Denk-Bar: Zum Welttag des Buches heute als Schreib-Bar

19. April 2016
welttag des buches, buch schreiben, tipps

Kommenden Samstag, 23. April, ist es wieder so weit: weltweit begehen wir den Welttag des Buches. Auch in Deutschland feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest, veranstalten zahlreiche Events und lassen das gedruckte Wort hochleben. Und wir?

Wir machen mit beim Welttag des Buches! Und schreiben selber eines.

Bereits 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, und zollte mit dem weltweiten „Feiertag“ dem Lesen, den Büchern und den Rechten der Autoren Aufmerksamkeit. Inspiriert wurden die UN-Initiatoren von einem katalanischen Brauch, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken.

Uns inspiriert der Welttag des Buches zu einem ganz besonderen Buch. Wir werden nämlich aus unserer Denk-Bar diese Woche eine Schreib-Bar machen. Die Idee: ich beginne im Kommentarfeld mit einer Geschichte. Und SIE schreiben sie fort.

D.h. Sie lesen die Fortsetzung der anderen GlüXX-Factory.de-Besucher und spinnen Ihrerseits die Geschichte weiter. So kommen wir bis kommende Woche zu unserer eigenen Denk-Bar-Schreib-Bar-Machbar-Geschichte, die ich dann als Gratis-E-Book hier in den kommenden Wochen in optisch aufbereiterer Form unter Nennung aller Autoren veröffentliche.

Regeln:

  1. Erlaubt ist alles, was erlaubt ist. Also bitte keine doofen Geschichten, keine Schmäh-Reden, keine echten Personen, keine Rechte Dritter verletzen, keine Gewalt etc. sowie bitte nur jugendfreie Gedanken!
  2. Jeder schreibt maximal ca. 20 Zeilen an der Geschichte weiter.
  3. Lesen Sie alle Beiträge der anderen Autoren. Und spinnen Sie die Gedanken der anderen weiter, also bitte nicht komplett von vorne anfangen.
  4. Bitte so gut wie möglich auf die Rechtschreibung achten, sonst habe ich so viel Arbeit bei, Zusammenführen damit 🙂
  5. Bitte keine fremden Text kopieren und hier einfügen. Ihr Text muss frei von jeglichen Urheber-Rechten Dritter sein, damit wir hier keinen Ärger bekommen.
  6. Sie dürfen auch mehrfach schreiben. Allerdings muss zwischen Ihren Geschichten-Anteilen immer ein anderer Denk-Bar-Besucher seinen Part veröffentlicht haben :-).
  7. Falls Sie mit Ihrer Email-Adresse hier noch nie einen Kommentar veröffentlicht haben, müssen wir den Beitrag erst noch händisch freischalten. Das kann u.U. ein paar Stunden dauern, z.B. nachts. Falls sich deshalb Beiträge „mischen“ machen die nachfolgenden Autoren einfach das Beste daraus.
  8. Bitte machen Sie nur mit, wenn Sie damit einverstanden sind, dass Ihr Anteil in Form eines E-Books (PDF) und Ihrem Namen publiziert wird. Ein Anspruch auf ein Honorar o.ä. entsteht dadurch nicht.
  9. Sie dürfen das E-Book dann gerne in unveränderter gratis an alle Ihnen lieben Menschen weitergeben, ein Verkauf ist nicht gestattet.
  10. Am 26. April schreibt einer von Ihnen einen Schluss. Und dann ist Schluss. Sie haben also eine komplette Woche in der Schreib-Bar Zeit, sich künstlerisch auszutoben.
  11. Indem Sie mitmachen, erklären Sie sich mit den Regeln einverstanden.
  12. Habe ich an alles gedacht?

Viel Spaß!

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27 Kommentare auf "Denk-Bar: Zum Welttag des Buches heute als Schreib-Bar"

