• Home  / 
  • Mind&Body
  •  /  Schlaflos in den Winter? Nicht mit diesen 11 Schlaftipps!

Schlaflos in den Winter? Nicht mit diesen 11 Schlaftipps!

14. November 2017
zeitumstellung, müde, schlaflos, tipps, schlafen, einschlafen, durchschlafen

Zeitumstellung? Vollmond? Gedankenkarussell? Viele Menschen klagen derzeit, dass sie mitten in der Nacht aufwachen und nicht mehr einschlafen können. Und um die Mittagszeit – da gibt es nur einen Wunsch: Schlafen. Glauben wir den Medizinern, dann könnte uns die Umstellung auf die Winterzeit  bis zu vier Wochen beschäftigen. Dann erst hat sich der Körper an die künstliche Verschiebung gewöhnt. Mehr als jeder Fünfte klagt mittlerweile über körperliche oder psychische Probleme mit der Zeitumstellung, so eine aktuelle Forsa-Umfrage. Frauen reagieren sensibler auf die Zeitumstellung als Männer.

Warum reagieren wir so empfindlich auf die Zeitumstellung?

Unsere biologische Uhr wird von sogeannnten „Uhren-Genen“. Sie lassen uns ganz genau spüren, wann wir Schlaf brauchen und wann es Zeit wird aufzuwachen. Doch Reize aus der Umwelt beeinflussen dieses innere Uhrenwerk. Und weil wir aufgrund der Zeitumstellung einen anderen Tagesablauf haben, geraten wir durcheinander. Jetzt muss sich der Organismus neu justieren – aber jede Veränderung in unserem Biorythmus ist häufig mit Stress verbunden. Ein Teufelskreis, denn der Stress lässt uns noch schlechter schlafen.

Na super. Denn wer nachts nicht schläft, der ist einfach tagsüber nicht leistungsfähig. Und da nutzt auch das beste Zeitmanagement nichts, um „mehr“ zu schaffen. Aber wir können etwas tun! Bereits in meinem Frühjahrspodcast habe ich ein paar wertvolle Schlaf-Tipps gegeben. Hier für unseren erholsamen Winterschlaf noch ein paar Tipps nehr:

11 Tipps, mit denen Sie garantiert erholsam einschlafen und durchschlafen

# Bewegen Sie sich tagsüber viel – am besten an der frischen Luft. Unser Körper braucht jetzt viel Sauerstoff und Sonnenlicht.

# Zu konstanten Zeiten aufstehen und ins Bett gehen – auch am Wochenende. Damit vermeiden Sie das „soziale Jetlag“. Finden Sie heraus, wann Ihr „Schlaf-Fenster“ offen ist. Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie ganz leicht einschlafen können. Verpassen Sie den Zeitpunkt, dann geht das Schlaf-Fenster wieder zu und Sie liegen locker eine Stunde lang wach, bis sich das nächste öffnet.

# Angenehmes Raumklima schaffen (16 – 18 ° Celcius), für Frostbeulen gerne auch wärmer. Sie sollen weder schwitzen noch frieren.

# Nicht den Bauch vor dem Schlafen vollschlagen (auch mit Alkohol, Zigaretten und – eh klar – Koffein zurückhalten). Ab 3 Uhr nachts entgiftet die Leber – und wer viel Alkohol am Abend hatte, der wird jetzt wach.

# Verzichten Sie auf Pfefferminztee oder Vitamin C-Drinks – die pushen.

# Vermeiden Sie aufwühlende Gespräche oder Filme am Abend.

# Hören Sie frühzeitig zum Arbeiten auf. „Noch schnell 3 Mails schreiben“ klingt verführerisch – aber viele Menschen lässt die Beschäftigung mit den Arbeitsthemen nicht mehr los, und sie nehmen die Themen mit ins Bett.

# Essen Sie eine Stunde vor dem Zubettgehen eine Handvoll Walnüsse oder trinken Sie ein Glas Kirschsaft – das erhöht die Produktion von Melantonin, unserem Schlafhormon.

# Vor dem Zubettgehen eine Entspannungsrunde einlegen – wie lesen, Musik hören oder noch mal durch die Nacht laufen.

# Lesen Sie im Bett nicht mehr am Smartphone oder Tablet – der hohe Blau-Anteil im Licht macht wach. Oder aktivieren Sie den Blaulicht-Filter am Gerät (bei den neueren Geräten vorinstalliert). Für ältere Geräte holen sie sich die APP www.justgetflux.com.

