Aus Hobbys fürs Leben lernen

4. Juni 2017

Viele Bundesländer haben sich gerade in die Pfingstferien verabschiedet. Oder zumindest können viele Berufstätige gerade ein laaaaaaanges Wochenende genießen. Zeit zum Nix-Tun. Oder Zeit für unsere Hobbies. Hobbies sind ja in der Regel dazu da, dass wir einen Ausgleich zum Alltag haben. Mal etwas tun, was keinem Ziel dient. Keine Erwartungen erfüllen. Einfach nur tun. Aber Hobbys haben auch einen schönen Nebeneffekt: in dem Moment, in dem wir entspannt einer Sache nachgehen, lernen wir ganz automatisch. Das ist mir vor einiger Zeit aufgefallen, als ich in der Toscana einen Westernstyle-Reitkurs gemacht habe. Ganz nebenbei habe ich sehr viel zu den Themen „Führung, Kompetenz und Ziele erreichen“ gelernt. Hier sind meine drei wichtigsten Erkenntnisse:

Aus Hobbies lernen – Erkenntnis # 1

Wenn ich keine klare Richtung vorgebe, macht auch das Pferd, was es will. Ist es mir tatsächlich egal, wo es gerade hingeht? Ok, dann lass ich mich einfach tragen und das Pferd trabt meist der Gruppe hinterher. Habe ich aber doch eine vage Vorstellung von der Richtung, sollte ich mich festlegen. Denn meine Unentschlossenheit überträgt sich automatisch auf das Tier.

Für den Alltag: Auf welchem Kurs sind wir gerade? Lassen wir uns einfach treiben? Gut, wenn uns das gerade Spaß macht. Dann können wir es einfach genießen. Wenn wir aber am Ende dort ankommen, wo wir gar nicht hinwollten, lohnt es sich, vorher nachzudenken.

Aus Hobbies lernen – Erkenntnis # 2

Ohne klare Kommunikation funktioniert nichts! Einen halbzerzigen Schenkeldruck oder einen leichten Zügelzug kann ich mir gleich sparen. Ich muss schon mit ganzem Herzen dahinterstehen.

Für den Alltag: Kommt das, was wir kommunizieren, auch bei unserem Gegenüber an? Hier ist das 4- Ohren-Modell sehr hilfreich, um sich darüber klar zu werden, woran es bei der Kommunikation scheitern kann.

Aus Hobbies lernen – Erkenntnis #3

Wenn es durch ein enges Gatter geht, muss ich unbedingt die Mitte am Horizont anvisieren. Dann geht das Pferd problemlos hindurch. Wenn ich aber den Pfosten anvisiere, bleibe ich mit dem Fuß dran hängen. Und das ist recht unangenehm.

Für den Alltag: Das gleiche Phänomen habe ich beim Surfen auch schonmal erlebt: Wenn wir das Hindernis fixieren, bleiben wir dran hängen. Wenn wir aber die Lücke im Blick haben, kommen wir unbeschadet durch. Gilt auch für größere Projekte und alles, was wir uns sonst so vornehmen.

Welche Lernerlebnisse leiten sie aus Ihren Hobbys ab? Ich freue mich auf Ihre Posts hier im BLOG.

P.S. Diesen Beitrag vom Juli 2013 habe ich heute frisch für Sie aufbereitet!

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7 Kommentare

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