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Ein Schauer kroch über seinen Rücken. Er legte den Käscher mitsamt dem Buch auf die Planken und lehnte sich zurück. ‚Dies ist alles so unwirklich. Alles. Als Kind habe ich hin und wieder geträumt, dass ich träume. Ich habe auch geträumt, mir in den Arm zu kneifen, um mir zu zeigen, dass ich nicht träume. Und jetzt? Ist es wieder so? Wie soll ich feststellen, ob es ein Traum ist oder doch real? Wenn es ein Traum ist, wird mir nichts passieren. Ich kann dieses buch öfnnen und mich in das Abenteuer stürzen. Mir wird nichts passieren. Wenn es aber… Read more »
Er beugt sich über das Buch und untersucht das Schloss. Vorsichtig berührte er den Einband, wohlwissend, dass es sich im Wasser befunden hat und dementsprechend durchnässt ist. Was ist das für ein Buch? Diese Frage drängte sich in ihm auf und dominierte seine Gedanken, er vergaß wo er sich befand und im Mittelpunkt stand das Buch. Auf dem Buchrücken konnte er noch gerade sehen, dass es eine Prägung gab. Jedoch war es nicht mehr möglich, diese Prägung zu entziffern. Zu lange schon hatte das Salzwasser dem Buch zugesetzt. Joe entschloss sich erst einmal, das Buch trocknen zu lassen. Die Gefahr… Read more »
Joe blickte noch einmal zum Strand und von dort am Horizont entlang. Weit und breit konnte er nichts entdecken, das ihm seine Erinnerung zurückgebracht hätte. Die ersten Sonnenstrahlen blitzten auf dem Wasser – da bekam auch er einen Geistesblitz. Der Gedanke leuchtete nur kurz auf – nicht mehr als den Bruchteil einer Sekunde. Er hätte es fast nicht wahrgenommen und spulte seine Gedanken innerlich noch einmal zurück. Joe sah sich selbst – immer wieder in kurzen Sequenzen, wie in einem Film. Joe am Lagerfeuer – Joe mit einem geheimnisvollen hübschen, dunkelgelockten Mädchen im Arm – dann sah er plötzlich wie… Read more »
…und ein hübsches Mädchen mit dunklen Locken und einem ausdrucksstarken Gesicht streckte vorsichtig den Kopf nach draußen. Sie hatte einen olivfarbenen Teint und mandelförmige, braune Augen. Zögerlich und fast ein wenig ängstlich verließ das Mädchen die Kajüte und schlich an Deck. Ihre Kleidung war zerrissen und schmutzig. Das Mädchen sah Joe an. Fragend und Wissend zugleich. Sie wirkte unentschlossen. Plötzlich lief ein Zucken durch ihr Gesicht, sie spannte ihre Muskeln an und rannte leichtfüßig zum Bug des Schiffes. Behände kletterte auf die Reling und sprang mit einem eleganten Kopfsprung ins Wasser. Weg war sie… Jetzt war Joe vollends verwirrt. Was… Read more »

Nein, das war ziemlich unwahrscheinlich, das seine große Liebe, wie hiß sie noch mal ? War schon ziemlich lange her und er hatte ja vor einigen Jahren diesen Unfall und danach litt er unter Amnesie.
Aber irgendwie krochen die Erinnerungen jetzt doch ziemlich klar in seine Gehirnwindungen zurück, aber trotzdem wollte ihm der Name nicht einfallen.
Das Buch lag schwer in seinen Händen und er schaute sich um, wo er es trocknen lassen könnte ohne das es gleich jemand sah.

Am besten, dachte er, bleibe ich einfach hier und lasse das Buch in der Sonne trocknen. Zu gerne wäre er seinem ersten Impuls gefolgt und hinter dem Mädchen her ins Wasser gesprungen. Irgendetwas hielt ihn davon ab. Als würde sich ein schweres Gewicht um seine Knöchel legen und ihn auf dem Boot halten. Er legte das Buch neben sich lehnte sich müde zurück Er schaute es an. Irgend etwas ? Das Buch! Er konnte es nicht hier zurück lassen, das war es. Darum war er dem Mädchen nicht gefolgt. Das Buch ! Was hatten sie damals über das Buch gesagt?… Read more »

Ihm fiel das filigrane Schloss ins Auge und er war erstaunt, dass es sich in einen einwandfreien Zustand befand. Was natürlich sehr erstaunlich war, da es dem Salzwasser ausgesetzt war. Joe berührte dieses Schloss und umfuhr die Umrisse mit seinen Fingerspitzen. Ob es im Bereich des Möglichen ist, dass dieses Buch absichtlich aufgetaucht war, vor seinen Augen?

