Denk-Bar: Fastenzeit: Vom Genuss und Wert des Verzichts

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Fastenzeit – ein guter Auftakt, um Gewohnheiten zu ändern (C) Fotolia/gudrun

Morgen beginnt die Fastenzeit. Die 40tägige österliche Bußzeit (die Sonntage werden nicht mitgerechnet), in der die Gläubigen als äußeres Zeichen von Buße und Besinnung auf Dinge verzichten, die ihnen angenehm und lieb sind. Dinge wie Schokolade, Alkohol oder das Autofahren. Doch schon längst hat die Idee der Fastenzeit auch außerhalb der katholischen Kirche die Menschen inspiriert, ab Aschermittwoch den Verzicht zu üben.

Und das bringt mich zur dieswöchigen Nach-Denk-Frage unserer wunderbaren Denk-Bar: Auch wenn Sie nicht gläubig sind – auf was könnten Sie in den kommenden 40 Tagen verzichten? Welcher Verzicht könnten Ihnen damit vielleicht die Türe zu Ihrem ganz persönlichen Geht-ja-doch-Projekt weit aufstoßen?

Wenn Verzicht den Weg bereitet

In meinem Buch „Geht ja doch!“ geht es auch viel um das Thema „Gewohnheiten verändern“. Und es lohnt sich, so manche Schlüsselgewohnheit zu entdecken, die – wenn wir sie ändern – der Schlüssel auch für ganz andere Veränderungen ist. Erinnern Sie sich an meine Gewohnheiten-Fragen in der Denk-Bar vom Januar? Hier haben Sie schon eien gute Vorabeit für die heutige Nach-Denk-Frage geleistet 🙂

Der 37-jährige Programmierer Mark wollte beispielsweise in seinem Leben etwas verändern, und suchte im Coaching nach einer neuen Herausforderung, etwas Spannenden. Doch die Gespräche am Tisch brachten uns nicht weiter. So machten wir uns auf zu Geh-Sprächen. Das heißt, wir gingen hinaus in die Natur und sprachen während des Gehens. Erfahrungsgemäß kommt auch unser Geist in Bewegung, wenn wir den Körper bewegen. Und in den kommenden Wochen zeigte sich, dass Mark sich immer mehr bewegte (körperlich), dadurch sogar ohne Diät acht Kilo abnahm, dann seine Wohnung wechselte und schließlich seinen Traum-Job fand. (Welcher das ist? Siehe S. 275 🙂 ) Der Verzicht auf das Sitzen brachte ihn dazu auch andere Gewohnheiten zu ändern.

Verzicht ist Gewohnheiten ändern. Und das ändert auch anderes.

Wie ist das bei Ihnen? Auf was (oder wen?) wollen Sie in den nächsten Tagen verzichten? Und was könnte diese Veränderung Ihrer Gewohnheit weiter bewirken? Was könnte möglich werden, wenn Sie dieses Verhalten ändern?

Posten Sie gerne Ihre Ideen hier unten als Kommentar. Ich freue mich!

Willkommen in unserer “wunderbaren Denk-Bar”.

Hier erhalten Sie jeden Dienstag einen Impuls zum Nach-Denken, Vor-Denken, Mit-Denken. Denn alles was Denk-bar ist, kann mach-bar werden. Ihnen gefällt dieser Beitrag? Dann gerne in Facebook, Twitter & Co. über die untenstehenden Buttons teilen.

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7 Gedanken zu „Denk-Bar: Fastenzeit: Vom Genuss und Wert des Verzichts

  1. Ich möchte in den nächsten Wochen nicht verzichten, sondern etwas wieder einführen: meine allabendliche Meditation.
    Okay, dadurch werde ich auf TV (inkl. Süßem) verzichten oder auch auf das Smartphone. Doch ich betrachte es lieber aus der für mich positiveren Perspektive.

  2. Ich werde die nächsten Wochen wieder an „7 Wochen ohne“ teilnehmen, Thema ist diesmal „ohne Enge“. Es gibt jede Woche eine Aufgabe, und das finde ich viel sinnvoller, als 40 Tage lang einem sturen „Programm“ zu folgen. Das klappt in meinem Leben leider wirklich selten – und 40 Tage auf’s Atmen oder Denken zu verzichten erscheint mir dann auch am Thema vorbei zu sein.

  3. Schöne Anregungen hier.

    Ich verzichte seit einiger Zeit auf den Kosumrummel.
    Keine Schnäppchenjagd, Sonderangebote, Sale-Käufe, Prozente raffen …
    Am besten spart man ohnehin dann, wenn man die meist überflüssigen Sachen GAR nicht kauft.
    Es ist erstaunlich, wie viel ich tatsächlich nicht wirklich brauche.

    Auf Zucker und Weißmehl verzichtne habe ich bisher nicht geschafft, obwohl das auch reizvoll ist.

  4. Pingback: Denk-Bar: Zeit sparen dank Abkürzungen nehmen - GlüXX-Factory.de - Der BLOG von Cordula Nussbaum & Kreative ChaotenGlüXX-Factory.de – Der BLOG von Cordula Nussbaum & Kreative Chaoten

  5. Ich möchte bis Ostern komplett auf Alkohol und Süßigkeiten verzichten. Eine Freundin von mir (mit der ich gelegentlich gerne ein Glas Wein oder zwei trinke) macht das schon seit Jahren ohne jeden religiösen Hintergrund.
    Begleitend dazu möchte ich verzichten auf: das ständige Vergleichen mit anderen, die schöner, klüger, reicher etc. sind als ich, auf gewohnheitsmäßige Selbstzweifel und negative Erwartungen, auf Versagensängste.
    Und an Ostern werde ich das Strahlen feiern, das dadurch in mein Leben gekommen ist. Noch Zweifel? Iwo!

  6. habe bis vor zwei Jahren in den Fastenwochen immer auf Süßes und Alkohol verzichtet – brachte außer der Befriedigung, es geschafft zu haben, keinen Effekt. nicht mal weniger Kilos.
    somit ist das ein bisschen abgenutzt.

    Ernähre mich seit 14 Wochen sehr glutenarm (sage bewusst nicht glutenfrei, weil es immer mal wieder irgendwelche Krümel gibt, die zwischenrutschen) – da diese Umstellung nicht gesundheitsbedingt ist, macht das nichts.

    Bisher sehr zufrieden, weil wieder neue Ernährungsmöglichkeiten kennengelernt und Rückenschmerzen zeitgleich stark reduziert.
    Ich sehe einen Zusammenhang, medizinisch belegbar ist er nicht – mir aber egal, Hauptsache, es scheint zu funktionieren.

    lange praktizierter Verzicht – kein Internet zu Hause, kein TV
    nur gute CD Sammlung und viele Bücher.

    Und liebe Menschen zum Freund.

    ja, der Verzicht auf das Eine bringt oft den Gewinn auf der anderen Seite – ohne Garantie, aber mit großer Chance.

    bin für weitere Anregungen sehr dankbar.

    Konsumverzicht klappt zur Hälfte 🙂

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