Innere Kündigung – jeder 6. Arbeitnehmer ist betroffen

20. Oktober 2017
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15 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben innerlich bereits gekündigt. 70 Prozent der Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Das sind die zentralen Ergebnisse des Engagement Index 2016, den das Beratungsunternehmen Gallup kürzlich in Berlin vorgestellt hat. Nach Gallup-Berechnungen kostet die innere Kündigung die deutsche Volkswirtschaft insgesamt bis zu 105 Milliarden Euro jährlich.

Wie kann das sein? Nein, es liegt nicht daran, dass die Berufstätigen unzufrieden sind, mit sich und ihrem Leben. Im Gegenteil! Die meisten schätzen die gute Wirtschaftslage, die wir derzeit haben und fürchten sich kaum um ihren Arbeitsplatz. Auch die Einstellung zur Arbeit an sich ist positiv: 77 Prozent würden selbst dann weiterarbeiten, wenn sie nicht auf das Geld angewiesen wären (2010: 70 %).

Woran liegt der Kündigungs-Wille?

Viele Firmen unternehmen zwar große Anstrengungen um Mitarbeiter zu halten und zu binden, doch sie setzen offenbar nicht an den richtigen Hebeln an. Denn Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit, Entlohnung, Sozialleistungen, flexible Arbeitszeit oder die Zahl der Urlaubstage sind für Mitarbeiter zwar durchaus wichtig, haben auf deren emotionale Bindung jedoch kaum Einfluss.

Wie ist das bei Ihnen?

  • Haben Sie (noch) Lust zu arbeiten?
  • Können Sie tun, was Sie richtig gut können?
  • Sehen Sie einen Sinn hinter dem, was Sie täglich tun?
  • Schätzen Sie die Arbeit und den Stil Ihrer Führungskräfte?
  • Kommen Sie mit Ihrem direkten Vorgesetzten gut aus?
  • Erleben Sie gesunde Herausforderungen?
  • Können Sie als kreativer Chaot genügend Abwechslung erleben? Oder als Systematiker genügend Routinen und Strukturen?
  • Empfinden Sie den Spirit im Team als gut und unterstützend für Sie?

Stellen Sie sich offen und kritisch diesen Fragen. Sie haben unsere acht Fragen mit „JA“ beantwortet? Dann scheint für Sie alles an Ihrem Arbeitsplatz zu passen. Weitermachen 🙂

Haben Sie hingegen öfters „NEiN“ geantwortet und spüren zunehmend Frust und Unzufriedenheit, dann starten Sie doch Ihr Geht-ja-doch-Projekt „berufliche Veränderung“. Warten Sie nicht darauf, dass es von alleine besser wird. Werden Sie zum Gestalter Ihres Lebens.

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1 Kommentar
Jonathan

Boah, das ist wirklich erschreckend.
Ich denke, zum Einen sind die Unternehmen gefordert den neuen Ansprüchen der Berufstätigen Rechnung zu tragen.

Aber ich sehe es auch wie Cordula, dass jeder Einzelne von uns sein Leben in die Hand nehmen darf, um so glücklich zu leben, wie wir leben wollen.

Danke für diesen Artikel!
Schönen Sonntag
Jonathan

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