Damit beschäftige ich mich später, dachte Joe. Jetzt will ich erst mal wissen ob ich wirklich alleine auf diesem Schiff bin. Rasch zog er sein inzwischen trockenes T-Shirt aus und wickelte das Buch hinein. Er lauschte, doch er hörte nur die Wellen, die an die Aussenwände klatschten. Sonst nichts. So ging er mit seinen blossen Füssen langsam Richtung Führerstand, hob das Polster von der Sitzbank. Der Stauraum darunter war fast leer, nur zwei Schwimmwesten befanden sich darin. Joe schob das Buch unter die Westen und klappte das Polster wieder zu. Wieder lauschte er. Nein, nichts Auffälliges zu hören. Also ging… Read more »
Sie kletterte wieder an Bord, schlüpfte aus ihrer nassen Kleidung und warf diese achtlos auf das Deck zum Trocknen. Die Sonne zeigte jetzt noch mehr ihrer Kraft und so streckte Thessa sich wohlig auf den Planken aus und genoss die wärmenden Strahlen. Fast wäre sie wieder eingenickt, da hörte sie ein lautes Rumpeln in der Kajüte. ‚Ah, Joe…‘, Thessa wurde warm ums Herz… ‚mein geliebter Joe‘, dachte sie. Sie hoffte inständig, dass Joe sich wieder ein wenig gefasst hatte. Heute Morgen, das war eine irritierende Situation mit Joe gewesen. Wie er sie angesehen hatte, mit diesem irren Blick, fast so,… Read more »
Als sie erstaunt ein leises Gemurmel vernahm, stützte sie sich ruckartig auf und lauschte in Richtung Kajüte. Joe … unterhielt sich mit einer ihr fremden Stimme, nein, es mussten mehrere sein. Wie seltsam ! Eine davon, trocken wie Treibholz, im Ansatz jeder Silbe zunächst ein Flüstern, um dann in kehligen Basslauten zu schwingen, dominierte das Gespräch. Ihr fielen die sorgfältig gewählten Begriffe auf, eine, trotz der Brüchigkeit, samtige Intonation. Welch eine Distinguiertheit… dachte sie benommen. Thessa stockte der Atem. Sie nahm den eigenen sonnengebräunten Körper wahr, wie um sich zu vergewissern, dass sie nicht träumte. Das Unvorstellbare ist nicht vorstellbar,… Read more »
Bolivien, San Benito, 1816. Das Anwesen der Familie Bolivar. Stolz blickte Fernandez Bolivar auf sein Werk. Zärtlich fuhren seine Finger über das kunstvoll verzierte Leder, folgten den handwerklich schwierig zu erschaffenden Wellen, Kurven und Ornamenten auf dem Einband. Liebevoll steckte er den kleinen, silbernene Schlüssel in das filigrane Schloss, prüfte den Schließmechanismus und lehnte sich zufrieden zurück. Dieses Buch war sein Meisterwerk. Und die Kraft seiner Kunst würde die Welt verändern. Ja, da war sich Fernandez ganz sicher. Dieses Buch war magisch. Und sein rechtmäßiger Besitzer im Stande Großartiges zu bewirken. Sorgfältig wickelte der alte Mann das schwere Buch in… Read more »

Wie in Zeitlupe griff Thessa zu dem kleinen silbernen Schlüssel, den sie seit Jahren an der silbernen Halskette immer dicht bei sich trug. Es war ein Erbe von Joes Großmutter, vermutlich nicht besonders wertvoll, aber Joe hatte ihr damals eingeschärft, der Schlüssel sei sein wertvollster Besitz. Und sie als seine Frau ebenfalls.
Langsam versuchte sie, das flache Bild abzuschütteln, und die Welt wieder in Gang zu setzen. Doch es umfing sie wie Blei.

