kann/ will ich auch erreichen.
Nur manchmal schaue ich etwas wehmütig auf die anderen (das hätte ich auch gern, es ist aber einfach in meiner Situation nicht möglich).

Bojo

Mir fällt es sehr schwer, meine Stärken und Schwächen zu benennen. Ich kann vieles, bin aber in nichts außerordentlich gut.
Ich denke, meine größte Schwäche ist die Zeit. Ich schaffe es nicht, realistisch einzuschätzen, wie lange etwas dauern wird. Wie münzt man das denn zu einer Stärke um?

Traveller

Ich kann mich gut erinnern an Zeiten, als ich deutlich jünger war (werde morgen 57). Unsicherheit hat mich damals oft Vergleiche ziehen lassen, hat Wünsche nach Anderssein geboren, nach dem Sosein wie jemand anderer. Weil diejenige meiner Meinung nach viel cooler, sicherer, anerkannter war als ich.
Im Laufe der Jahre hat dieses Gefühl immer mehr abgenommen. Etwa mit 50 – quasi als Midlife Crisis – war ich dann an dem Punkt, an dem ich sagen konnte: Ich bin gut, wie ich bin. Ich bin ich und ich brauche mich nicht zu verstecken oder andere zu „beneiden“.
Tut gut und befreit ungemein.