Denk-Bar: Fastenzeit: Vom Genuss und Wert des Verzichts

9. Februar 2016

Morgen beginnt die Fastenzeit. Die 40tägige österliche Bußzeit (die Sonntage werden nicht mitgerechnet), in der die Gläubigen als äußeres Zeichen von Buße und Besinnung auf Dinge verzichten, die ihnen angenehm und lieb sind. Dinge wie Schokolade, Alkohol oder das Autofahren. Doch schon längst hat die Idee der Fastenzeit auch außerhalb der katholischen Kirche die Menschen inspiriert, ab Aschermittwoch den Verzicht zu üben.

Und das bringt mich zur dieswöchigen Nach-Denk-Frage unserer wunderbaren Denk-Bar: Auch wenn Sie nicht gläubig sind – auf was könnten Sie in den kommenden 40 Tagen verzichten? Welcher Verzicht könnten Ihnen damit vielleicht die Türe zu Ihrem ganz persönlichen Geht-ja-doch-Projekt weit aufstoßen?

Wenn Verzicht den Weg bereitet

In meinem Buch „Geht ja doch!“ geht es auch viel um das Thema „Gewohnheiten verändern“. Und es lohnt sich, so manche Schlüsselgewohnheit zu entdecken, die – wenn wir sie ändern – der Schlüssel auch für ganz andere Veränderungen ist. Erinnern Sie sich an meine Gewohnheiten-Fragen in der Denk-Bar vom Januar? Hier haben Sie schon eien gute Vorabeit für die heutige Nach-Denk-Frage geleistet 🙂

Der 37-jährige Programmierer Mark wollte beispielsweise in seinem Leben etwas verändern, und suchte im Coaching nach einer neuen Herausforderung, etwas Spannenden. Doch die Gespräche am Tisch brachten uns nicht weiter. So machten wir uns auf zu Geh-Sprächen. Das heißt, wir gingen hinaus in die Natur und sprachen während des Gehens. Erfahrungsgemäß kommt auch unser Geist in Bewegung, wenn wir den Körper bewegen. Und in den kommenden Wochen zeigte sich, dass Mark sich immer mehr bewegte (körperlich), dadurch sogar ohne Diät acht Kilo abnahm, dann seine Wohnung wechselte und schließlich seinen Traum-Job fand. (Welcher das ist? Siehe S. 275 🙂 ) Der Verzicht auf das Sitzen brachte ihn dazu auch andere Gewohnheiten zu ändern.

Verzicht ist Gewohnheiten ändern. Und das ändert auch anderes.

Wie ist das bei Ihnen? Auf was (oder wen?) wollen Sie in den nächsten Tagen verzichten? Und was könnte diese Veränderung Ihrer Gewohnheit weiter bewirken? Was könnte möglich werden, wenn Sie dieses Verhalten ändern?

Posten Sie gerne Ihre Ideen hier unten als Kommentar. Ich freue mich!

Willkommen in unserer “wunderbaren Denk-Bar”.

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