Thessa war verwirrt. Es fühlte sich so an, wie vor vielen, vielen Jahren, als Joe in ihre Wohnung gekommen war ….. wie wenn die Welt um sie herum stehen bliebe, wie wenn eine höhere Macht alles stilllegte….. Thessa schüttelte sich wieder. Das konnte nicht sein. Vielleicht war ihr gestern der gegrillte Oktopus nicht bekommen. In letzter Zeit vertrug sie so einiges an Essen nicht. Im Augenwinkel meinte Thessa das Buch zu sehen. Das Buch? Wieso musste sie nur ständig an das Buch denken? Jahrelang war es in ihrer Wohnung sorgsam verborgen in einem Kirschholzschrank gelegen. Ein Erbstück. Mit angeblich magischen… Read more »
Sie verharrte weiter lauschend. Eine der Stimmen erinnerte sie an Joes verstorbene Großmutter. Der Ton der Unterhaltung hatte sich verändert, man sprach nun schneller, fiel sich ins Wort, doch es blieb unmöglich, einen Sinn zu erfassen. Plötzlich wurde mit einem dumpfen Knall ein Buch – das Buch ?- geschlossen, Stille, danach wieder ein Rumpeln. Joes Schatten erschien am Treppenaufgang. Im selben Augenblick spürte sie wieder Leben durch sich pulsieren, auch die Möwen am Ufer pickten weiter am Tang. Sie atmete tief durch und ließ sich mit einem Seufzer der Erleichterung auf den Rücken fallen. Joe war mit wenigen Schritten neben… Read more »
Und plötzlich war alles wieder da! Joe konnte sich erinnern. Langsam perlten die Erinnerungen in sein Bewusstsein, während er Thessa umarmt hielt und den silbernen Schlüssel ansah. „Beruhige Dich, mein Schatz,“ murmelte er sanft in ihr dunkles Haar. „Jetzt ist alles wieder gut!“ „Gut?“, schluchtze Thessa. „Die Welt stand gerade wieder still – wie damals, als Du das erste mal in meine Wohnung kamst. Das war zwar irgendwie schön, aber auch echt beängstigend. Und was war mit Dir?“ Joe ließ den Blick über die Yacht und die Bucht wandern. Menschenleer. Gott sei Dank! „Zeit die Anker zu lichten und hier… Read more »
Jamaica, 1845. Eine spartanische Strandhütte zwischen Ochos Rios und Runaway Bay. Er hatte gekämpft, jahrelang hatte er gegen seine schwere Erbkrankheit gekämpft, die seinen Körper und seinen Geist im Laufe der Zeit immer mehr geschwächt hatte, bis er schließlich nur noch ein Abbild seiner selbst gewesen war. Simón Bolivar, dieser einst stolze und starke Mann! Doch jetzt war sein Kampf endlich beendet. Vor ein paar Tagen war er friedlich auf seiner Pritsche für immer eingeschlafen. Mariluz, seine treue Lebensgefährtin, hatte in ihrer gemeinsamen Strandhütte einen Altar errichtet. Sie bekreuzigte sich dreimal und kniete nieder, um für Simón zu beten. Das… Read more »
Die Sonne brannte jetzt schon ganz ordentlich vom Himmel, die Gischt spritze als Joe die Yacht übers offene Meer gleiten ließ. Entspannt stand er im Führerstand, seine geliebte Tasse (bolivianischen) Kaffes in der Hand. Neben ihm saß Thessa im Schneidersitz auf ihrem Lieblingsplatz. Auch sie hielt ihren Kaffee in der Hand. „Also, was war jetzt los, heute morgen,“ fragte sie und blies auf ihre Tasse. „Willst Du die lange, oder die kurze Fassung hören?“ „Erst die Kurze, und dann sehen wir weiter.“ Joe dachte nach. „Wo fange ich nur an? Okay. Ich hatte heute morgen einen Black-Out und der kam… Read more »
Thessa hing gebannt an Joes Lippen. „Aber was für ein Zufall, dass wir beide uns getroffen und verliebt haben.“ „Ja, das ist wohl wahr. Zufall oder Fügung? In jedem Fall können wir jetzt, wo wir Buch UND Schlüssel haben die Welt verändern.“ „Ach, das ist doch nur eine alte Geschichte. Nie bewiesen!“ „Bist Du sicher,“ lachte Joe verschmitzt. „Sagt Dir der Name Bolivar etwas?“ „Ja, schon“, sinnierte Thessa. Es ist der alte Name meiner Vorfahren…. und mein Gott!“ Thessa sprang aufgeregt auf. Mein Ur-Ur-Ur-Großvater war ein Bolivar… und er hat……Lateinamerika befreit. Er hat die Welt verändert,“ hauchte Thessa erfürchtig. „Und… Read more »

Kompliment, ihr habt gemeinsam eine sehr schöne und spannende Geschichte geschrieben. Viele gute Ideen sind darin wunderbar weiterggesponnen worden, einfach toll.

Vielen Dank,
Jörg

Liebe Autoren & liebe Alle!
„DAS BUCH“ ist fertig!
Wer ein PDF-Exemplar unseres gemeinsamen Beitrages zum Welttag des Buches möchte, bitte eine Mail an: martin@kreative-chaoten.com
Schicke es gerne zu 🙂
HERZLICHSTE GRÜSSE
Brigitte Martin