# Kuscheln Sie sich auf der linken Körperhälfte liegend ein – das soll laut einer Studie gesünder sein. Die Gründe: Schlafe man auf der linken Seite, begünstigt dies den Blutfluss. Unsere Hauptschlagader, die Aorta, ist nach links gebogen – wenn wir also auf der rechten Seite schlafen, müssten wir das Blut „bergauf“ pumpen. Und: Wer Verdauungsprobleme wie Sodbrennen hat, schläft auch am besten auf der linken Seite. Denn so kann die Magensäure nicht in die Spreiseröhre zurück fließen – die kommt nämlich von rechts in den Magen.

Trotzdem müde? Dann sollten Sie um die Mittagszeit unbedingt ein kleines Nickerchen einlegen? Vielleicht mit dem coolem Büro-Schlafsack?
Schlafen Sie gut 🙂

Und was bringt Sie zum Einschlafen? Teilen Sie gerne hier im Kommentar Ihre Erfahrungen und Tricks.

Dieser Artikel ist super - den will ich meinen Freunden zeigen!
Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedinmail

3 Kommentare
Michael Nienhaus

Der Tipp mit dem Mittagsschlaf gefällt mir sehr gut 🙂 ist nur leider im beruflichen Arbeitnehmer-Alltag schwer umzusetzen.
Das Problem ist häufig auch, das man sich morgens einredet dass man sooo wenig geschlafen hat, letztendlich war man nur zwischendurch mal wach, oder ist 1 Stunde vor dem Wecker aufgewacht. Die Zeit kommt einem dann natürlich vor wie eine Ewigkeit.
Was ich nicht unterschreiben würde ist die pauschale Aussage, dass man dann tagsüber nicht leistungsfähig ist. Weniger leistungsfähig ist ok. Es hängt viel davon ab wie man morgens nach einer Nacht mit wenig Schlaf reagiert, dabei gibt es zwei Möglichkeiten: 1.) „Oh man, ich hab schlecht geschlafen, heute werde ich bestimmt nicht viel schaffen“. oder 2.) „Ich hab zwar weniger geschlafen als sonst, aber ich werde trotzdem das beste aus dem Tag machen“.
Zu Punkt 1.) kommt dann auch noch die Gefahr, dass man meint sich bei der Arbeit schonen zu müssen, weil man ja so wenig geschlafen hat. Das kann dazu führen, das man seine Arbeit nicht gut genug erledigt und einen weiteren Stressfaktor durch unerledigte Aufgaben bekommt. Die kommenden Nächte werden dann wahrscheinlich nicht besser. Die Gefahr ist dann groß, dass das persönliche Energiemanagement in einen Teufelskreis gerät.

Viele Grüße Michael

Antworten
Dimitra

Schlaflos war ich im Großteil meiner Jugend. Daraus habe ich fürs Leben gelernt: nicht schlafen gehen ohne wirklich einen deutlichen Impuls zum Einschlafen zu haben. Kleine Rituale helfen mir: Küche aufräumen, bettfertig machen, den nächsten Tag in Gedanken organisieren, ggf. Zettel schreiben. Im Bett lesen ich dann noch 5-10 min. – allerdings NIE in meinem Roman (zu viele durchgelesene Nächte!) sondern in einem eher philosophischen oder Sachbuch. Mein Gehirn bekommt damit noch ein wenig Nahrung, während die Augen ermüden. Licht aus, fertig. Ich glaube es hilft, nicht zu viel über die Schlafmenge nachzudenken- wenn man als mittelalter Mensch fünf Stunden wirklich tief durchschläft, dann ist das doch super 😉

Antworten
Beate

Danke für die hilfreichen Einschlaftipps, hier sind meine:
Mir hilft beim Einschlafen seit neuestem der „Einschlafen-Podcast“ von Tobias Baier. Er hat eine ruhige einlullende Stimme, die Inhalte sind nicht wirklich wichtig und sie unterbrechen meine eigenen Gedanken. Außerdem achte ich darauf meine Haupttrinkmenge bis 18.00h geschafft zu haben, dann muss ich nachts nicht raus.
Außerdem habe ich alle Uhren aus dem Schlafzimmer entfernt, um mich nachts nicht verrückt zu machen, ich könnte zu wenig Schlaf bekommen. Wenn ich zu einer bestimmten Zeit aufstehen muss, stell ich mir den Wecker ins Nebenzimmer und programmiere mich so, dass ich wenige Minuten vor dem Wecker wach werde. Am Anfang ist das ein wenig gewöhnungsbedürftig, entspannt aber ungemein.
Viele Grüße

Antworten
Klicke hier, um einen Kommentar hinzufügen

Hinterlasse einen Kommentar: